[9th Age] Kampagnentag 16.11.2019 im WOW Clublokal, Wien

      Also dann, meine Armeeliste:

      Show Spoiler
      Von der letzten Reise mit seinen auserwählten Fährtensuchern in den Grenzlanden war Prinz Allarion mit Neuigkeiten von besonderer Brisanz in die Tiefen des Waldes zurückgekehrt. Im Norden war in einem Hafen die Rede von einer bisher unentdeckten Insel. Keine Gruppe Reisender und Entdecker, wurden sie auch von noch so vielen Kriegern begleitet, hatte es bisher geschafft das unbekannte Land zu erkunden. Alle waren sie Hals über Kopf geflohen als der Nebel aufzog und das Sterben begann. Allarion, tausende von Jahren alt, erinnerte sich an eine Geschichte aus seiner Kindheit, als ihm diese Nachrichten zu Ohren kamen.

      Entfernte Vettern sollen vor langer Zeit nach Norden aufgebrochen sein um die fremden Lande zu erkunden, deren Schätze zu finden und deren Bestien zu töten. Auch Brüder und Schwestern des Waldes hatten die Flotte begleitet. Solche, die an der fremdartigen Magie, die dort in der Luft liegen sollte, interessiert waren, und solche, die es einfach nach einer wilden Jagd dürstete. Mit sich nahmen sie die mächtigsten Familienerbstücke ihrer Sippen, doch mit ihnen verschollen dieselben auch, scheinbar für immer von der See verschluckt.

      Prinz Allarions Bindung zum Wald war stark wie die seiner Brüder, doch immer schon lockte ihn der Ruf fremder Lande, und wie es seiner Sippe im Blut lag, beschritt er den Weg der Fährtensucher, und kein lebender sylvanischer Elf hatte mehr von der Welt gesehen als er. Niemals würde er sich die Gelegenheit entgehen lassen, dieser alten Spur auf den Grund zu gehen!

      Ein Schiff zu bauen aus dem Holz seiner Seelenverwandten widerstrebte dem Prinzen allerdings, und so suchte er Barkh auf, den einzigen Baummenschen den er kannte, und bat ihn, den Wurzeln und dem Fluss des Lebens nach Norden zu folgen, Eins mit ihm zu werden wie es nur die uralten Seelen des Waldes konnten und nach Leben auf der Insel zu suchen. Mit Hilfe der Druidin Eilidiel, die die selbst für einen uralten Baummenschen oft schwer zu erkennenden Ströme des Lebens zu geordneten, klaren Bahnen wob, konnte Barkh die Insel schließlich finden und feststellen, dass selbst so hoch im Norden noch genug Leben existierte, um eine Reise durch das Netzwerk der Ältesten für einige Auserwählte zu ermöglichen.

      Prinz Allarions Herz raste freudig ob dieser Nachricht, und er machte sich auf, seine Gefährten für dieses Abenteuer auszuwählen. Er wusste, dass das oberste Gebot Vorsicht sein würde, also brauchte er einen Späher, der zwischen Orks, Zwergen, Menschen und Geistern und dem Nebel selbst unsichtbar sein und das Überleben seiner Truppe sichern würde. Niemand in den Wäldern hatte Iscoron den Wandler in den letzten hundert Jahren gesehen - und wollte ihn auch nicht sehen. Die sylvanischen Elfen waren sich nicht mehr sicher ob es sich bei Iscoron um einen von ihnen handelte, und einige zweifelten sogar daran, sein wahres Gesicht jemals gesehen zu haben. Und so kostete es selbst einen Meister wie Allarion einen Monat, Iscoron zu finden, und einen weiteren Monat, ihn von seinem Vorhaben zu überzeugen.

      Nun, da er neben seinen getreuen Fährtensuchern mit Barkh dem Baummenschen, Iscoron dem Späher und Eilidiel der Lebensweberin die Gefährten gefunden hatte, mit deren Hilfe das Betreten, Erkunden und Verlassen der Insel möglich schien, machte sich Allarion auf, einige Reiter zur Unterstützung seines besten Spähers und einige Bogenschützen zur Unterstützung der Feuerkraft seiner Truppe zu finden. Sollten sie tatsächlich auf die Artefakte ihrer Vorfahren stoßen, würden sie jedoch ihre Deckung aufgeben müssen und - neben Barkh - noch einen Amboss brauchen um die geborgenen Schätze gegen heranstürmende Feinde verteidigen zu können. So befahl Allarion der Hälfte der Wächter seiner Halle, ihn auf seiner Reise zu begleiten. Seit fünfhundert Jahren hatte der gut versteckte Kern seines Reiches nicht mehr verteidigt werden müssen, daher fürchtete der Prinz nicht, sein Volk unzureichend geschützt zurückzulassen.

      Die Sippe Allarions feierte keine Feste, und so verabschiedeten sich die Gefährten still von ihren Liebsten und begaben sich lautlos auf die Reise zur mystischen Insel. Gerade als Allarion selbst nach seinen Kriegern durch das Portal steigen und Barkh und Eilidiel dieses schließen wollten, hörten sie das Donnern von Hufen und das wilde Gebrüll von Reitern. Der Prinz sprang auf den nächsten Baum und spannte seinen Bogen, bereit die Angreifer mit seinen Pfeilen niederzustrecken bevor diese ihre Waffen auch nur ein Stück weit erheben konnten. Doch dann, gerade als er das erste Geschoss auf seine tödliche Reise schicken wollte, erkannte er die Farben von Cian dem Jäger, welchen seine Schwester geehelicht hatte, und er entspannte sich. Offenbar hatte Allarion’s Schwester gespürt was ihr Bruder vor hatte, und ihr Gatte hatte ein paar seiner besten Reiter zur Unterstützung gesandt. Nicht zuletzt um das Horn der Jagd zu bergen, das vor tausenden Jahren ebenfalls mit den nach Norden Reisenden verschwunden war.

      Und so begaben sich die Sylvaner auf den Weg, entschlossen die Artefakte ihrer Vorfahren wieder nach Hause zu bringen, sofern sie diese denn finden würden.


      Post was edited 12 times, last by “Celaeno” ().