Liberales Waffengesetz

nett1616
Gerade auf orf.at gelesen...
2 Tage nach dem Massaker in der amerikanischen Uni hat der Strache doch wirklich die Chuzpe, ein liberaleres Waffengesetz
Zitat:
nach dem Vorbild der USA

zu fordern.
Unglaublich....


Meiner Meinung nach kann ja das Waffengesetz gar nicht streng genug sein...
mfg
Rene27
Nun unser Waffengesetz ist doch ja sehr gut .
Nur gehört es eben verschärft nicht liberalisiert .

Keine Waffe gehört ins Haus.
Das problem dabei ist nur wenn jemand töten will, kann
und wird er das auch leicht tun.

Denn es ist nicht so schwer an illegale Schusswaffen heranzukommen.
Versperrte Waffenschränke und so sind leider zu selten .

Amüsanter Nebenaspekt , Strache will liberales .
Irgendwie widerspricht er sich so großes Grinsen
Tielner
Interessant ist eigentlich, dass die Waffen immer schuld sind wenn einer Amok läuft... Augen rollen

Das Kernübel ist, dass es Mitmenschen unter uns gibt, die offenbar so einsam sind und so gedemütigt werden, dass sie ausrasten und solche Taten begehen. Und jemand, der töten will, wird töten - ob jetzt mit Pistole, Küchenmesser, gefrorener Schweinshaxe als Keule oder gezielten Handkantenschlägen...

Die Waffen zu verbieten wird das Problem nicht lösen - besorgt man(n) sich halt illegal eine Waffe.

"Ja... aber mit seinen händen hätte er unmöglich 33 Menschen umbringen können..."

*lol* Ja, und als Chemiker mit einer selbgebastelten Giftbombe hätte er 333 Leute am Campus töten können.

Ich glaube, dass obwohl es noch nie zuvor so viele Menschen auf der Welt gab, die man kennenlernen könnte - es nie zuvor so viele einsame und verzweifelte Menschen gegeben hat.
Menschen werden für Menschen irgendwann wieder einmal dasein müssen - eine andere Alternative sehe ich nicht.
Oli
Zitat:
Original von Tielner
Interessant ist eigentlich, dass die Waffen immer schuld sind wenn einer Amok läuft... Augen rollen


nicht ganz - die waffen sind NIEMALS schuld dran Augenzwinkern keiner in amerika oder so schreit das man die waffengesetze verschärfen soll oä.

der wahre grund sind doch gleich wie immer die KILLERSPIELE Augen rollen

hier der rundumschlag:
Jack Thompson Statement
Statement eines deutschen Kriminologen
Kyllion
@tielner: natürlich sind die waffen nicht schuld... aber ist das grund genug es den leuten so einfach wie möglich zu machen, an diese ran zu kommen?

natürlich kann ein chemiker noch mehr menschen töten, aber der prozentsatz, der leute die dazu fähig wären, ist geringer als der prozentsatz der es mit einer schusswaffe versuchen könnten.

natürlich bleibt auch die möglichkeit es illegal zu erwerben, aber ist immerhin schwieriger.

es sollte doch realistischerweise nur darum gehen, solche morde so unwahrscheinlich wie nur möglich zu machen. ganz verhindern wird man sie niemals können.

das man auch endlich mal die ursachen bekämpfen sollte und nicht nur die sympthome, steht dabei außer frage... leider geht es in unserer gesellschaft selten darum solche probleme zu behandeln.


@oli: yeah, endlich einer mit durchblick großes Grinsen
vergiss nicht heavy metal! großes Grinsen
JimmyGrill
Zitat:
Original von Tielner
Das Kernübel ist, dass es Mitmenschen unter uns gibt, die offenbar so einsam sind und so gedemütigt werden, dass sie ausrasten und solche Taten begehen. Und jemand, der töten will, wird töten - ob jetzt mit Pistole, Küchenmesser, gefrorener Schweinshaxe als Keule oder gezielten Handkantenschlägen...


Zitat:
Die Waffen zu verbieten wird das Problem nicht lösen - besorgt man(n) sich halt illegal eine Waffe.


Der Punkt ist, Schusswaffen sind eine grausam effiziente Methode, um mit einfachen Mitteln in kürzester Zeit viele Menschen umzubringen.

Und nichts wird jemals 100% sicher sein, aber trotzdem muss man es den Leuten ja wohlso schwer wie möglich machen... sonst könnte man eh gleich hergehen und sagen "ach, Mord kann man eh nie verhindern, wenns einer wirklich will, dann machts ers auch... erlauben wirs doch gleich" rotes Gesicht

Lösen wird es das Problem sicher nicht, und mit deinen Gedanken über Ursachen hast du sicher recht, aber je einfacher man es den Leuten macht, an Schusswaffen zu kommen, desto einfacher macht man es ihnen auch, andere Leute umzubringen.



Und das Wichtigste: Waffen sind Tötungsinstrumente und erfüllen sonst keinen Zweck. Das macht sie für Privatpersonen 100% entbehrlich. Niemand MUSS eine Waffe haben.
ibrox
600.000 waffen in österreichs privathaushalten sind schon genau 600.000 zuviel.

warum wir überhaupt "scharfe" waffen brauchen ist mir ein rätzel.

die sportschützen können mit luftdruckwaffen den sport ausführen für wildbestandkontrolle genügt es wenn es die professionellen förster und jäger gibt und diese ganzen "wir gehen aus spass morden jäger" gehören abgeschafft.

just my 2 cents.
Lakai des Malekith
Zitat:
Original von ibrox
600.000 waffen in österreichs privathaushalten sind schon genau 600.000 zuviel.

warum wir überhaupt "scharfe" waffen brauchen ist mir ein rätzel.

die sportschützen können mit luftdruckwaffen den sport ausführen für wildbestandkontrolle genügt es wenn es die professionellen förster und jäger gibt und diese ganzen "wir gehen aus spass morden jäger" gehören abgeschafft.

just my 2 cents.



Jagen ist genauso ein sport wir fischen oder fußballspielen.


ist ja net so, dass hobbyjäger wild in der gegner rumballern und auf jedes tier schießen dürfen, dass sie sehen.... Augenzwinkern



In meinen Augen, ist das Österreichische Waffengesetz gut so wie es ist.
Lynx
Ich habe ja den Eindruck, in der Waffengesetz-Diskussion reden die Leute immer nur aneinander vorbei... was wohl in erster Linie daran liegt, dass hierzulande niemand vernünftig die Waffenliberalisierung vertritt.

Aus deren Sicht gilt, wie schon Tielner sagt: wenn einer Leute umbringen will, dann kann er das auch. Ob er eine Schusswaffe hat oder nicht, ist da ziemlich egal, wenn nicht, nimmt er halt ein Messer, eine selbstgebastelte Rohrbombe, oder meinetwegen auch gezielte Handkantenschläge.

Dagegen braucht man kaum diskutieren, alle Aussagen dazu sind reine Spekulation.

Der wesentliche Punkt der Waffenbefürworter ist nun der, dass in einer Gesellschaft, in der jeder Waffen haben kann (und nicht nur der Psychopat, der bereit ist, das Risiko auf sich zu nehmen, sich illegal eine zu beschaffen), so ein Amoklauf (oder Überfall, oder Vergewaltigung) schnell von den "guten" Waffenträgern beendet werden kann (wenn man davon ausgeht, dass es in der Gesellschaft mehr brave Bürger gibt als wahnsinnige Amokläufer, reicht ein moderater Prozentsatz Waffenträger unter den "guten" Bürgern, damit sie mit ziemlicher Sicherheit in der Überzahl sind und den "bösen" durch ihre höhere Feuerkraft überwältigen können).


Ich wollte diese Argumentationslinie nur mal erklären, damit klar wird, dass hinter dem Schluss "Amoklauf"->"Waffengesetze liberalisieren" durchaus auch eine Logik steckt, auch wenn es für uns Europäer ziemlich kontraintuitiv klingen mag.


Man kann sich jetzt natürlich überlegen, ob eine Schießerei am Campus zwischen dutzenden Studenten wirklich so viel besser gewesen wäre als ein Amoklauf - wer sagt dem "heldenhaften" "guten" Waffenträger denn, ob der Typ mit der Waffe am anderen Ende des Gangs überhaupt der Amokläufer ist, oder nur ein anderer "Held"...? und schwupps hat man 100 Tote. Aber Hauptsache, man hatte die theoretische Chance, sich zu wehren.
Turin Túrambar
Morgn

Zitat:
Original von Lakai des Malekith
Jagen ist genauso ein sport wir fischen oder fußballspielen.


ist ja net so, dass hobbyjäger wild in der gegner rumballern und auf jedes tier schießen dürfen, dass sie sehen.... Augenzwinkern


Nur wurde beim Angeln oder Fußballspielen noch nie ein Grundwehrdiener getötet, weil man ihn für ein Wildschwein hielt (war übrigens eine gute Tarnung, Respekt). Jagen ist meiner Meinung nach kein Sport, sondern ein wichtiges Regulativ, um den Wildbestand stabil zu halten. Der Mensch hat eben die größeren Raubtiere ausgerottet, und muss sich nun drum kümmern, dass der Wildbestand nicht ausufert, und dann die Vegetation darunter leidet.
Natürlich morden Menschen nicht, weil sie Waffen haben würfen, aber sie verwenden die Waffen, um damit zu morden. Die Frage ist nicht, wieso man Geräte, die als einzigen Zweck die Tötung eine Menschen haben, verbieten, sondern wieso man sie erlauben sollte. Waffen sollten nur in den Händen des Staates (Stichwort Gewaltmonopol des Staates) und bei professionellen Jägern und Förstern (Stichwort Wildbestand) sein, nicht jedoch bei Privaten.
Tielner
Zitat:
Original von T?rin Túrambar
Waffen sollten nur in den Händen des Staates (Stichwort Gewaltmonopol des Staates) und... .


Ich bin ja so froh, dass Staaten noch nie Waffen benutzt... edit: MISSBRAUCHT haben, um damit "KRIEGE" (schlagt es nach wenn ihr nicht wißt, was das ist) zu führen...

Sorry for Polemik - gelobe Besserung! smile
firstruleoffightclub
Waffen töten keine Menschen , Menschen töten Menschen .

Trotzdem, oder gerade deswegen sollte es eher erschwert werden welche zu bekommen ...
Tielner
Zitat:
Original von firstruleoffightclub
Waffen töten keine Menschen , Menschen töten Menschen .



Absolut richtig!!

Und wie verteidigt man sich gegen Menschen die trotz allem eine Waffe haben?

Die Feder soll ja mächtiger als das Schwert sein - aber mit Träumen und Hoffnungen allein wird's net gelingen Augenzwinkern
Grimnog
für deine paranoia kannst ja auch nen taser kaufen

blabla
Zitat:
TASER wurden entwickelt, um die härtesten Angreifer der Welt aufzuhalten ? ein Ziel, das keine andere nichttödliche Waffe erreichen konnte. Erfahren Sie, wie Sie sicher
aus Gefährlichen Situationen entkommen,
Ihre Familie verteidigen und
Sich selbst schützen können.



http://www.nonletal.de/taser/zivil.php?navioberguppe=1

http://www.nonletal.de/produktgruppe.php?gruppe=1&navioberguppe=1
firstruleoffightclub
Zitat:
Original von Tielner
Und wie verteidigt man sich gegen Menschen die trotz allem eine Waffe haben?

Mit der Einstellung wärst Du in den USA willkommen. cool
Kenn ja Eure steirischen Zustände nicht Augenzwinkern Zunge raus


Wie verteidigtman sich gegen Staaten mit Atomwaffen - auch mit Atomwaffen ??
Tielner
Taser klingt super... Mal schauen was sowas kostet.
Die Typen, die ich Test gesehen habe, wußten aber hinterher auch nicht immer ob sie noch leben oder tot sind... Augen rollen großes Grinsen

Ja Atomwaffen - habe mir fast gedacht, dass das Argument kommen muss...
großes Grinsen Und wie verteidigt man sich gegen Küchenmesser, High Heels und Fingernägel - ah ja dafür gibts ja den Taser.
Hmmm... ja Atomwaffen... Ronnie Reagan hatte mal eine Antwort parat. Das Ding nannte sich star wars. Die Idee ist ihm aber dann von einem Filmemacher in den 80iger Jahren geklaut worden... Augen rollen großes Grinsen



Leute - im Ernst - wir wissen alle, dass Waffen scheiße sind.
Aber so lange Leute verzweifelt genug sind, wirds immer Gewalt und Tod geben... egal womit.
Asmodai
Diese Diskussion um eine Liberalisierung des Waffenrechts ist ja nicht neu, da gibts ja schon lange Interessensvertretungen in die Richtung. (für "Interessierte") Augen rollen

Ich kann mich den Gedankengängen von Lynx nur anschließen.
Wer könnte in so einer Situation noch einen klaren Kopf behalten, wenn aus heiterm Himmel irgend jemand wahllos auf Menschen schießt? Ohne entsprechende Ausbildung kommt in Gefahrensituationen die Fähigkeit des vernünftigen Handelns sehr, sehr schnell abhanden, noch dazu ist das dann kein "Schulschießen: 2. Übung", und jemand, der nicht wirklich gut mit seiner Waffe umgehen kann, stellt eine mindestens ebensogroße Gefahr für seine Mitmenschen dar.

Ich finde, die ausführende Gewalt sollte bei den Leuten bleiben, die dafür ausgebildet wurden und wissen, wann und wie sie eine Waffe einsetzen dürfen. Es sollten nicht auch noch selbsternannte "Hilfssheriffs" bestärkt werden, da mMn dadurch der Grad zwischen Notwehr und Selbstjustiz ein sehr schmaler werden könnte.

Achja, kann mir wer sagen, welche Umstände es in Österreich notwendig machen, eine Schusswaffe mit sich zu tragen? Der Herr Strache hat da ja sicher einige sehr fundierte und trifftige Gründe parat. Augen rollen
Kyllion
was ich mich frage ist nur, wie häufig ihr von privaten "helden" gehört habt, die, dank ihrer waffensammlung, je ein gewaltverbrechen verhindert hätten? mir fällt da nur die folge der simpsons ein, in der homer seine pistole hat und am schluss von den ganzen braven waffenfreunden vor einem überfall gerettet wird...

hingegen war bei allen verbrechen mit feuerwaffen, private waffen in verwendung...

da kann ich mir nunmal keinen sinn in privaten waffenarsenalen vorstellen. egal wo die gründe für gewalttaten liegen.
JimmyGrill
Zitat:
Original von Tielner
Leute - im Ernst - wir wissen alle, dass Waffen scheiße sind.
Aber so lange Leute verzweifelt genug sind, wirds immer Gewalt und Tod geben... egal womit.

Und darum können wir auch gleich Schusswaffen liberalisieren, weil die Amokläufer sowiso Amok laufen würden, und in Ermangelung von Pistolen und Gewehren einfach mal locker 30 Menschen per Fingernagel oder Handkantenschlag erledigen würden? Sry aber Logik?

Hier gehts nicht darum, Amokläufe zu verhindern, dazu müsste man wie du selbst schon festgestellt hast wo anders ansetzen, aber ohne Schusswaffen kann man das Risiko, dass einzelne verwirrte Menschen darstellen, drastisch! reduzieren.

Und bis auf ein paar Randgruppen wie Jäger braucht einfach niemand Waffen zu Hause, echt nicht.

Das Gegenargument der "Verteidigung" sticht einfach überhaupt nicht, da ein leichter Zugang zu Schusswaffen eine Gesellschaft nicht sicherer, sondern nur noch gefährlicher macht, siehe USA.
Turin Túrambar
Morgn

Zitat:
Original von Tielner
Ich bin ja so froh, dass Staaten noch nie Waffen benutzt... edit: MISSBRAUCHT haben, um damit "KRIEGE" (schlagt es nach wenn ihr nicht wißt, was das ist) zu führen...


Willst du jetzt einen Krieg mit privatem Waffengebrauch vergleichen? Fast immer wenn ein Staat Krieg führt, gibt es jemanden auf der anderen Seite, der ähnliche Mittel zur Verfügung hat. Wenn jemand Amok läuft, gibt es selten jemand, der ähnliche Mittel zur Verfügung hat. Das soll keinen Krieg verhamlosen, aber du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Außerdem habe ich eher die staatlichen Sicherheitsbehörden (vulgo: Polizei) gemeint, die als einzige mit ihren Waffen für Sicherheit sorgen sollen, und nicht irgendein Typ, der schießt, weil man ihn schief anschaut.
Mehr Waffen machen die Gesellschaft nicht sicherer, sondern weit weniger sicher, und nachdem wir keine Staaten sind, die keine höhere Ordnung über sich erkennen, bin ich für ein generelles Verbot von privaten Schusswaffen (Ausnahme professionelle Jäger und Förster, die das ja quasi als Berufswerkzeug haben), damit alle im Prinzip wieder auf demselben Level sind. Natürlich kann man sich illegal Waffen besorgen, aber um dich zu schützen haben wir ja die Polizei.

Und um ein gerne bedientes (um nicht zu sagen missbrauchtes) Argument mal nächer zu beleuchten:
Nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen!
Nicht Waffen töten Menschen, Kugeln töten Mewnschen!Nicht Kugeln töten Menschen, der Blutverlust/Schock/Kreislaufzusammenbruch/die letale Verletzung der Organe tötet Menschen!
Um es kurz zu sagen: Ja, es sind die Menschen, die andere Menschen töten, und hier muss man ansetzen, aber diese Menschen töten andere Menschen nicht mit ihren sozialen und emotionalen Problemen, sondern mit Waffen.

Außerdem: Eine Waffe schützt dich nicht davor, von einer Kugel, die mit knapp unter 1000 Meter die Sekunde auf dich zurast, durchlöchert zu werden. Was nützt dir deine Waffe zuhause, wenn du per dummen Zufall gerade in der Bank bist, in die ein schießwütiger Räuber rennt? Deiner Logik nach müssten wir alle verpflichtend Schusswaffen bei uns tragen, ständig, bis dann der nächste zur vollautomatischen greift, sodass wir alle nachjustieren müssen etc. Denk mal darüber nach.