Sticky THE DAY - in wargaming history

      Die ist auch super interessant. Die Franzosen haben doch eine bunt gemischte Truppe am Start, die Feldzugsuniformen haben mMn. auch einen Reiz. die Spanier hingegen sind ein kunterbunter Haufen, der wohl auch schwierig zu spielen ist, wenn man es halbwegs historisch spielen will ( Mini-Kavallerieregimenter, eine Handvoll Kanonen; die zudem noch recht ineffizient sind )
      Ich habe selbst einige Spanier, die ich in der Zeit von 1809 bis 1811/12 angelehnt habe, da sie gerade in dieser Zeit extrem mannigfaltig uniformiert und ausgerüstet waren.
      Die Recherche gestaltet sich zudem recht schwierig, da gerade in dieser Zeit beinahe ganze Armeen ausgelöscht wurden und dann wieder neu aufgestellt wurden und sich daher auch die Uniformen, Mannstärken, etc. änderten. Zudem ist die Peninsula-Campaign wie der Name es schon sagt, in der Berichterstattung sehr auf die Briten fokussiert, von der spanischen Seite gibt es da relativ wenig zuverlässiges. Sie waren auch lange Zeit ein wenig ein Stiefkind der Figurenhersteller, da man außer Zweispitz tragende Spanier in der facon von 1805 oder eben die uniformierten 1812+ Spanier bekam, aber hier auch nur zumeist Basics...
      Von den Franzosen bekommt man schon wieder mehr, die haben allerdings extrem unter dem Nachschub ( Mann und Gerät ) gelitten, wodurch es auch schwierig ist, eine geordnete Linie zu finden.
      Das Halbinselfeldzug bietet jedoch extrem viele Möglichkeiten - von recht großen Schlachten über bekannte, aber dennoch "machbare" Schlachten bis hin zu tollen Skirmishsituationen ( Guerrillas ftw! )
      Während ich so schreibe, kommt da beinahe auch wieder Lust auf...
      Franzosen wären sowie "mehr als gefragt", da man sie natürlich auch auf beinahe allen anderen Schauplätzen verwenden kann
      z.B. als Gegner für meine 1806er- und 1815er-Preussen, oder für die 1812er-Russen von Thomas, für die diversen Österreicher (Moiti, Ic3m4n, etc.), nicht zu vergessen die Briten, .......

      und im Comitatus sind (im Vergleich zu den Gegnern) bisher nur relativ wenige rein französische Truppen vorhanden.....

      also, Moiti, ich unterstütze dich jederzeit mit Rat und Tat und Literatur etc. :thumbsup:


      Bezüglich spanischer Quellen ist das I-Netz jetzt nicht wirklich schlecht besetzt, man sollte halt rudimentär Spanisch lesen/verstehen können, das hülfe 8)
      ich habe bei meinen Recherchen - auch jetzt für Mora (und morgen Gevora) - viele spanische Quellen gefunden, die man eigentlich überlesen würde, da im Titel nicht unbedingt "Peninsula" oder etwas ähnliches vorkommt
      die korrekten spanischen Uniformen zur richtigen Zeit sind ein anderes Kapitel, aber solange man nicht eine bestimmte Schlacht nachstellt ........ eh wuascht :vain:

      Nafziger ist ein guter "Handlauf", aber nicht allein-seelig-machend
      da muss man dann schon auch noch auf die diversen französischen Quellen, wie Berjaud etc., zurückgreifen, um zu untermauern
      oder auch Sekundärliteratur, auch britische Autoren, und nicht alles ist "Britisch-dominiert" ;)

      von daher: auch gerne dabei, zumindest mit irgendeiner Brigade, und auch mal Spanier etc.

      und: Andromachus hat Portugiesen, den müssten wir nur ein wenig motivieren :this:

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      19.2.:
      the daily feature:
      1811: Schlacht am Gévora (bei Badajoz)


      Die Schlacht am Gévora am 19. Februar 1811 nahe Badajoz war ein kleineres Gefecht während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel zwischen den französischen und spanischen Streitkräften.
      Die zahlenmäßig unterlegene französische Armee bestimmte den Verlauf der Schlacht und vernichtete die spanische Armee von Extremadura beinahe vollständig, nachdem Gabriel Mendizabal die Anweisung Wellesleys, sich auf den Höhen von San Cristóbal zu verschanzen, missachtete und beim Versuch, die Truppen in Sicherheit zu bringen, scheiterte. Der folgende Sieg gegen die geschwächten Spanier erlaubte es Marschall Soult, sich auf seinen Angriff von Badajoz zu konzentrieren, welches die Franzosen am 11. März eroberten und bis zum folgenden Jahr halten konnten.

      Am 9. Februar zog Mendizabal die meisten seiner Männer von Badajoz ab und ließ eine 7.000 Mann starke Garnison zurück. Die 9.000 Infanteristen der Feldarmee stationierte er auf den Höhen von San Cristóbal, während die 3.000 Mann starke Kavallerie hinter ihnen auf den Ebenen des Caya lagerte. Der spanische Kommandant ignorierte erneut Wellingtons Plan, sich auf den Höhen einzugraben; ebenso schickte er keine Kavallerie als Vorhut, um seine Front zu schützen und die französische Manöver zu überwachen. Soult ignorierte in den darauffolgenden Tagen die spanische Armee weitestgehend und konzentrierte sich stattdessen auf den Aufbau seiner Belagerungslinien und den Beschuss von Badajoz. Durch starken Regen traten zudem der Guadiana als auch der Gévora über ihre Ufer, so dass sie unpassierbar wurden. Dadurch konnten die Franzosen zwischen dem 11. und 18. Februar lediglich das südliche Ende der spanischen Linie beschießen, wodurch die Spanier weiter von Badajoz und dem Schutz durch die Festung von San Cristóbal weggedrängt wurden.

      Am Nachmittag des 18. Februar hatten die Regengüsse nachgelassen und ein niedriger Wasserspiegel machte den Gévora wieder passierbar. Am Abend entsandte Soult neun Infanterie-Bataillone, drei Kavallerie-Schwadronen und zwei Artillerie-Batterien unter Befehl von Mortiers über eine Rollfähre zum Nordufer des Guadiana. Zusammen mit den sechs Kavallerie-Regimentern von Latour-Maubourg (3 Dragoner-Brigaden) hatten die Franzosen jetzt 4.500 Mann Infanterie, 2.500 Mann Kavallerie und 12 Kanonen, um die spanischen Linien bei Tagesanbruch am 19. Februar anzugreifen. Aufgrund des starken Nebels an diesem Morgen ahnte Mendizabal nichts von den sich nähernden Franzosen, ehe sein nur gut anderthalb Kilometer von der Front entfernte Wachposten durch Mortiers Infanterie zurückgetrieben wurde, die den Gévora durchwarteten. Zur gleichen Zeit hatten es die von Latour-Maubourg zum Angriff der linken Flanke der Spanier entsandten zweiten Husaren geschafft, die Höhen im Norden ebenfalls unentdeckt zu besteigen, und griffen so eines von Carlos de Españas ahnungslosen Regimenter an.

      Mortier demonstrierte seine taktische Überlegenheit in der Aufstellung seiner kleinen Streitmacht: Er sandte seine ganze Kavallerie nach Norden, um die linke Flanke der Spanier anzugreifen; drei Bataillone wurden nach Süden zwischen das Fort bei San Cristóbal und den spanischen rechten Flügel gesandt, die übrigen sechs Infanterie-Bataillone griffen die spanische Front an. Als sich der Nebel lichtete, erreichte die leichte französische Kavallerie die Anhöhe und fiel über die spanische linke Flanke her. Indes ließ Latour-Maubourg drei Dragoner-Regimente aufrücken, um die vereinigte spanische und portugiesische Kavallerie auf der Ebene von Caya anzugreifen. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit gegenüber den Franzosen ignorierten die Alliierten jegliche Befehle und flohen unmittelbar nach Elvas und Campo Maior. Sie flüchteten größtenteils unversehrt, da Latour-Maubourg sie ignorierte und stattdessen seine Kavallerie gegen die Linien der spanischen Infanterie einsetzte.

      Dennoch war der Angriff auf die spanische rechte Flanke nicht unmittelbar entscheidend für den Ausgang der Schlacht. Da sich der Nebel gelichtet hatte, konnten die Spanier die zahlenmäßige Unterlegenheit der gegnerischen Armee erkennen und formierten sich. Das Musketen-Duell zwischen den beiden Seiten hatte kaum begonnen, als die französische Kavallerie erschien; die leichte Kavallerie näherte sich von der Spitze der Anhöhe, während Latour-Maubourgs Dragoner von hinten aufrückten. Als Antwort formierte Mendizabal seine Truppen in zwei riesige durch die Artillerie unterstützte Karrees. Obwohl sie anfänglich der französischen Kavallerie standhalten konnten, wurden sie ein leichtes Ziel für die französische Infanterie und Artillerie. Ein spanischer Infanterist erzählte später: „Ihre Artillerie ging auf höchst schreckliche Weise vor. Sie formten sich zuerst als Oval und später in eine willkürliche Aufstellung, so dass die Kavallerie in der Lage war, die gegnerischen Reihen zu durchstoßen und Gefangene zu nehmen.“ Folglich besiegte Briches leichte Kavallerie die zwei spanischen Truppenkonzentrationen ohne große Schwierigkeit und die Schlacht war praktisch beendet. Einige der spanischen Regimenter zerstreuten sich, viele kapitulierten und andere vereinigten sich, um sich gemeinsam den Weg nach Badajoz oder an die portugiesischen Grenze zu erkämpfen.

      Der Kampf war ein herber Rückschlag für die Anglo-Spanisch-Portugiesische Allianz. Wellington hatte zuvor die spanischen Generäle gewarnt, dass die Armee von Extremadura der letzte Truppenteil war, den ihr Land besäße, und schrieb später, dass „die Niederlage von Mendizabal das größte Unglück ist, das nicht vorherzusehen war, aber dennoch eingetroffen ist.“ Die Armee wurde im Wesentlichen zerstört; obwohl 2.500 Mann Infanterie nach Badajoz und eine etwas kleinere Anzahl nach Portugal entkamen, wurden 1.000 Spanier getötet oder verwundet, 4.000 wurden gefangen genommen und 17 Kanonen gingen verloren. Die Franzosen hatten nur geringe Verluste zu vermelden. Soult meldete zunächst 30 Tote und 140 Verwundete. Diese Angaben wurden schließlich auf ungefähr 400 Opfer, hauptsächlich von der Kavallerie, korrigiert.


      Ein Nachspiel-Szenario und Ordres de Bataille findet man u.a. hier:
      sites.google.com/site/honourscenarios/scenario-gevora-1811

      Ein "follow-up" zum gestrigen Szenario Mora.



      was war sonst noch los:
      197: Lugdunum (die blutigste Schlacht zwischen römischen Armeen)
      1184: 2.Schlacht von Uji
      1408: Bramham Moor (Percy Rebellion)
      1476: Beginn der Belagerung von Grandson
      1649: 2.Schlacht von Guararapes (Pernambuco Insurrection, Brasilien)
      1695: 2. Seegefecht von Karaburun (oder Oinousses Inseln, oder Battaglia di Spalmadori)
      1798: Jérémie
      1802: Dondon und Marmelade
      1807: Eroberung von Stolp
      1810: Valverde de Leganes
      1863: Krzywosadz
      1942: Beginn der Schlacht um Timor (Pazifik)
      1943: Beginn der Schlacht am Kasserine Pass
      1945: Beginn der Schlacht von Iwojima


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      20.2.:
      the daily feature:
      1815: USS Constitution gegen HMS Cyane und HMS Levant (Naval)


      HMS Cyane (benannt nach der griechischen Nymphe Kyane) war eine im Jahre 1806 in Topsham bei Exeter gebaute hölzerne leichte Fregatte der britischen Royal Navy.
      Bekannt wurde das Schiff vor allem durch das Gefecht und die Niederlage gegen die amerikanische Fregatte USS Constitution, bei dem es von selbiger gekapert wurde und als Prise in die USA gelangte.

      Der Bauauftrag für die Cyane erfolgte im Januar 1805 als Columbine. Im Dezember wurde das Schiff umbenannt. Es gehörte zur Banterer-Klasse, Schiffen 6. Ranges (6th Rate). Im Gegensatz zu anderen Schiffen dieses Ranges, die als Glattdecker konzipiert waren, gehörte die Banterer-Klasse zu einem Typ von Fahrzeugen in Fregatten-Auslegung mit Achterdeck und Back. Die Schiffe waren ursprünglich für eine Hauptbewaffnung aus 22 9-Pfünder-Kanonen als Hauptbatterie und 10 weiteren Geschützen auf den Aufbauten vorgesehen, erhielten aber als Hauptbewaffnung bald 32-Pfünder-Karronaden. Obwohl die Zahl der mitgeführten Geschütze weit höher war, wurden die Schiffe der Banterer-Klasse nominell jedoch nur als 22-Kanonen-Schiffe bezeichnet. Die Cyane sollte in erster Linie für Geleitschutzaufgaben und zur Bekämpfung von Kaperschiffen eingesetzt werden.

      In Dienst gestellt wurde das Schiff im März 1807. Die Cyane wurde zunächst in der Ostsee eingesetzt, wo sie unter anderem an den Operationen gegen die dänische Hauptstadt Kopenhagen teilnahm. Ab 1808 tat sie dann im Mittelmeer Dienst, wo sie zuerst acht Handelsschiffe und schließlich im Mai das spanische Kaperschiff Medusa eroberte. Die Medusa war im Übrigen das letzte spanische Schiff, das von den Briten genommen wurde, bevor sich Spanien gegen Napoleon wandte. Im Juni segelte die Cyane nach Mallorca, wo ihr Kommandant Capt. Thomas Staines Verhandlungen zwischen antinapoleonischen spanischen Widerstandskämpfern und der britischen Admiralität initiierte.

      Am 8. Mai 1809 kaperte die Cyane zuerst in der Nähe von Neapel einen Bomben-Ketsch und war daraufhin bis Ende Juni in zahlreiche Gefechte mit kleineren Einheiten, sowie mit der französischen Fregatte Ceres verwickelt. Dabei wurde sie letztendlich derart schwer beschädigt, dass sie zur Überholung zurück nach England musste. Der Rumpf der Cyane war dabei von zahlreichen Kanonenkugeln getroffen und die Takelage unbrauchbar geschossen worden. Captain Staines hatte zudem seinen linken Arm verloren. Der Cyane war es allerdings gemeinsam mit ihren Begleitschiffen gelungen, insgesamt 20 französische Kanonenboote zu kapern sowie zwei Polacker und vier weitere Kanonenboote zu zerstören. Aufgrund von außerordentlicher Tapferkeit während dieser Gefechte wurde Captain Staines wenig später zum Ritter geschlagen, die anderen Besatzungsmitglieder wurden, sofern sie zu diesem Zeitpunkt noch am Leben waren, 1847 postum ausgezeichnet.

      Im Januar 1810 segelte die Cyane mit einem Konvoi nach Südamerika, 1811 befand sie sich in heimatlichen Gewässern und 1812 auf der Jamaica-Station. Am 11. Juli 1812 eroberte sie das französische Kaperschiff Serene, welches sich auf dem Weg nach New Orleans befand. Zusammen mit Venerable nahm sie am 20. Januar 1814 nach viertägiger Jagd die französische Fregatte Iphigenie.
      Am Abend des 20. Februar 1815, als das Schiff unter dem Kommando von Captain Gordon Falcon gerade gemeinsam mit der HMS Levant unter dem Kommando des Captain the Honourable George Douglass vor der Küste Afrikas zwei Konvois eskortierte, sichtete die Besatzung eine Fregatte, welche die Verfolgung der britischen Schiffe aufgenommen hatte. Diese stellte sich bald als die USS Constitution (54 Kanonen) unter dem Kommando von Capt. Charles Stewart heraus. Obwohl der Britisch-Amerikanische Krieg bereits am 24. Dezember 1814 offiziell beendet worden war, kam es dennoch zu einem Kampf zwischen den britischen Kriegsschiffen und der Constitution. Die Amerikaner hatten zu dem Zeitpunkt noch keine offiziellen Informationen über den Friedensschluss erhalten, die Briten wiederum wollten die Zerstörung bzw. Aufbringung der Konvois verhindern. Zudem glaubten die britischen Kommandanten, die Constitution gemeinsam erobern oder zumindest von den Konvois ablenken zu können. Da aber die Reichweite der 24-Pfünder-Kanonen des amerikanischen Schiffes die der Karronaden von HMS Cyane und HMS Levant weit übertraf, konnte die Constitution das Gefecht aus einer sicheren Distanz von 600 Yards eröffnen. Bereits nach 40 Minuten musste die Cyane kapitulieren, wenige Stunden später folgte die Levant, die sich unmittelbar nach Gefechtsbeginn zwecks Reparaturen zurückzog, das Gefecht dann aber nach der Niederlage der Cyane erneut aufnahm. Beide Schiffe wurden von der Constitution als Prisen genommen.


      Am 12. März wurden die drei Schiffe, die bei Porto Praya/Kap Verdische Inseln (damals Portugal) vor Anker lagen, von einem überlegenen britischen Geschwader (von den britischen großen Fregatten Acasta, Leander und Newcastle) überrascht. Die Levant konnte dabei unter Verletzung portugiesischer Hoheitsrechte von den Briten zurückerobert werden, Cyane und Constitution entkamen. Die Cyane erreichte die USA am 10. April 1815. Die Amerikaner bezahlten eine Ablöse an Großbritannien (das Schiff war ja nach Abschluss des Friedensvertrages gekapert worden) und übernahmen sie als USS Cyane in die US Navy.


      Der Vollständigkeit halber:
      Die HMS Levant war ein britisches 22-Kanonen-Schiff, das 1813 im englischen Chester gebaut wurde. Sie war eines von fünf Kriegsschiffen der Royal Navy, die im Britisch-Amerikanischen Krieg von der schweren Fregatte USS Constitution erobert beziehungsweise zerstört wurden.

      Die Levant wurde als eines von sechzehn Schiffen der Cyrus-Klasse gebaut. Der Entwurf des Surveyors William Rule basierte auf den Linien der französischen Prise Bonne Citoyenne, war dieser gegenüber jedoch deutlich verkleinert. Konstruktiv waren diese Fahrzeuge vollgetakelte Glattdecker. Sie waren bis 1817 als Schiffe 6. Ranges klassifiziert, danach als Sloops. Der Stapellauf der Levant erfolgte im Dezember 1813. Die Bewaffnung des Schiffs wird in der Literatur unterschiedlich mit 20, 21 und 22 Geschützen angegeben.

      Der erste Kommandant der Levant war Alexander Jones, der am 28. April 1814 von George Douglass abgelöst wurde. Unter seinem Kommando unternahm das Schiff eine ausgedehnte Reise, die es von England nach Quebec und von dort nach Gibraltar führte.


      Noch eine feine Aktion für unsere Flotten von "Black Seas". Nach Beendigung des Lockdowns möchte ich auch wieder mehr Seegefechte spielen. Passendes Gelände ist schon in Planung/Arbeit......



      was war sonst noch los:
      1305: Happrew (ungefähres Datum)
      1499: Hard
      1809: Ende der 2. Belagerung von Saragossa
      1810: Vich (oder Vic)
      1813: Salta (Spanisch-Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg)
      1827: Ituzaingó
      1862: Valverde (Tag 1)
      1863: Zarnowiec
      1864: Olustee
      1865: Fort Myers
      1942: Seeschlacht in der Straße von Badung (Pazifik)


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      21.2.:
      the daily feature:
      1862: Valverde (Tag 2)


      Die Schlacht von Valverde , auch Battle of Valverde Ford, wurde von 20. bis 21. Februar 1862 in der Nähe der Stadt Val Verde an einer Furt des Rio Grande im New Mexico Territory ausgefochten.

      Der konföderierte Brigadegeneral Henry Hopkins Sibley plante mit seiner Armee in New Mexico einzudringen, die Streitkräfte der Union zu besiegen, die Hauptstadt Santa Fe zu erobern und dann nach Westen zu marschieren, um Kalifornien zu erobern und es dem Territorium der Konföderation hinzuzufügen. Sibleys erster Schritt bestand darin, eine Armee in El Paso, Texas, zu sammeln und sie durch das konföderierten Arizona nach Norden nach Fort Thorn zu führen. Von dort aus würde er den Rio Grande entlang vordringen und die Wüste der Jornada del Muerte meiden , um Fort Craig und dessen Vorräte zu erobern und die Armee unter Oberst Edward Canby besiegen. Am 3. Januar 1862 verließ Sibley El Paso mit drei Regimentern und einem Teilregiment berittener Texaner, bestehend aus 2.510 Offizieren und Männern. Fort Craig, 225 km nördlich von El Paso, war das größte Hindernis auf seinem Weg. Canby erwartete ihn dort mit 3.800 Männern, von denen die meisten Infanteristen waren. Nur 1.200 von Canbys Männern waren erfahrene Soldaten. Der Rest bestand aus 2.000 Freiwilligen aus New Mexico, 100 Freiwilligen aus Colorado und 500 Milizen. Kit Carson befehligte das Erste Regiment der neuen mexikanischen Freiwilligen.

      Sibley führte seine Brigade am Abend des 13. Februar bis auf 15 Meilen südlich von Fort Craig. Er beurteilte das Fort als zu stark, um angegriffen zu werden, und stellte seine Brigade für die nächsten drei Tage in einer Linie auf, in der Hoffnung, die Unionstruppen ins Freie zu locken, aber Canby, der seinen freiwilligen Truppen nicht vertraute, weigerte sich anzugreifen.

      Da ihre Rationen nur wenige Tage hielten, konnten die Konföderierten nicht auf unbestimmte Zeit warten. Bei einem Kriegsrat am 18. befahl Sibley der Armee, den Rio Grande zu überqueren und die Ostseite des Flusses hinauf zur nahe gelegenen Furt von Valverde zu marschieren, sechs Meilen nördlich von Fort Craig, in der Hoffnung, die Kommunikation der Union zwischen dem Fort und ihrem Hauptquartier in Santa Fe zu unterbrechen.

      Am 20. befand sich die konföderierte Armee unter dem Schutz der Hügel zwischen ihr und dem Fluss gegenüber von Fort Craig. Der Konföderierte Oberst Thomas Green versuchte, Artillerie auf den Höhen mit Blick auf den Fluss und das Fort zu platzieren, aber Canby hatte die Bewegung vorausgesehen, welche die Texaner zwang, in der Nacht des 20. ein "trockenes Lager" zu errichten. Gegen Mitternacht versuchte Union Captain James Craydon, ein paar Streikposten der Rebellen in die Luft zu jagen, indem er Maultiere mit Fässern geschmolzenen Schießpulvers in die Linien der Konföderierten schickte, aber die treuen alten Maultiere der Armee bestanden darauf, zurück zum Lager der Union zu wandern, bevor es sie in Stücke zerriß. Obwohl die einzigen Opfer zwei Maultiere waren, lösten die Explosionen eine Stampede bei eine Herde konföderierter Rinder und Pferde in die Linien der Union aus und beraubten so die Truppen von Green einiger dringend benötigter Vorräte und Pferde.

      Am nächsten Morgen, dem 21. Februar, sandte Sibley eine Vorhutabteilung, bestehend aus vier Kompanien der 2. Texas Mounted Rifles unter dem Kommando von Major Charles Pyron, auf Spähtrupp zur Valverde-Furt, wobei die 4. Texas Mounted Rifles unter Oberstleutnant William Read Scurry knapp dahinter folgten. Der Rest der Brigade blieb im Lager und wollte später folgen.

      Unionsscouts informierten Canby über die Bewegungen der Konföderierten in Richtung Norden. Canby schickte dann eine gemischte Truppe aus Infanterie , Kavallerie und Artillerie unter dem Kommando von Oberst Benjamin S. Roberts von der 5. New Mexico Infanterie zur Furt. Infanterie und Artillerie verlangsamten die Kolonne, also schickte Roberts Major Thomas Duncan mit der Kavallerie voraus, um die Furt zu sichern. Nach Roberts 'Abmarsch sandte Canby zusätzliche Verstärkung aus der Garnison des Forts und beauftragte mehrere Kompanien von Freiwilligen aus New Mexico, "die Bewegungen des Feindes zu beobachten, seine Flanken und Rücken zu bedrohen und seine Bewegungen so weit wie möglich zu behindern".

      Als die Konföderierten unter Pyron auf der Ostseite der Valverde-Furt ankamen, stellten sie fest, dass die Streitkräfte der Union bereits dort waren und ihren Durchgang blockierten. Pyron schickte Verstärkung aus dem 4. Texas, während seine Männer in einem alten Flussbett Deckung suchten, das als ausgezeichnete Verteidigungsposition diente. Trotz eines zahlenmäßigen Vorteils deployierte die Kavallerie der Union zunächst in einer Pläklerlinie ein, anstatt zu versuchen, die Konföderierten aus ihrer Position zu vertreiben. Dies zwang die Artillerie der Union, am Westufer des Rio Grande zu bleiben.

      Als Scurry ankam, setzte er sein Regiment zu Pyrons Rechten ein, mit der Regimentsartillerie auf der linken Seite der Konföderierten. Obwohl sie eine zahlenmäßige Überlegenheit erlangt hatten, waren die Konföderierten größtenteils mit Schrotflinten und Pistolen mit kurzer Reichweite bewaffnet, die die dreihundert Meter entfernten Positionen der Union nicht erreichen konnten. Die Haubitzen der Konföderierten konnten auch die Artillerie der Union am anderen Ufer des Flusses nicht erreichen. In der Zwischenzeit befahl Canby den meisten Soldaten der verbleibenden Garnison in Fort Craig, nach Valverde zu marschieren, und ließ nur einige Milizen zurück, um das Fort zu bewachen. Als er ankam, verlegte Canby den größten Teil seines Kommandos, einschließlich der Artillerie, an das Ostufer und ließ die ersten New Mexico Volunteers unter Carson und die Second New Mexico Volunteers unter Oberst Miguel Piño am Westufer als Reserve zurück.

      Am frühen Nachmittag kamen der Rest der konföderierten Streitkräfte, die 5. Texas Mounted Rifles unter Oberst Thomas Green und ein Bataillon der 7. Texas Mounted Rifles unter Oberstleutnant John Sutton auf dem Schlachtfeld an. Die Konföderierten benötigten schon dringend Wasser, doch den Zugang zum Wasser verweigerten die verteidigenden Unionstruppen. Sibley, der am Morgen bei den Wagen geblieben war, gab das Kommando über die Brigade auf und Green übernahm das Kommando, übergab sein Kommando über das 5. Texas an Major Samuel Lockridge. Gegen 14.00 Uhr ermächtigte Green eine Lanzierkompanie einen Angriff gegen eine ihrer Meinung nach unerfahrene New Mexico-Kompanie der Union zu erheben. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei den Unionssoldaten um eine Colorado Kompanie handelte, die den Angriff ohne zu brechen abwehrte. Zwanzig der Lanziere wurden während Angriffs getötet oder verwundet, wobei fast alle Pferde verwundet oder ebenfalls getötet wurden. Als sie zur konföderierten Linie zurückkehrten rüstete sich die Lanzierkompanie mit Pistolen und Schrotflinten auf und kämpfte weiter in der Schlacht. Dies war der erste und gleichzeitig letzte Lanzier-Angriff des amerikanischen Bürgerkriegs.

      Gegen 16:00 Uhr schien die Union den Vorteil in der Schlacht zu haben. Canby entschied, dass ein massiver Frontalangriff scheitern würde und beschloss stattdessen, die Linke der Konföderierten anzugreifen. Zu diesem Zweck befahl er einer seiner Batterien, sich näher an der Linie der Konföderierten zu bewegen, und verlegte mehrere Kompanienan seine Rechte, darunter Carsons erstes New-Mexico-Regiment, das den Fluss überquerte und seinen Platz in der Linie einnahm. Diese Neupositionierung der Truppen schwächte jedoch das Zentrum der Unionslinie und die Batterie zu Canbys Linker. In der Hoffnung, den Angriff der Union aufzuhalten, befahl Green Major Henry Raguet die Union mit seinem Bataillon direkt anzugreifen. Dieser Angriff wurde durch Frontalfeuer und einen Flankenangriff aus dem 1. New Mexico abgewehrt, und die Union rückte direkt nach den sich zurückziehenden Konföderierten vor.

      Zu diesem Zeitpunkt befahl Green dem rechten Flügel der Konföderierten unter dem Kommando von Scurry das Zentrum der Union und die Batterie auf der linken Seite anzugreifen. Die Angriffstruppe von 750 Mann war in drei aufeinanderfolgende Wellen aufgeteilt. Die Konföderierten waren größtenteils durch ihren verzweifelten Bedarf an Wasser motiviert, der nur erreicht werden konnte, indem die Unionstruppen vertrieben wurden, die ihren Zugang zum Rio Grande blockierten. Der Schock des Angriffs der Konföderierten schlug mehr als die Hälfte der die Batterie unterstützenden Truppen in die Flucht. Lockridge wurde während des Angriffs tödlich verwundet. Die Federals konterten mit einem Kavallerieangriff, aber die Hauptstreitkräfte der Konföderierten drängten weiter auf Canbys linke Flanke, erbeuteten sechs Artilleriegeschütze und brachen die Kampflinie der Union, was bald zu einem panischen Rückzug sowohl der regulären Truppen als auch der New Mexico-Freiwilligen führte. Sibley wollte gerade einen weiteren Angriff befehlen, als Canby eine weiße Flagge schickte und um einen Waffenstillstand bat , um die Leichen der Toten und Verwundeten zu entfernen, dem Sibley als Gentleman zustimmte. Canby schaffte es, seine Männer zu reorganisieren, abzüglich etwa 200 Deserteure unter den Freiwilligen in New Mexico, und befahl einen Rückzug nach Fort Craig, wobei die Straße nach Norden in Richtung Santa Fe für die Konföderierten offen blieb.

      Die Konföderierten, die im Besitz des Schlachtfeldes waren, errangen den Sieg, erlitten jedoch erhebliche Verluste.



      was war sonst noch los:
      1339: Parabiago
      1543: Wayna Daga
      1796: La Bégaudière (Vendée)
      1804: Sremcica
      1808: Hämeenlinna (Beginn des Finnischen Krieges)
      1849: Gujrat (2. Anglo-Sikh-Krieg)
      1863: Nowa Wies
      1864: Opatów
      1916: Beginn der Schlacht um Verdun
      1945: Ende der Schlacht um Monte Castello


      CU tomorrow .....

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      22.2.:
      the daily feature:
      1744: Toulon


      Die Seeschlacht bei Toulon (manchmal auch Seeschlacht am Cap Sicié) am 22. Februar 1744 fand im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges statt. Es standen sich die verbündeten Flotten von Frankreich und Spanien auf der einen und die britische Mittelmeerflotte auf der anderen Seite gegenüber. Dabei befanden sich Großbritannien und Frankreich offiziell noch nicht miteinander im Kriegszustand, unterstützten aber ihre jeweiligen Verbündeten. Die verbündeten Spanier und Franzosen verließen den Hafen Toulon. Sie trafen auf die britische Flotte und es kam zu einer Schlacht, an der jeweils nur ein Teil der Schiffe beteiligt war. Beide Seiten beanspruchten hinterher wenig glaubhaft den Sieg für sich. Insbesondere in Großbritannien wurde den Befehlshabern Versagen vorgeworfen. Es kam zu einem spektakulären Kriegsgerichtsprozess, bei dem unter anderem der Admiral Thomas Mathews schuldig gesprochen wurde und seinen Posten verlor.

      Ludwig XV. kam im Oktober 1743 mit Spanien überein, sich am Krieg gegen Großbritannien und das Königreich Sardinien im Mittelmeer zu beteiligen. Dafür unterstützte Frankreich ausdrücklich die spanischen Erbansprüche auf die habsburgischen Besitzungen in Italien. Auch Gibraltar und Mahon sollten bei einem Sieg an Spanien fallen. Die offene Kriegserklärung blieb zunächst noch aus. In der zweiten Hälfte des Jahres 1743 versuchten die Spanier unter Admiral Juan José Navarro, in Genua zu landen. Die englische Flotte verhinderte diesen Vorstoß und zwang die spanische Flotte dazu, sich nach Toulon zurückzuziehen. Wegen der Übermacht der Briten zur See musste die Flotte dort die nächsten Monate verbringen.

      Der englische Admiral Thomas Mathews sah es als seine Hauptaufgabe an, das Auslaufen der Spanier aus Toulon zu verhindern. Er setzte die französischen Behörden unter Druck. Auch gegen das spanienfreundliche Genua übte er Druck aus und behinderte den Handel. Sowohl Genua als auch Frankreich ließen dies zunächst geschehen, weil es ihnen an Machtmitteln fehlte. Von Genua verlangte Mathews sogar die Abtretung des Hafens von Finale.

      Die spanische Regierung wandte sich an Ludwig XV. und bat um Hilfe. Der König befahl dem damals fast 80-jährigen Admiral Claude-Elisee de Court la Bruyere, mit der französischen Mittelmeerflotte die Spanier entweder nach Genua oder zurück nach Spanien zu geleiten. Nur wenn die französische Flotte angegriffen werden sollte, durfte sie sich wehren. Die spanische Flotte konnte sich nicht vollständig am Auslaufen beteiligen, da für vier Fregatten die nötige Besatzung fehlte. Die gesamte gemeinsame Flotte bestand aus 27 Kriegsschiffen. Darunter waren 8 Fregatten. Die Flotte verfügte über 1970 Geschütze.

      Mathews hatte von dem bevorstehenden Ausbruch erfahren. Er zog die Mehrzahl der englischen Schiffe bei den Îles d’Hyères zusammen. Er verfügte über 30 Linienschiffe, 13 Fregatten und 5 Brander. Weitere zwei Schiffe beobachteten den Hafen von Toulon. Die englische Flotte hatte 2434 Geschütze.

      Die vereinigte spanisch-französische Flotte lief am 20. Februar 1744 aus, und die Linienschiffe nahmen eine Schlachtlinie ein. Diese war in eine Vorhut, die Mitte und eine Nachhut gegliedert. Die britische Flotte verfolgte seit dem 21. Februar die gegnerischen Schiffe. Der französische Admiral seinerseits befahl den Angriff. Allerdings kam es an diesem Tage wegen Windmangels nicht zu einem Gefecht. Am nächsten Tag war der Wind günstiger. Mathews hatte seine Flotte ähnlich wie der Gegner gegliedert. Die Vorhut stand unter dem Befehl von Konteradmiral Rowley. Die Mitte befehligte Mathews selbst. Die Nachhut stand unter dem Kommando von Vizeadmiral Richard Lestock.

      Die britische Vorhut und ein Großteil der französischen Schiffe entfernte sich nach Süden. Die britische Nachhut war zu diesem Zeitpunkt noch zu weit entfernt, um sich an der Schlacht beteiligen zu können. Die Schiffe unter Mathews und die spanischen Schiffe trafen gegen Mittag auf der Höhe des Kaps Sicié aufeinander. Das britische Flaggschiff, die Namur, mit 90 Kanonen scherte zusammen mit zwei weiteren Schiffen aus der Schlachtlinie aus, um das gegnerische Flaggschiff, die Real Felipe mit 110 Geschützen und dessen Begleitschiffe anzugreifen. Teilweise ging das Artilleriegefecht in Nahkämpfe über.

      Die Spanier verteidigten sich heftig. Das britische Flaggschiff war manövrierunfähig und musste die Schlacht verlassen. Das spanische Flaggschiff verlor alle Masten, wehrte sich aber weiter. Gegen 5 Uhr griffen die Briten das spanische Flaggschiff erneut an, diesmal auch mit Brandern. Dieser Angriff misslang und spanische Schiffe vertrieben die britischen Begleitschiffe. Die beiden gegnerischen Geschwader sammelten sich.

      Währenddessen war es zwischen den Schiffen der britischen Vorhut und den französischen Schiffen nur zu unbedeutenden Gefechten gekommen.

      Die spanisch-französische Vorhut blieb ohne Gegner. Ihr Versuch, zu wenden und die Briten von der anderen Seite anzugreifen, scheiterte an Gegenmaßnahmen dreier britischer Kommandanten, die dafür bewusst anders lautende Befehle missachteten. Für dieses Verhalten wurden sie später zunächst entlassen. In der Folge wurde die Strafe wieder aufgehoben. Kapitän Edward Hawke verließ die Linie, griff erfolgreich ein gegnerisches Schiff an und nahm dieses als Prise.

      Das Einbrechen der Dunkelheit sorgte letztlich dafür, dass Mathews mit seinem Geschwader nicht mehr die spanischen Schiffe angreifen und klar besiegen konnte. Die Spanier verloren ein Schiff vollständig. Drei waren stark beschädigt und das Flaggschiff weitgehend gefechtsunfähig. Auch das britische Flaggschiff und ein weiteres Schiff waren so stark beschädigt, dass sie geschleppt werden mussten. Auch weitere britische Schiffe hatten teilweise erhebliche Schäden davongetragen. In der Nacht herrschte ein heftiger Wind, der beide Flotten auf das offene Meer hinaus trieb. Am nächsten Tag kam es noch zu einigen kleineren Gefechten.

      Der spanischen und französischen Flotte gelang es bis zum Abend, sich zu sammeln. Sie formierten sich zu einer Erneuerung der Schlacht. Auch die Briten machten sich zur Schlacht bereit. Erneut verhinderte die Nacht ein Aufeinandertreffen beider Flotten. Während der Nacht sorgte der starke Wind dafür, dass die beiden Flotten am nächsten Morgen weit voneinander entfernt waren. Am nächsten Tag sollte Vizeadmiral Lestock den Gegner verfolgen, während Mathews selbst in Richtung Menorca segelte. Dort angekommen, befahl er Lestock, die Flagge einzuholen und nach England zurückzukehren. Die französische Flotte lief am 27. Februar in Alicante ein. Die spanische Flotte erreichte Cartagena am 7. März. Später vereinigte sie sich wieder mit den Franzosen.

      Beide Seiten beanspruchten den Sieg für sich. Den verbündeten Franzosen und Spaniern war es gelungen, Toulon zu verlassen und Spanien zu erreichen. Es gelang ihnen aber nicht, die Seeherrschaft im Mittelmeer zu erringen. Durch die in der Schlacht entstandenen Schäden sah sich die Flotte in der nächsten Zeit gezwungen, im Hafen zu bleiben. Philipp V. erhob Navarro zum Marquis de la Victoria und ernannte ihn zum Generalleutnant der Flotte. Auf Regierungsebene beschuldigte Spanien Frankreich eines falschen Spiels. Die Franzosen hätten sich weitgehend aus der Schlacht herausgehalten. Der französische Admiral wurde zu einer Untersuchung nach Versailles geladen und fiel in Ungnade. Die englische Flotte litt nur kurze Zeit an den Folgen des Gefechts und wurde zudem weiter verstärkt.

      Mathews kehrte nach Großbritannien zurück. In der Öffentlichkeit und im Unterhaus wurde über das wenig ruhmreiche Ergebnis der Schlacht debattiert. Lestock, Mathews und elf Kapitäne mussten sich schließlich vor dem Kriegsgericht verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, ihre Pflicht nicht erfüllt zu haben. Ein Angeklagter floh ins Ausland, einer starb vor der Urteilsverkündung. Nur zwei Offiziere wurden freigesprochen. Darunter war auch Lestock. Die übrigen, auch Admiral Mathews, wurden aus der Flotte entlassen und verloren ihren Rang. Mathews war vorgeworfen worden, die Schlacht begonnen zu haben, ohne auf die Unterstützung von Lestock gewartet zu haben.


      Obwohl heute u.a. auch viel Napoleonisches stattfand habe ich ein Seegefecht ausgewählt - aus dem österreichischen Erbfolgekrieg, der sonst nur für seine Landschlachten berühmt ist.


      was war sonst noch los:
      1316: Picotin
      1461: 2nd St. Albans
      1503: Ruvo di Puglia
      1734: Beginn der Belagerung von Danzig
      1782: Montserrat
      1797: Lovadina und Fontigo
      1809: Consuegra
      1813: Müncheberg und Gölsdorf
      1814: Mondicourt
      1814: Mery-sur-Seine
      1847: Buena Vista
      1864: Okolona
      1864: Beginn des First Battle of Dalton
      1865: Wilmington
      1894: Tegucigalpa
      1899: 2nd Caloocan (oder 2nd Manila)


      CU tomorrow ......

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      23.2.:
      the daily feature:
      1885: Đồng Đăng (Tonkin-Kampagne)


      Die Schlacht von Đồng Đăng (23. Februar 1885) war ein wichtiger französischer Sieg während des chinesisch-französischen Krieges.

      Die Schlacht wurde als Anhängsel der Lang So'n Kampagne (3. bis 13. Februar 1885) ausgetragen, in der die Franzosen die Basis der Guangxi-Armee in Lang So'n eroberten.

      Am 16. Februar verließ General Louis Brière de l'Isle, der Kommandeur des Tonkin-Expeditionskorps, Lạng Sơn mit Giovanninellis 1. Brigade, um die Belagerung von Tuyen Quang zu erleichtern. Vor seiner Abreise befahl er General Oscar de Négrier , der mit der 2. Brigade in Lạng Sơn bleiben würde, in Richtung der chinesischen Grenze vorzustoßen und die angeschlagenen Überreste der Guangxi-Armee von tonkinischem Boden zu vertreiben. Nachdem De Négrier die 2. Brigade mit Essen und Munition versorgt hatte, griff er die Guangxi-Armee in Đồng Đăng an.

      Die Chinesen hatten eine extrem starke Position aufgebaut, die sich auf einem 300 Meter hohen Kalksteinplateau befand, das sich westlich der Mandarin Road erhob und genau nach Norden von Đồng Đăng bis zum Tor von China und darüber hinaus nach China selbst führte. Dieses Massiv überblickte Đồng Đăng und die Wege an das Tor von China und hatte eine steile Felswand nach Südosten. Es konnte nur auf seiner Westseite bestiegen werden, und die Chinesen hatten auf ihrem Gipfel direkt hinter Đồng Đăng eine geschützte Artillerieposition eingerichtet, die die steilen Westhänge überwachte, die ein Angreifer erklimmen musste. Auf dem Gipfel waren eine Reihe von Infanterielagern und mehrere andere Artillerie-Stellungen errichtet worden.

      Die linke Seite der chinesischen Position lag entlang der Hügel direkt östlich der Mandarin Road, die von den erhöhten Infanterie- und Artilleriepositionen auf dem Kalksteinmassiv bedeckt waren. Diese Positionen waren gegen einen Frontalangriff ziemlich sicher, solange das Massiv selbst in chinesischer Hand blieb. Um eine Position zu erreichen, von der aus sie das Kalksteinmassiv angreifen könnten, müssten die Franzosen zuerst Đồng Đăng nehmen, das ihnen direkt im Weg lag. Die Chinesen hatten ihren rechten Flügel in und um Đồng Đăng positioniert. Die kleine tiefliegende Stadt war der schwächste Punkt in der chinesischen Position, aber die Chinesen hatten alles getan, um sie zu stärken, indem sie drei starke Festungen auf den Hügeln im Westen mit Blick auf die Dörfer Dong Tien und Pho Bu und das That Ke Tal errichteten. Diese Stützpunkte, die 'westlichen Festungen', waren durch eine Verteidigungslinie verbunden, die Đồng Đăng selbst einbezog. Die Chinesen konnten sich auch auf den Đồng Đăng-Strom verlassen, einen schnell fließenden Arroyo, der über die gesamte Front ihrer Linie lief, um als Wassergraben für ihre Verteidigung zu fungieren und jeden französischen Angriff zu verlangsamen.

      Die französische Angriffssäule verließ Lạng Sơn am 23. Februar um 8 Uhr morgens und folgte der Mandarin Road in Richtung Đồng Đăng. Die Straße schlängelte sich entlang der Unebenheiten, die die steilen Berge trennten, und führte durch eine Reihe kleiner, verlassener Dörfer. Um sich vor einem möglichen chinesischen Überraschungsangriff zu schützen, ging Chef de Bataillon Tonnot mit einem ungewöhnlich starken Vorhut voran - Diguets Legionsbataillon, de Saxcés Batterie, die Skirmisher der Tonkin Rifles und die Kavallerie. Herbinger folgte mit dem Rest der Infanterie und Roperhs Batterie. Das 143. Bataillon wurde für den Tagesbetrieb in einzelne Kompanien aufgeteilt. Eine Kompanie marschierte mit dem Hauptkörper, eine zweite bildete die Nachhut, und die restlichen beiden wurden als Eskorte für die beiden Artillerie-Batterien abgesetzt.

      Um 9.30 Uhr betrat die französische Avantgarde das Dorf Tham Lon und entdeckte einige unbesetzte chinesische Festungen über dem nahe gelegenen Weiler Ban Vinh. Kurz darauf wurde es von einer Gruppe chinesischer Plänkler beschossen, welche dadurch ihre Kameraden vor dem französischen Vordringen warnen wollten. Ihr Feuer war nicht gefährlich und die Franzosen drängten weiter, um nach Terrain zu suchen, auf dem sie sich in einer Schlachtlinie aufstellen konnten. Tonnot setzte einen Teil der Batterie von de Saxcé ein, um bei Bedarf Deckungsfeuer zu geben, aber die Chinesen fielen zurück und nahmen einen Anstieg im rechten Winkel zur Straße ein. Sie wurden von anderen Truppen unterstützt und begannen auf die Spitze der französischen Kolonne zu schießen.

      Die französische Avantgarde begann nun, sich in den Hügeln auf beiden Seiten der Mandarin Road zu stationieren, um sich den chinesischen Plänklern zu stellen. De Négrier, angezogen vom Gefechtslärm, schloss sich Tonnot an der Spitze der französischen Kolonne an. Einen Kilometer nördlich von Ban Vinh befand sich ein hoher Hügel, der so aussah, als würde er einen guten Blick auf das Đồng Đăng-Tal bieten, in dem die Chinesen vermutlich verschanzt waren. Dies schien die beste Position für die französische Artillerie zu sein, und de Négrier schickte Bérards Legionskompanie nach vorne, um sie zu sichern. Eine Gruppe chinesischer Plänkler besetzte den Hügel, aber die Legionäre vertrieben sie ohne große Schwierigkeiten. De Négrier schickte einen Melder zur Hauptkolonne zurück und befahl Roperh, seine Batterie auf dem Gipfel des Hügels einzusetzen, der jetzt "Bérard Mound" getauft wurde. Während Roperh sich bemühte, seine Waffen auf den Gipfel des Bérard Mound zu bringen, fächerte sich die Avantgarde der Brigade auf beiden Seiten der Mandarin Road auf. Die Tonkin-Schützen von Kapitän Geil waren rechts von der Straße stationiert und verbanden sich mit Bérards Kompanie, während die anderen drei Kompanien des Diguet-Bataillons links stationiert waren.

      Tonnots Avantgarde hatte genug Platz gewonnen, damit der Hauptkörper der Brigade aufschließen und deployieren konnte. De Négrier schickte die Hälfte seiner Truppen zu seiner Linken und die andere Hälfte zu seiner Rechten. Diguets Legionäre und Geils Tonkinesen befanden sich nun in der Mitte der französischen Linie. De Négrier hatte bereits beschlossen, seinen rechten Flügel nach vorne zu werfen, um den Bérard Mound für seine Artillerie zu sichern, und nun beschloss er weiters, seinen linken Flügel zurück zu nehmen und die Brigade in einer diagonalen Linie von drei sich gegenseitig unterstützenden Echelons auf der Mandarin Road einzusetzen. Aber dieser Einsatz in hügeligem Gelände war eine langsame Angelegenheit, und gegen Mittag versuchten die Chinesen, beide französischen Flanken zu umfassen, in der Hoffnung, sie unvorbereitet zu fangen.

      Der chinesische Angriff auf die französische Linke, bei dem de Négrier seine Linie zurückgezogen hatte, hatte kaum Erfolgschancen. Der französische linke Flügel wurde vom Bataillon der 23. Linie gehalten, das einen Hügel südwestlich der Mandarin Road hinter und links von Diguets Legionären besetzte. Die Angreifer, die in großer Zahl aus den westlichen Festungen kamen, versuchten, das Tal hinauf nach Ban Vinh vorzurücken, um das 23. Bataillon anzugreifen. Sie hatten mehr als zwei Kilometer Zeit, um zu marschieren, und bevor sie die Hälfte dieser Strecke zurückgelegt hatten, wurden sie von einem Teil der französischen Artillerie und den drei Legionskompanien, die links von der Mandarin Road stationiert waren, beschossen. Es wurde klar, dass der Angriff nicht erfolgreich sein würde, und die Chinesen fielen zurück. Das 23. Bataillon musste bei dieser Aktion keinen Schuss abfeuern, und die Chinesen unternahmen keine weiteren Versuche, sich gegen die französische Linke zu bewegen.

      Im Gegensatz dazu wurde der chinesische Angriff auf der rechten Seite gegen Bérard Mound, der von Roperhs Batterie und seinen Begleitern sowie der Bérard's Legion Company besetzt war, mit aller Macht durchgedrückt. Die chinesische Infanterie war in beträchtlicher Stärke und wurde bei dieser Gelegenheit angemessen von ihrer Artillerie unterstützt, die begann, Roperhs Batterie von ihren Positionen auf den Klippen hinter Đồng Đăng aus anzugreifen. Die feindlichen Kanoniere fanden bald die Reichweite und nahmen, einzigartig während des Chinesisch-Französischen Krieges, die Franzosen unter gezieltes Artilleriefeuer. Durch die Geschwindigkeit und Genauigkeit des chinesischen Feuers beunruhigt, musste Roperhs Batterie ihre Position ändern. De Négrier schickte Kommandant Schoeffer nach Bérard Mound, um seine Verteidiger mit Lascombes und Gaucherons Kompanien aus seinem eigenen Legionsbataillon zu verstärken. Lascombes und Bérard führten ihre Männer dann in einem Gegenangriff gegen einen Hügel mit Blick auf die französische Position. Bérard wurde bei diesem Gegenangriff in die Brust geschossen und schwer verwundet, doch Leutnant de Féraudy übernahm sofort das Kommando über seine Kompanie und fuhr den französischen Angriff durch. Die Chinesen fielen in Unordnung zurück.

      Die Franzosen hatten beide chinesischen Flankenangriffe besiegt. Sie könnten jetzt in Betracht ziehen, selbst in die Offensive zu gehen. De Négriers Plan war eine einfache und logische dreistufige Operation. Um die Schlacht zu gewinnen, mussten die Franzosen die Chinesen vom Kalksteinmassiv werfen. Um diese Position anzugreifen, mussten sie zuerst Đồng Đăng nehmen. Um Đồng Đăng anzugreifen, ohne lähmende Opfer zu erleiden, mussten sie die chinesische Verteidigung schwächen, indem sie die westlichen Festungen reduzierten. Der erste Schritt war daher die Eroberung der westlichen Festungen.

      Ende Teil 1

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      Teil 2

      De Négrier bereitete den Angriff auf die westlichen Festungen mit einem langwierigen Artillerie-Bombardement der chinesischen Stellungen vor. Die Batterien von De Saxcé und Jourdy beschossen die chinesischen Kanonen zuerst in deren Stellungen auf dem Kalksteinmassiv und hatten sie um 13 Uhr vollständig zum Schweigen gebracht. Die französischen Batterien richteten ihre Aufmerksamkeit dann auf die chinesischen Stellungen auf den Hügeln östlich der Mandarin Road, die bis zur chinesischen Grenze zurückgingen. Bisher hatte die französische Infanterie rechts von de Négriers Linie keine Anzeichen eines Vormarsches gezeigt, und die chinesischen Verteidiger sahen keinen Grund, sich unter Artilleriefeuer zu behaupten. Da sie nicht in der Lage waren, auf die französischen Kanonen zu antworten, evakuierten sie ihre Schützengräben an den vorderen Hängen und fielen in geschütztere Positionen an den hinteren Hängen zurück. Schließlich fegten die französischen Kanonen die chinesischen Stellungen um die westlichen Festungen leer.

      Kurz vor 15 Uhr, als er feststellte, dass die Chinesen ausreichend demoralisiert waren, befahl de Négrier Herbinger, die westlichen Festungen mit dem 111. Linienbataillon und den fünf engsten Kompanien der Bataillone der Diguet- und Schoeffer-Legion zu erobern. Der Angriff würde von Geils Tonkinesen überwacht. Die Chinesen versuchten nicht, die Forts angesichts des französischen Vormarsches zu halten. Ihre rechten Bataillone gaben ihre Positionen auf und begannen, sich auf dem Weg nach That Ke zurückzuziehen. Herbinger befahl Diguets Männern, die sich zurückziehenden Chinesen ein Stück weit zu verfolgen und eine Sperrposition auf dem Weg einzurichten. Anschließend organisierte er den Rest seiner Truppen für den nächsten Schritt in de Négriers Vorhaben, den Angriff auf Đồng Đăng.

      Die meisten Häuser im südlichen Teil der Stadt waren durch das französische Artillerie-Bombardement in Brand gesteckt worden, und die Position wurde nur noch von kleinen Gruppen chinesischer Plänkler besetzt. Herbinger entschied, dass der Hauptangriff auf die Stadt vom 111. Bataillon durchgeführt werden würde, das von den Tonkinesen und mit Brunets und Michels Kompanien des Schoeffer-Legionsbataillons unterstützt wurde. Das 111. musste über einen Kilometer offenes Gelände vorrücken, unter Beschuss sowohl der Chinesen auf dem Gipfel des Kalksteinmassivs als auch einer Gruppe chinesischer Plänkler in Đồng Đăng. Die französischen Soldaten rückten zügig vor und erreichten schließlich den Fluss Đồng Đăng, 200 Meter vom Stadtrand entfernt. Hier zögerten sie, Männer fielen im Feuer des Feindes. Die Kompanieoffiziere sprangen in den Bach, um ein Beispiel zu geben, und wateten durch hüfthohes Wasser auf die andere Seite. Sobald sie auf trockenes Land geklettert waren, hatten die Soldaten nur einen Gedanken: den Schutz von Đồng Đăng zu erreichen und dem Feuer aus dem Kalksteinmassiv zu entkommen. In völliger Unordnung stürmten die jungen Soldaten des 111. Bataillons wild in die brennende Stadt, um die Distanz so schnell wie möglich zu verringern. Die erstaunten Kompanieoffiziere rannten los, um sich an die Spitze dieses spontanen Angriffs zu stellen, und schwenkten ihre Schwerter über den Köpfen, um ihre Männer zu noch größeren Anstrengungen anzuregen. Die Geschwindigkeit und Wucht dieses improvisierten Angriffs überraschten die chinesischen Plänkler völlig. Sie versuchten, Đồng Đăng zu evakuieren, waren aber nicht schnell genug. Die Soldaten des 111. Bataillons fingen Nachzügler auf den Straßen oder in Häusern und erschlugen oder bajonettierten sie. Das 111. Bataillon reformierte sich dann in Đồng Đăng, wo es von den Chinesen auf dem Kalksteinmassiv in angemessener Deckung war.

      Das 23. Bataillon, das bisher wenig von der Schlacht gesehen hatte, kam von seiner Position auf dem französischen linken Flügel hinzu, um dem Angriff mehr Gewicht zu verleihen. Herbinger führte dann beide Linienbataillone westlich des Massivs die Hänge hinauf. Schoeffers zwei Legionskompanien folgten, immer noch zur Unterstützung. Geils Tonkinesen hatte mit dem 111. nach Đồng Đăng gestürmt, und Herbinger befahl ihnen, Đồng Đăng zu sichern, während die Franzosen den Schlüsselpunkt in der chinesischen Linie angriffen.

      Nachdem das 111. Bataillon aus Đồng Đăng ausgezogen war, geriet es vom Gipfel des Massivs erneut unter tiefes Feuer. Wieder begannen Männer zu fallen, als das Bataillon so schnell wie möglich die Hänge hinaufkletterte. Faure setzte die vier Kompanien des Bataillons in Plänklerordnung ein, drei Kompanien voraus und eine zur Unterstützung. Die vordere Kompanie auf der rechten Seite, die den chinesischen Stellungen am nächsten war, erlitt die schwersten Verluste, und 2. Leutnant Émile Portier wurde im Vormarsch tödlich verwundet. Trotz seiner Verluste drängte sich der 111. zum Angriff die Hänge hinauf. Leutnant de Colomb eroberte mit seiner Kompanie den wichtigsten chinesischen Schützengraben, doch der Widerstand verstärkte sich und das gesamte Bataillon musste gegen die chinesischen Verschanzungen geworfen werden, bevor sie eingenommen wurden.

      Als der chinesische rechte Flügel in Richtung That Ke zurückfiel, warfen die Franzosen auch jene Chinesen zurück, die immer noch auf dem Gipfel des Kalksteinmassivs standen. Das 111. Bataillon und die beiden unterstützenden Legionskompanien hatten bereits den Gipfel an seiner Südspitze erreicht und bewegten sich nun am östlichen Rand entlang, um den Feind von seinen Aussichtspunkten über der Mandarin Road zu werfen. Kleine chinesische Gruppen hielten sich an mehreren isolierten Felsen fest, wurden aber bald von der französischen Infanterie aus diesen Positionen vertrieben.

      Es blieb nur eine starke feindliche Streitmacht übrig, die einen Hügel nordöstlich von Đồng Đăng hielt, der den Eingang zum Tal mit Blick auf die chinesische Grenze überblickte und die Franzosen daran hinderte, die Mandarin Road hinaufzusteigen. Geil führte seine Tonkinesen von Đồng Đăng aus vorwärts, um die Chinesen frontal festzunageln. De Saxcés Batterie befand sich auf einem Hügel nördlich von Pho Bu, von dem aus sie die Chinesen aus nächster Nähe beschiessen konnte, und Lascombes und de Féraudys Legionskompanien begannen, sich in ihre Flanke vorzuarbeiten. Als die Chinesen erkannten, dass ihre Position bald unhaltbar werden würde, zogen sie sich zurück, bevor sie dazu gezwungen werden konnten.

      Während sich der Feind entweder in Richtung That Ke oder zurück nach China zurückzog, befahl de Négrier den beiden führenden Kompanien von Diguets Bataillon auf dem Weg nach That Ke in Position zu bleiben, dem 111. Bataillon die Sicherung des Kalksteinmassivs, und dem Rest der Brigade zum Dorf Cua Ai und dem Tor von China aufzuschließen. Die ersten Einheiten, die das Tor von China erreichten, waren Brunets und Michels Kompanien von Schoeffers Bataillon, die das 111. Bataillon auf dem Gipfel des Kalksteinmassivs allein gelassen hatten und zurück in die Ebene geklettert waren. Das Tor selbst war durch zwei flankierende Forts geschützt, und entlang der Hänge der benachbarten Hügel waren ebenfalls Gräben gegraben worden, aber die chinesischen Truppen, die diese Verteidigungsanlagen besetzten, waren während des Kampfes vorgezogen worden, um sich ihren Kameraden um Đồng Đăng anzuschließen. Als ihre Linien brachen, verfolgten die Franzosen sie so knapp, dass sie sich in diesen Positionen nicht sammeln konnten. Infolgedessen besetzten die Legionäre das Tor von China und drangen über die Grenze nach China vor, ohne auf Widerstand zu stoßen. Der Rest der Brigade kam allmählich nach Cua Ai. Die Kompanien von Lascombes und de Féraudy auf den Hügeln östlich der Mandarin Road ins Đồng Đăng-Tal hinunter gingen erreichten sie kurz nach Schoeffers Männern das Tor von China. Ganz rechts zog Schoeffer Gaucherons Kompanie heran, die den größten Teil des Nachmittags als Flankenschutz gedient hatte. Schließlich folgten Geils Tonkin-Schützen und das 23. Bataillon auf der Straße. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde der Großteil der 2. Brigade am Tor von China versammelt.

      Ein wichtiger Faktor für die Niederlage Chinas in Đồng Đăng war das Versagen des chinesischen Kommandanten Pan Dingxin, seine Streitkräfte auf den französischen Angriff zu konzentrieren. Ein beträchtliches Kontingent frischer Truppen unter dem Kommando von Feng Zicai wurde zurückgelassen, um einen Grenzübergang mehrere Kilometer östlich von Đồng Đăng abzudecken, und nahm an der Schlacht nicht teil.

      Die französischen Opfer in Đồng Đăng waren gering: 9 Tote und 46 Verwundete.

      Die chinesischen Opfer waren weitaus schwerer und umfassten drei chinesische Generäle. Pan Dingxin und Dong Ligao wurden verwundet (letzterer schwer) und Yang Yuke wurde getötet.




      was war sonst noch los:
      1503: Ruvo (3. Italienischer Krieg)
      1554: Marihueñu (Chile)
      1779: Beginn der Belagerung von Fort Vincennes
      1797: Fishguard (oder Abergwaun)
      1802: Ravine-a-Couleuvres
      1807: Tczew
      1812: Mangalia
      1814: Vouziers
      1814: Troyes
      1814: Hastingues und Oeyregave
      1814: Rumilly und Alby-sur-Chéran
      1836: Beginn der Belagerung von Alamo
      1900: Hart's Hill (Tugela Heights)
      1945: Ende der Schlacht um Posen


      CU tomorrow ......

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      24.2.:
      the daily feature:
      1525: Pavia


      Die Schlacht bei Pavia war eine Schlacht im Rahmen der Italienkriege um die Vorherrschaft in Europa zwischen den Habsburgern unter Karl V. und den Valois (Frankreich) unter Franz I., die am 24. Februar 1525 stattfand.

      1525 gelang es Franz I., ein Bündnis mit dem Kirchenstaat zustande zu bringen, der sich durch die Perspektive, im Norden und Süden von Habsburg umklammert zu werden, bedroht fühlte. Um Papst Clemens VII. zu unterstützen, kam Franz I. mit einer Armee von 26.000 Söldnern – unter ihnen Franzosen, Italiener und Schweizer – über die Alpen und zog triumphierend in Mailand ein. Wenig später legte Franz einen Belagerungsring um die strategisch bedeutende alte Lombardenresidenz Pavia, die von einer 6.000 Mann starken Besatzung gehalten wurde. Um diese zu entsetzen, entsandte Karl ein 23.000 Mann starkes Heer unter dem Marquese de Pescara.

      Am Abend des 23. Februar begannen Lannoys kaiserliche Truppen, die außerhalb der Ostwand des Parks lagerten, ihren Marsch nach Norden entlang der Mauern. Obwohl Konstam angibt, dass die kaiserliche Artillerie zur gleichen Zeit eine Bombardierung der französischen Belagerungslinien begann - die während der ausgedehnten Belagerung zur Routine geworden war - um Lannoys Bewegung zu verbergen. Juan de Oznaya - ein Soldat, der an der Schlacht und schrieb darüber im Jahr 1544 - und zeigt auf, dass in diesem Moment die kaiserlichen Truppen ihre Zelte in Brand setzten, um die Franzosen in die Irre zu führen und zu glauben, dass sie sich zurückzögen. Währenddessen arbeiteten imperiale Ingenieure schnell daran, eine Bresche in den Parkmauern an der Porta Pescarina in der Nähe des Dorfes San Genesio zu schaffen, durch welche die imperiale Armee eindringen könnte. Bis 5:00 Uhr morgens hatten etwa 3.000 Arquebusiere unter dem Kommando von Alfonso d'Avalos den Park betreten und rückten rasch auf die Burg Mirabello vor, wo sie glaubten, das französische Hauptquartier zu finden. Gleichzeitig breitete sich die kaiserliche leichte Kavallerie von der Bresche in den Park aus und beabsichtigte, alle französischen Bewegungen abzufangen.

      Währenddessen traf eine Abteilung französischer Kavallerie unter Charles Tiercelin auf die kaiserliche Kavallerie und begann eine Reihe von Gefechten mit ihnen. Eine Masse von Schweizer Pikenieren unter Robert de la Marck, Seigneur de la Flourance, trat vor, um ihnen zu helfen, und überrollte eine Batterie spanischer Artillerie, die in den Park gezogen worden war. Sie verfehlten De Bastos Arcabuceros - der um 6:30 Uhr aus dem Wald in der Nähe des Schlosses aufgetaucht war und es schnell überrannt hatte - und krachten in 6.000 Landsknechte von Georg Frundsberg . Bis 7:00 Uhr morgens hatte sich unweit der ursprünglichen Bresche eine vollständige Infanterie-Schlacht entwickelt.

      Eine dritte Truppenmasse - die deutsche und spanische schwere Kavallerie unter Lannoy selbst sowie die spanische Infanterie von d'Avalos - war inzwischen durch den Wald nach Westen gezogen, näher an das Lager von Franz. Die Franzosen erkannten das Ausmaß des imperialen Angriffs einige Zeit lange nicht; doch gegen 7:20 Uhr war der Vormarsch von d'Avalos von einer Batterie französischer Artillerie entdeckt worden, die auf die spanischen Linien zu schießen begann. Dies alarmierte Franz, der einen Angriff gegen Lannoys zahlenmäßig unterlegene Kavallerie mit der gesamten Streitmacht der französischen Gendarmen begann und die Spanier um 7:40 Uhr zerstreute.

      Franz hatte jedoch mit seinem Gewaltangriff nicht nur das Feuer der französischen Artillerie maskiert, sondern ihn auch von der Masse der französischen Infanterie weggezogen, die von Richard de la Pole kommandiert wurde, und von Francois de Lorraine, der die Schwarze Bande der abtrünnigen Landsknecht-Pikenieren anführte (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen italienischen Söldnerkompanie der Arquebusiers), welche 4.000 bis 5.000 Mann stark war. Pescara, der das Kommando über die spanischen Streitkräfte hatte, nachdem Lannoy der sich zurückziehenden Kavallerie gefolgt war, formierte seine Männer am Waldrand und sandte Boten zu Bourbon, Frundsberg und De Vasto, um Hilfe zu erbitten.

      Frundsberg zerstörte inzwischen die stark zahlenmäßig unterlegene Schweizer Infanterie, die sich ihm widersetzte; Tiercelin und Flourance konnten ihre Truppen nicht zusammenhalten, und die französischen Fußtruppen begannen vom Feld zu fliehen.

      Um 8:00 Uhr morgens bewegte sich eine Masse imperialer Pikeniere und Arquebusiere von allen Seiten auf die französische Kavallerie zu. Aufgrund der umliegenden Wälder hatten die französischen Gendarmen keinen Spielraum und wurden umzingelt und systematisch getötet. Richard de la Pole und Lorraine, die vorrückten, um Franz zu unterstützen, wurden von Frundsbergs ankommenden Landsknechten empfangen. Die französische Infanterie wurde gebrochen und in die Flucht geschlagen, und de la Pole und Lothringen wurden beide getötet. In einem besonders erbitterten Nahkampf zwischen kaiserlichen und freien Landsknechten wurde die Black Band von Frundsbergs Pikenieren umgeben und dort vernichtet, wo sie stand. Der französische König kämpfte weiter, selbst als sein Pferd unter ihm von Cesare Hercolani , einem italienischen Condottiere, getötet wurde. Umgeben von spanischen Arquebusiers und deutschen Landsknechten wurde er gefangen genommen und vom Feld eskortiert.

      In der Zwischenzeit hatte sich Antonio de Leyva mit der Garnison zusammengetan und die 3.000 Schweizer unter Montmorency überrannt, die die Belagerungslinien besetzt hatten. Die Überreste der Schweizer - sowohl Montmorency als auch Flourance - versuchten, über den Fluss zu fliehen und erlitten dabei massive Verluste. Die französische Nachhut unter dem Herzog von Alençon hatte an der Schlacht nicht teilgenommen. Als der Herzog bemerkte, was im Park geschehen war, begann er sich schnell nach Mailand zurückzuziehen. Um 9:00 Uhr war die Schlacht vorbei.

      Die genaue Art der Kapitulation von Franz I. - insbesondere, wer ihn genau gefangen genommen hatte - ist ungewiss, da eine Vielzahl von Kandidaten von Historikern vorgeschlagen wurde:
      Charles de Lannoy selbst, der angeblich vor dem König kniete und seine Hand küsste. Nach dieser berühmten Geschichte tauschten Lannoy und Francis I ihre Schwerter aus.
      Drei spanische Soldaten: Alonso Pita da Veiga , Juan de Urbieta und Diego Dávila.
      Pedro de Valdivia , der zukünftige Eroberer Chiles.
      Eine Gruppe von Deutschen, die auf seine Bitte hin den König fanden und Franz das Leben retteten.
      Der deutsche Nikolaus, Graf von Salm, wurde Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies für die Gefangennahme von König Franz.
      Der italienische Condottiero Cesare Hercolani , der von Karl V. als "Held von Pavia" ausgezeichnet wurde.
      In verschiedenen dieser Berichte überredeten zwei Anhänger von Charles de Bourbon König Franz, sich zu ergeben.

      Tatsache war, dass, wie in dem Artikel für Alonso Pita da Veiga dokumentiert, zu dieser Zeit niemandem die Gefangennahme von Franz I. zugeschrieben wurde.

      Die französische Niederlage war entscheidend. Abgesehen von Franz waren einige führende französische Adlige - darunter Montmorency und Flourance - gefangen genommen worden; Eine noch größere Zahl - darunter Bonnivet, La Tremoille, La Palice , Richard de la Pole und Lothringen - war bei den Kämpfen getötet worden. Francis wurde in die Festung von Pizzighettone gebracht , wo er einen Brief an Louise von Savoyen, seine Mutter, schrieb:
      Um dich darüber zu informieren, wie der Rest meines Unglücks vor sich geht, ist mir alles verloren, außer Ehre und Leben, was sicher ist ...

      Bald darauf erfuhr er schließlich, dass der Herzog von Albany den größten Teil seiner Armee durch Auflösung und Desertion verloren hatte und nach Frankreich zurückgekehrt war, ohne jemals Neapel erreicht zu haben. Die Überreste der französischen Streitkräfte zogen sich, abgesehen von einer kleinen Garnison, die das Castel Sforzesco in Mailand halten sollte, unter dem nominellen Kommando Karl IV. von Alecon über die Alpen zurück und erreichten im März Lyon.

      Charles de Lannoy hielt Franz I. in seiner Obhut, eingesperrt in einen Turm von Pizzighettone. Der König wurde dann nach Genua und von dort nach Spanien gebracht. Er blieb in einem Turm in Madrid eingesperrt, bis der Vertrag von Madrid unterzeichnet wurde. Gemäß dem Vertrag gab Franz I. seine Ansprüche gegenüber Flandern, Mailand und Burgund auf. Der Friedensvertrag wurde jedoch im selben Jahr gebrochen und ein neuer französisch-imperialer Krieg dauerte von 1526 bis 1529.



      was war sonst noch los:
      1303: Roslin
      1389: Åsle
      1739: Karnal
      1782: Wambaw
      1794: Bressuire (Vendée)
      1795: Nieuweschans und Weener
      1795: Neuenhaus und Veldhausen
      1798: Velletri und Marino
      1814: Casalmaggiore
      1863: Dobra
      1863: Malogoszcz
      1968: Hué


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      25.2.:
      the daily feature:
      1831: Grochów


      Die Schlacht von Grochów vom 25. Februar 1831 war eine der größten Schlachten während des Novemberaufstandes zwischen den aufständischen polnischen Truppen und der Armee des Kaiserreichs Russland. Sie gilt als unentschieden, weil sich die Polen lange Zeit gegen einen stark überlegenen Gegner behaupten konnten, auch wenn sie sich schließlich über die Weichsel zurückziehen mussten.

      Nach dem Beginn des Aufstandes scheute die polnische Führung vor einer Winteroffensive in Richtung Litauen zurück. Stattdessen hatte die russische Armee ihre Einheiten reorganisiert und ließ sie in Richtung Warschau marschieren, da der Besitz der Hauptstadt als kriegsentscheidend angesehen wurde.

      Der Vormarsch begann am 5. Februar bei Temperaturen um die −20 Grad Celsius. Die zugefrorenen Flüsse erleichterten zunächst den Vorstoß, bis am 7. Februar Tauwetter einsetzte.

      Es kam am 15. und 17. Februar zu ersten Gefechten und am 19. zu einer Schlacht bei Wawer. Nach schweren Kämpfen mussten sich die Polen auf eine Stellung bei Grochow zurückziehen.

      Dort lagen sich die russische und die polnische Armee gegenüber. Die russischen Truppen umfassten etwa 60.000 Mann unter dem Kommando von Feldmarschall Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski und Georg Andreas von Rosen. Die polnische Armee war etwa 40.000 Mann stark und stand de facto unter dem Kommando von General Józef Chłopicki. Der offizielle Oberbefehlshaber Michał Gedeon Radziwiłł spielte keine nennenswerte Rolle. Weitere hochrangige Generäle auf polnischer Seite waren unter anderem Jan Zygmunt Skrzynecki und Jan Krukowiecki. Beide Armeen verfügten über zahlreiche Geschütze. Auf polnischer Seite waren dies etwa 100, auf russischer Seite 250 Stück. Neben regulären Einheiten, die sich zu Beginn des Aufstandes der polnischen Nationalregierung unterstellt hatten, kämpften auf polnischer Seite etwa 8000 nur mit Sensen ausgerüstete Bauern.

      Fünf Tage lang, vom 20. bis 24. Februar 1831, standen sich die Armeen gegenüber. Dabei kam es zu mehreren kleineren Gefechten. Der russische Feldmarschall wartete auf Verstärkung durch das Grenadierkorps. Die russische Armee litt in dieser Zeit unter massivem Versorgungsmangel. In den letzten beiden Tagen fehlte es an Brot.

      Bereits am ersten Tag versuchten die Russen, ein strategisch wichtiges Erlenwäldchen zu nehmen, mussten sich aber nach einem Verlust von 800 Mann wieder zurückziehen.

      Diebitsch beabsichtige nach Ankunft der Grenadiere, die er am 25. Februar erwartete, die Polen mit frischen Truppen zu einer Entscheidungsschlacht zu zwingen. Um 9 Uhr morgens begann die Schlacht. Noch während des Gottesdienstes auf russischer Seite griffen die polnischen Truppen zunächst mit leichter Infanterie und Geschützfeuer an. Bis dahin waren die erwarteten russischen Grenadiere nicht eingetroffen. Gleichwohl nahm der russische Befehlshaber die Schlacht an. Mehrmals versuchten russische Einheiten vergeblich unter schweren Verlusten das Erlenwäldchen zu stürmen. Zeitweise schien der Sieg der Polen nahe. Beide Feldherren nahmen zeitweise aktiv am Kampf teil. Auf Seiten der Polen war problematisch, dass einige Kommandeure die Befehle des Feldherren nicht befolgten.

      Erst um ein Uhr gelang es den Russen, die Stellung zu nehmen. Insgesamt sollen 10.000 Mann beider Seiten bei dem Wäldchen gefallen sein. Die polnischen Truppen zogen sich in vorbereitete Verteidigungsstellungen zurück. Dabei wurden sie von der russischen Kavallerie angegriffen. Diese erlitt ihrerseits auch durch Kartätschenfeuer schwere Verluste. Auch hielt die polnische Reiterei die russische Kavallerie auf und verhinderte, dass die Russen einen eindeutigen Sieg erringen konnten. Schließlich zog sich die polnische Armee nach Praga und dann über die Weichsel nach Warschau zurück. Der russische Feldmarschall verzichtete darauf, Praga sofort anzugreifen und damit den polnischen Aufstand rasch niederzuschlagen. Mit dem Beginn der Dunkelheit um 17 Uhr endete die eigentliche Schlacht.

      Am nächsten Tag nahmen die Russen einen Teil von Praga ein. Die Polen zündeten einen anderen Teil der Stadt an. Am 27. besetzten die Russen ganz Praga, während die Polen den befestigten Brückenkopf nach Warschau behaupteten.

      In der blutigen Schlacht verloren die Russen 9.400, und die Polen 7.300 Mann. Andere Angaben sprechen von zusammen 25.000 Toten auf beiden Seiten. Auch der polnische Oberkommandierende wurde schwer verwundet.

      Nach der Schlacht kam es etwa vier Wochen lang zu einer weitgehenden Unterbrechung der Kampfhandlungen, die beide Seiten zur Reorganisation ihrer Einheiten nutzten.



      was war sonst noch los:
      493: Rabenschlacht
      1781: Haw River
      1809: Valls
      1814: Vieux-Condé
      1916: Fort Douaumont (Schlacht von Verdun)


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      26.2.:
      the daily feature:
      1849: Kápolna (Tag 1)


      In der Schlacht bei Kápolna am 26. und 27. Februar 1849 gingen die Ungarn unter General Henryk Dembinski mit drei Armeekorps gegen das österreichische II. Korps in die Offensive. Am 26. Februar rückte das II. Korps (FML Graf Wrbna) von Gyöngyös gegen Kápolna vor, während südlich davon die Division des FML Schwarzenberg von Arokszállás auf Kál vorging, wobei sich die Schlacht bei Kápolna entwickelte. Die österreichische Brigade Colloredo konnte die ungarische Division unter Oberstleutnant Ernst Pöltenberg im Wald von Vécs festhalten. Am folgenden Tag griff bei den Kaiserlichen zusätzlich das Korps Schlick vom Norden her in die Schlacht ein. General Klapka hatte das Sirok-Tal nicht gesichert, sodass der ungarische Rückzug auf Mezőkövesd unvermeidlich war. Die ungarische Armee wurde bei Kápolna nicht vollständig geschlagen, das Schlachtfeld blieb aber in den Händen der kaiserlichen Truppen, die sich ihrerseits nach Buda zurückzogen.

      Um die Konzentration der ungarischen Armee zu verhindern, hatte der kaiserliche Feldmarschall Fürst Windisch-Grätz etwa 30.000 Soldaten und 165 Geschütze zusammengezogen. Er wollte Mitte Februar 1849 die Vereinigung seiner Armee mit dem im Raum Eger exponiert stehenden Korps Schlik herstellen. Derweil verblieb das kroatische Korps unter Ban Jellacic zwischen Pesth und Szolnok aufgestellt, um die Armee Windisch-Grätz gegen die ungarische Südarmee zu decken.

      Die Stärke der gegnerischen ungarischen Truppen betrug etwa 43.000 Menschen und 150 Geschütze, von denen während der folgenden Schlacht etwa 36.000 Menschen und 136 Geschütze verfügbar waren. Fürst Windisch-Grätz selbst folgte dem Vormarsch der Division Csorich, das Hauptquartier war am 26. Februar von Hatvan nach Gyöngyös vorverlegt worden. Am 23. Februar ließ Fürst Windisch-Grätz sein II. Korps unter FML Wrbna über Kerepes nach Gödöllö vorgehen, am 24. Februar rückte die Avantgarde in Hatvan ein. Vom I. Korps der Kroaten unter dem Banus Jellacic erhielt er die Meldung über ein am 24. Februar missglücktes Gefecht bei Czibakhaza. Österreichische Verstärkungen unter Generalmajor Ottinger waren dabei von Abony aufgebrochen und waren nach langem Nachtmarsch gegen 5 Uhr morgen an der Brücke von Czibakhaza eingetroffen. Die Ungarn hatten Czibakhaza und die Brücke bereits besetzt. Ottingers Angriff brachte den Verlust von 10 Toten und von 11 Verwundeten. Die rechte Flanke der weiter auf Arokszállás vorgehenden Division Schwarzenberg, wurde durch das Detachement des Generalmajor Zeisberg in Richtung gegen Baczonod gedeckt.

      Der Plan des ungarischen Oberbefehlshabers Dembiński sah vor, die entscheidende Schlacht zwischen Mezőkövesd und Eger anzubieten, zuvor jedoch vorgeschobene österreichische Teilkräfte bei Szolnok anzufallen und aufzureiben. Dembiński Ernennung zum Befehlshaber erwies sich als schwerer Missgriff, er war bei den Ungarn wegen seines Misstrauens nicht beliebt. Als Pole hatte sich Dembiński zunächst mit Mór Perczel und Klapka überworfen und lag dann wegen der operativen Maßnahmen auch im Gegensatz mit Artúr Görgey. Dembiński vernachlässigte die Bedrohung an seiner Nordflanke, wo noch immer das österreichische Korps unter General Schlick operierte. Dembiński hielt an seinem Plan fest und zog sogar die nach rechts vorgeschobene Division aus Pétervására zurück, gerade als General György Klapka am 24. Februar im Begriff stand, das Korps Schlik anzugreifen.

      Der Aufklärungsdienst des Feldmarschall Windisch-Grätz berichtete darüber, das ungarische Truppenabteilungen Eperies und Kaschau verlassen hatten und sich zwischen Erlau und Mezőkövesd mit anderen Truppen vereinigt haben, so dass die Hauptarmee aus den Korps Görgey, Dembinski und Klapka bestand. Die Stärke der Ungarn bei Mezökövesd, Maklar und Erlau wurde mit 40.000 bis 45.000 Mann festgestellt, eine separate ungarische Kolonne war in der Richtung von Heves vorgeschoben, wo eine Straße weiter nach Kál und Kápolna führte.



      26. Februar

      Am 26. Februar stand das österreichische II. Korps (FML. Wrbna) mit der Division Csorich in Gyöngyös und der Division Schwarzenberg in Hrok-Szallas. Nach dem Abkochen marschierte das II. Korps mit der Division Csorich (Brigade Wyss und Brigade Colloredo) von Hrok-Szallas ab und setzte sich in Richtung auf Karácsond und Kál in Bewegung. Die in Gyöngyös versammelten Streitkräfte Csorichs wurden angewiesen, nach Kápolny vorzurücken, dahinter sollte die Brigade Parrot folgen. Generalmajor Zeisberg welcher mit seiner selbständigen Brigade in Eörs eingetroffen war, schützte die rechte Flanke des Korps Wrbna und schob eine Vorhut auf Heves vor. Das III. Korps des FML Schlick wurde ebenfalls nach Gyöngyös zur Vereinigung mit den Hauptkräften befohlen. FML Schlick stellte den Antrag, seine Truppen anstatt über Päszto, auf der östlicher liegenden Straße über Sirok nach Verpelét vorrücken zu lassen, um die Vereinigung mit dem Korps Wrbna gegebenenfalls mit einem Angriff gegen die Nordflanke des Gegners zu kombinieren.

      Am Nachmittag trafen die gegnerischen Truppen am Tarna-Abschnitt aufeinander. Eine Division des 7. Korps (General Klapka) unter Oberst Dessewffy hatte Verpelét erreicht, eine deren Bataillone sicherte die Straße nach Sirok. Die Division Pöltenberg ging um 12.00 Uhr voraus nach Feldebrő vor und überquerte um 14.00 Uhr den Tarna-Abschnitt. Die kaiserlichen Truppen drangen in den Wald von Vecs ein, überquerten den Fluss Tarna aber nicht. Eine Brigade der Division Csorich unter Generalmajor Colloredo kämpfte am Waldrand von Aldebrő. Zunächst konnte keiner der Gegner die Entscheidung erzwingen. General Colloredo erhielt Verstärkungen und drängte die Ungarn aus den Wald von Vecs hinaus. Die kaiserlichen Truppen, welche die Verfolgung aufnahmen, erkannten jedoch bald dass die ungarischen Truppen stärker waren als angenommen und wichen nach einem kurzen Gefecht nach Nordosten auf Feldebrő aus.

      In der Nacht erschien General Pöltenberg an der Spitze einer Husaren-Patrouille in Kápolna, ein Dorf südwestlich von Eger, um dessen Besitz sich bald der Hauptkampf verlagerte. Ohne Anweisungen von Dembinski räumte Pöltenbergs Vorhut Aldebrö und Feldebrö und ließ seine Truppen im Feuer der kaiserlichen Artillerie über den Tarna nach Kerecsend zurückgehen. Dembiński, der mit Görgey noch in Eger zu Mittag gegessen hatte, eilte nach dieser Meldung sofort nach Kápolna, das er noch vor der Dunkelheit erreichte. Er erließ seine Befehle noch um 19.00 Uhr und wies die Division Pötenberg an, seine Truppen nach Feldebrő zurückzuführen und zusammen mit der Division Aulich bei Kápolna wieder anzugreifen. Nur zwei Divisionen hatten den Befehl rechtzeitig erhalten, auch schloss sich die Division Schultz den nach Verpelét vorgehenden Truppen an. Die Brigade Driquet der Division Máriássy (1. Corps) stand jetzt als Vorhut am Westufer der Tarna zwischen den Wäldern von Komplot und Kápolna. Die Division Aulich kämpfte bei Kál.

      Oberst Máriássys Husaren versuchte, die kaiserliche Brigade unter Generalmajor Wyss zu umgehen, doch sein Vorhaben wurde von Gegner rechtzeitig erkannt und im Gegenangriff zerstreut. Die Division Máriássy kehrte schließlich in die Ausgangsstellung bei Kápolna zurück, verblieb aber am Westufer von Tarna. Die Brigade Kisfaludy überquerte die Tarna, kämpfte bei Kál und verursachte dem Feind mit seiner Artillerie große Verluste. Die Situation der ungarischen Truppen verschlechterte sich während der Nacht. Das Korps Schlick war noch am Abend über Pétervásár ohne Kampf auf der Straße von Sirok vorgegangen und traf in Verpelét auf gegnerische Stellungen. Dembiński zog die ungarischen Truppen in Kál während der Nacht auf das Ost-Ufer der Tarna zurück. In Kapolna zog Dembiński derweil die Division an das östliche untere Ufer von Tarna zurück und blockierte die Brücke über den Fluss, das Dorf blieb mit der Brigade Driquet besetzt. Oberstleutnant Máriássy warnte Dembiński, dass es schwierig sei, Kapolna zu verteidigen. Die österreichische Brigade Wyss drang tatsächlich über die Brücke nach und nahm noch den größten Teil von Kapolna ein


      Ende Teil 1

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      Teil 2

      27. Februar

      Fürst Windisch-Grätz hatte seine Ziele, Kapolna zu besetzen und den ungarischen rechten Flügel zu schlagen erreicht. Windisch-Grätz gruppierte die Brigade des Oberst Brandenstein nach Verpelét gegen die Spitze des ungarischen rechten Flügels. Am zweiten Schlachttag den 27. Februar, wurde die Wirkung durch das rechtzeitige Eintreffen des Schlickschen Korps gewahr, das von Verpelét herankam und die rechte Flanke der ungarischen Aufstellung bedrohte.

      Fürst Windisch-Grätz gab um 8.00 Uhr der Brigade Wyss den Befehl, den Angriff des 2. Jäger-Bataillons zu forcieren, das Bataillon Schönhals unter Oberstleutnant Schneider zeichnete sich dabei aus. Generalmajor Wyss und seine Kavallerie eilte vom Meierhof bei Kompolt in den Raum südlich von Kápolna. Dembiński befahl seinerseits der Brigade Driquet zum Angriff: das 44. und 47. Bataillon sowie das Bataillon Zanini wurden angesetzt um Kapolna zurückzuerobern. Zwei vergebliche Versuche wurde von Máriássy persönlich gegen die Stellungen am östlichen Rand des Dorfes geführt. Nachdem das Bataillon Zanini seine Salven abgefeuert hatte, konnte die Brigade Wyss zurückgetrieben werden. Aulichs Truppen konnten südlich davon alle Angriffen der Brigaden Schütte und Dietrich standhalten. Die Aufgabe des Generals Klapka am Nordabschnitt war es, mit einer Division in Verpelét zu halten und die Vereinigung des Gegners zu hindern. Dembiński wies Klapka an, die Straße von Sirok wieder zu öffnen. Die Truppen Pöltenberg kamen gerade rechtzeitig in Verpelét an, um die Attacken von Schlicks Husaren abzuschlagen. Nach diesem Erfolg versuchte Klapka das Dorf erfolglos zurückzuerobern.

      Zu diesem Zeitpunkt erreichte das ungarische Korps Görgei den Kampfplatz. Die Division Dessewffy lag mit den Brigaden Schliks im Hochland östlich von Verpelét seit drei Stunden im Kampf. FML Schulzig versammelte bei Verpelet die Brigade Kriegern und Deym und ließ gegen das von Pöltenbergs Truppen bei Bulharyn besetzte Hochland vor. Oberst Gablenz wirkte mit seinen Truppen nordöstlich von Verpelét gegen den rechten Flügel der Ungarn. Schließlich war Schlick selbst mit der Brigade Pergen und der nachfolgenden Brigade Fiedler und der gesamten Reiterei des Corps zwischen den Bach Ros und Bilincsi aufmarschiert. Von dieser überwältigenden Kraft mussten Pöltenbergs Truppen wieder zurückweichen. Er musste sich mit seinen Truppen nach Kerecsend zurückziehen, wenn er nicht riskieren wollte, dass der Feind, der bei Kapolna, Kálon und Tófalun den Tarna durchquert hatte, den Rückzug bedrohte.

      Zur Unterstützung versuchte Dessewffy mit den 34. und 43. Bataillonen einen Gegenangriff gegen die Truppen der Brigaden Gablenz und Pergen. Nachdem Schlicks erstes Treffen verstärkt worden war, musste Dessewffy und Görgeys rechter Flügel langsam zurückweichen. Danach gab es zwischen den Truppen Klapkas und Schlick bis zum Abend nur noch Demonstrationen, die Division Schulz ging schließlich nach Eger zurück. Mittlerweile haben sich auch in der Mitte und am Südflügel die Kämpfe entwickelt. Dembinski befahl von Kerecsend der eintreffenden Division Kmety und Guyon einen Gegenangriff zwischen Kerecsend und Kapolna anzusetzen. Nachdem sich die Brigade Colloredos bei Tótfalu entfaltet hatte, begann er die rechte Flanke der Division Máriássy zu bedrohen.

      Dembinski entschied um 13.00 Uhr den Kampf abzubrechen, der linke Flügel soll von Kapolna nach Füzos-Abony und der rechte Flügel nach Maklar zurückgehen. Die Division Máriássy begann sich links von der Division Guyon zurückzuziehen, rechts davon musste sich auch Pöltenberg sofort nach Kerecsend zurückziehen. Zur gleichen Zeit wurde General Aulich befohlen, mit seinem linken Flügel beginnend, in Richtung Tiszafüred auf der Straße nach Poroszló (Füzes-Abony) zurückzugehen. Als die Brigade Dietrich den Rückzug der Ungarn bemerkte, verfolgte er mit zwei Bataillone über Kompolt nach Kal, wo er noch einen kurzen, unbedeutenden Kampf mit der Division Szekulics führte.

      Zur selben Zeit befahl Schwarzenberg seinen Reitern unter Oberstleutnant Nostitz gegen die ungarischen Husaren südlich von Kapolna vorzugehen. Nachdem General Guyon seinen rechten Flügel am Hochland von Kerecsend zurückgehen ließ, war er mit der gerade angekommenen Division Kmety vereint. Die Divisionen von Guyon und Kmety waren vollständig in Kerecsend versammelt und wollten sich noch einmal des Ortes Kápolna bemächtigen. Aulichs Truppen wollten wieder vorgehen, wurde jedoch auf dem Weg informiert, dass die kaiserlichen Truppen die Brigade Kisfaludy bereits aus Kál vertrieben hatten.

      Nach Angaben Klapkas betrugen die ungarischen Verluste etwa 1200 Mann an Toten Verletzten und Vermissten. Darüber hinaus fielen etwa 500–600 Mann, mehr als das Bataillon Zanini zählte, dessen Major Venturini gefangen wurde, in Kriegsgefangenschaft. Die österreichische Armee hatte Verluste von insgesamt 17 Offizieren und 335 Mann. Davon 6 Offiziere und 56 Mann an Toten, 11 Offiziere und 248 Mann bei den Verwundeten und an Vermissten 1 Offizier und 31 Mann.

      Die ungarischen Streitkräfte waren nach der Niederlage mit General Dembiński unzufrieden. Bei einem Treffen in Tiszafüred am 3. März zwangen sie den anwesenden Regierungskommissar Bertalan Szemere, den polnischen General abzusetzen und stattdessen General Artúr Görgey mit den Oberbefehl zu betrauen. Lajos Kossuth, Präsident des Nationalen Verteidigungsausschusses wollte zunächst Szemeres Wahl für Görgey des Nachfolgers nicht zustimmen und ernannte General Antal Vetter zum Kommandierenden. Als Vetter aber am 28. März plötzlich erkrankte, sah sich Kossuth gezwungen, Görgei als vorübergehenden Oberbefehlshaber der ungarischen Hauptstreitkräfte zu akzeptieren.


      Ich habe heute gleich beide Tage besprochen, ich hoffe, es passt auch für euch.


      was war sonst noch los:
      1233: Ende der Belagerung von Kaifeng
      1266: Benevento
      1548: Aden
      1795: Hengelo
      1807: Braunsberg
      1814: Diedenhofen
      1814: Dolancourt
      1863: Panki


      CU tomorrow ......

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      27.2.:
      the daily feature:
      1814: Bar-sur-Aube


      Die Schlacht bei Bar-sur-Aube fand am 27. Februar 1814 während des Winterfeldzuges der Befreiungskriege statt zwischen französischen Truppen und der Böhmischen Armee der Koalition, auf deren Seite an diesem Tage Truppen aus Russland, Österreich und Bayern in den Kampf eingriffen.

      Die Stadt Bar-sur-Aube hatte 1814 etwa 4000 Einwohner. Sie lag ganz auf dem rechten, östlichen Ufer der Aube und war damals noch von einer Stadtmauer mit drei Toren umgeben. Das erste Tor ging nach Norden auf die Straße nach Brienne, das zweite nach Osten auf die Straße nach Colombey-les-Deux-Èglises, das dritte nach Westen zur Brücke über die Aube und die Straße, die über Spoy nach Troyes führte.

      Von Osten wie von Westen treten Höhenzüge bis an Stadt und Fluss heran, im Westen fast vollständig bewaldet, während die nach Westen geneigten Hänge auf der Stadtseite 1814 noch für Weingärten genutzt wurden, nach französischer Art mit Mauern eingefasst, was es unmöglich machte, in diesem Terrain Kavallerie zu entfalten.

      Auf den Hängen östlich der Stadt, die mehrfach durch Taleinschnitte mit sumpfigen Bächen gegliedert waren, sollte sich das Gefecht vom 27. Februar 1814 entwickeln.


      Die Positionen der französischen Truppen

      Das Korps Oudinot hatte mit einer Division die Stadt Bar-sur-Aube besetzt. Eine zweite stand dahinter auf dem westlichen Ufer der Aube.

      Eine Division Gérards stand bei Dolancourt noch westlich der Aube, um die Brücke zu schützen, alle anderen Truppenteile seines Korps waren über den Fluss gegangen und hatten sich entlang des Flusstales bis Bar-sur-Aube verteilt. Diesen Truppen stand zum Rückzug nur die Brücke bei Delancourt zur Verfügung, da ein Rückzug durch die engen Straßen von Bar-sur-Aube, das im Osten dicht von bayerischen Truppen umstellt war, nicht möglich war. Nur die wenig entschlossene Führung der russischen Truppen machte den Franzosen am Abend der Schlacht die Flucht vom rechten Ufer über die Aube noch möglich.

      Insgesamt standen 30.000 Franzosen mit wenigstens 60 Geschütze bereit, die aber nicht alle am nächsten Tage ins Gefecht kamen. Die Not, diese Truppen zu verpflegen und ausreichend zu versorgen, war jedoch so groß geworden, dass viele weitere Geschütze in Magny-Fouchard geblieben waren, da man die Zugpferde zunächst hatte auf die wenigen Weiden dort schicken müssen. So kam es, dass die französischen Truppen in dem Gefecht am 27. Februar 1814 in vorderer Linie nur die berittene Artillerie ihrer Reiterei zur Unterstützung einsetzen konnten, was ein deutlicher Einflussfaktor für den Ausgang der Schlacht wurde.

      Das Korps von Marschall MacDonald stand viel weiter südlich an der oberen Seine bis Essoyes mit einer Vorhut in Fontenette.



      Die Positionen der Koalitionstruppen

      Das bayerisch-österreichische Korps Wrede stand gerade östlich der Stadt im Westen bis an die Stadtmauern heran und im Osten bis in die Taleinschnitte der angrenzenden Höhenzüge hinein. Seine Stärke umfasste 24.000 Mann, davon ein Drittel Österreicher, und 96 Geschütze. Österreichische Truppen dieses Korps hielten die Brücke bei Fontaine besetzt.

      Das russische Korps Wittgenstein umfasste 20.000 Mann und 52 Geschütze. Diese hatten die Aube am frühen Morgen des 26. Februar 1814 noch vor den Bayern und Österreichern teils in Bar-sur-Aube, teil in Dolancourt überschritten und biwakierten in der Nacht auf den 27. Februar 1814 auf den Höhen östlich der Aube teils bis Colombey-les-Deux-Èglises zurück.

      Das württembergische Korps hatte ebenfalls am 26. Februar 1814 die Aube überschritten, teils in Bar-sur-Aube, teils in Fontaine, und ging dann zurück bis Blessonville nahe bei Chaumont. Die Württemberger hielten aber auch noch Laferte-sur-Aube und Chateauville besetzt.

      Das österreichische Korps Gyulay stand bei Arc-en-Barrois wohin es von Gyé-sur-Seine an den beiden Tagen zuvor marschiert war.

      Die Dispositionen des Fürsten Schwarzenberg für den Morgen des 27. Februar 1814 sahen vor, dass sich die am weitesten nördlich stehenden Divisionen des russischen Korps Wittgenstein noch vor Tagesanbruch im Schutze der Dunkelheit in einem nach Norden ausholenden Bogen die Brücke von Dolancourt erreichen und sperren sollten, so dass den französischen Truppen rechts der Aube dort der Rückzug verwehrt wäre.

      Als der Tag anbrach erhob sich ein klarer, strahlender Vorfrühlingstag, der Fürst Schwarzenberg anregte, selbst zu Pferde die Eröffnung der Schlacht zu beobachten. Fürst Schwarzenberg fand gegen 8:00 Uhr die Russen beim Frühstück. Als einer der Adjutanten Schwarzenbergs den General Wittgenstein zur Eile ermahnte, bemühten sich die Russen voranzukommen. Im frühen Morgenlicht waren ihre Bewegungen von den Franzosen im Talgrund aber genau zu sehen und die Franzosen reagierten sofort. Damit war dieser Teil des schwarzenbergschen Plans bereits gescheitert.



      Die Gefechte ab 10:00 Uhr

      Als die französischen Generale erkannten, dass ihren Truppen eine Umgehung durch die Russen drohe, reagierten sie in der aggressiven Weise, die ihre Art war: Sie sandten ihre Männer die Weinberge östlich der Stadt hinauf, den Russen entgegen, und ein weiteres starkes Kontingent mit 8 Geschützen zog in die Stadt Bar-sur-Aube ein. Die französische Kavallerie-Division Kellermann überschritt die Aube in einer Furt unterhalb von Bar-sur-Aube und warf sich bald darauf auf die Russen.

      Die Franzosen zögerten nicht einen Moment, die russischen Truppen des Korps Wittgenstein auf den Hängen über der Aube anzugreifen, sobald sie diese erreicht hatten. Ihr Angriff brachte ihnen zunächst Erfolg und brachte die Russen, die hierauf noch nicht vorbereitet waren, in solche Unordnung, dass sie begannen, sich zurückzuziehen. Graf Wittgenstein führte persönlich ein russisches Kürassierregiment in den Kampf. Die Kavallerie konnte sich aber in dem für die Pferde schwierigen Gelände aus Weinbergen, die mit Mauern eingefasst waren, nicht entfalten und musste wieder weichen.

      Zu dieser Zeit ereignete sich ein Vorfall, der den Feldzug später stark beeinflussen sollte: Graf Wittgenstein wurde durch eine Gewehrkugel am rechten Bein verwundet. Er ließ die Wunde rasch verbinden und blieb den ganzen Tag auf seinem Posten. Solches war ihm aber in der Folge nicht mehr möglich und er wurde einige Tage später durch Rajewski ersetzt, der von beiden der wesentlich diszipliniertere und durchsetzungsstärkere Offizier war.

      Es waren österreichische Stabsoffiziere des Fürsten Schwarzenberg, die zunächst 2 schwere russische Geschütze heranbrachten, deren Feuer den Franzosen, die ohne Artillerie-Unterstützung blieben, schwere Verluste zufügte und sie bald zum Rückzug zwang. Zwei weitere Geschütze halfen, den Russen Raum zu schaffen und einen französischen Gegenangriff zu verhindern.

      Wenig später griffen die Franzosen weiter im Nord-Westen vonAilleville gegen die Höhen von Levigny an. Auch hier konnten sie bei zwei Versuchen gegen das Feuer von insgesamt 40 russischen Geschützen nicht durchdringen. Die französische Kavalleriedivision Kellermann, die hier mit angriff, verlor im Geschützfeuer 400 Pferde.

      In der Zwischenzeit hatten Graf Wittgenstein und Fürst Schwarzenberg ihre Pläne unter dem Zwang der Ereignisse geändert und den russischen Truppen, die noch auf dem Marsch zur Brücke bei Dolancourt waren, die Umkehr befohlen. Sehr bald wurden auch diese zwischen Arsonval und Vernonvilliers von französischen Truppen angegriffen, denen auch hier die Artillerie fehlte und die sich schließlich aus dem Feuer der russischen Geschütze zurückziehen mussten.

      Die russische Division des Prinzen Eugen von Württemberg, die an dieser Stelle in das Gefecht verwickelt war, hatte keine eigene Kavallerie, zu ihrer Unterstützung. Dieser Umstand ermöglichte den Franzosen einen weiteren Angriff, bei dem sie von einer Kavallerie-Einheit unter General Saint-Germain unterstützt wurden. Wieder war es die überlegene russische Artillerie, die wesentlich dazu beitrug, auch diesen Angriff zurückzuschlagen.

      Als aber die russischen Kavalleristen, die unter Graf Pahlen als Vorhut des Korps Wittgenstein am weitesten nach Nord-Westen auf Dolancourt vorgestoßen war, ebenfalls zurückgekehrt war, konnten die Russen erstmals einen Vorstoß von Nord-Westen nach Süd-Osten, die Aube aufwärts, vornehmen. Sie trafen aber sofort auf die französische Division Rottembourg, die ein weiteres Vorrücken der Russen verhinderte.

      Fürst Schwarzenberg nutzte die Zeit und ordnete eine Division des bayerisch-österreichischen Korps Wrede ab, das die russischen Truppen unterstützen und verstärken sollte. Es war bis 16:00 Uhr zur Stelle.


      Ende Teil 1

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      Teil 2


      Die Gefechte ab 16:00 Uhr

      Gegen 16:00 Uhr befahl Fürst Schwarzenberg seinen Truppen den Angriff: Das russische Korps Wittgenstein, verstärkt durch eine österreichische Division, hatte gegen die französischen Linien östlich der Aube und das bayerisch-österreichische Korps Wrede gegen die Stadt Bar-sur-Aube vorzugehen.


      Die Kämpfe am rechten Ufer der Aube

      Dem Ansturm des verstärkten Korps Wittgenstein hielten die französischen Truppen nicht stand. Diejenigen Geschütze, die ihnen zur Verfügung standen, hatten sie entlang der Straße von Bar-sur-Aube nach Arsonval in Stellung gebracht und ihr Feuer ermöglichte es den meisten Franzosen, sich noch über die Brücke vor Dolancourt zurückzuziehen.

      Als es bereits dunkel war, kam Graf Pahlen mit seinen russischen Truppen bei Arsonval in Schussweite der französischen Nachhut, darunter Reiter Kellermanns. Er ließ seine berittene Artillerie das Feuer auf die abziehenden Franzosen eröffnen und sandte ihnen dann seine Kavallerie nach. Die Franzosen gerieten in große Unordnung, versuchten einen schwachen Gegenangriff und wandten sich dann zur Flucht. Diejenigen unter ihnen, die nicht mehr glaubten die Brücke erreichen zu können, versuchten durch den Fluss zu schwimmen. Viele von diesen ertranken, viele fielen den Kosaken in die Hände. Graf Pahlen konnte die Brücke bei Delancourt besetzen und sandte den Franzosen, die in der Dunkelheit auf der Straße nach Vendeuvre abzogen, seine Reiter nach.



      Die Kämpfe um die Stadt

      Die Bayern unter General Wrede griffen die Stadt Bar-sur-Aube entschlossen von Osten an, aber diese wurde nicht weniger entschlossen von den Franzosen verteidigt. Einige Zeit des Kampfes verging ehe die Bayern eines der Stadttore erstürmen und aufbrechen konnten. Nun drangen die Koalitionstruppen in die Stadt ein, wo ein heftiger Häuserkampf entbrannte, bei dem Einwohner der Stadt auf der Seite ihrer Truppen mitkämpften.

      Erst als bekannt wurde, dass sich die französischen Truppen außerhalb der Stadt über die Aube zurückzogen, begann auch die französische Besatzung der Stadt ihren Rückzug über den Fluss. Ehe es ihr gelungen war, über die einzige Brücke zu entkommen, wurde diese von einem bayerischen Regiment im Sturm erobert und alle französischen Soldaten, die nun in der Stadt fest saßen, mussten sich ergeben, da für sie keine Möglichkeit mehr bestand, zu entkommen.

      Die Stadt Bar-sur-Aube hatte schweren Schaden erlitten und mancher Straßenzug war verwüstet.



      Die Bewegungen der weiteren Korps der Böhmischen Armee am 27. Februar 1814

      Da Fürst Schwarzenberg die Stärke und Position des französischen Korps MacDonald nicht genau kannte, hatte er bereits am Vortage, dem 26. Februar 1814, angeordnet, dass sich das österreichische Korps unter Gyulay und das württembergische Korps in der Richtung auf Bar-sur-Seine vorrücken sollten, um dem genannten französischen Korps entgegenzuziehen.


      Die Bewegung des österreichischen Korps Gyulay

      Das österreichische Korps Gyulay zog am 27. Februar 1814 aus der Gegend von Arc-en-Barrois nach Westen an die obere Aube und besetzte dort alle Brücken von Gevrolles, Montigny-sur-Aube, Vexaulles-sur-Aube und Boudreville und das rechte Ufer des Flusses zwischen diesen Orten. Eine Abteilung sandte Gyulay den Fluss hinab bis Laferte-sur-Aube und zur Erkundung eine weitere über die Aube bis Riel-les-Eaux nahe der Ource.


      Die Bewegung des württembergischen Korps

      Das württembergische Korps zog ebenfalls an die obere Aube und besetzte das rechte Flussufer von Clairvaux bis Laferte-sur-Aube. Bei dem letzteren Ort überschritten die Württemberger den Fluss und besetzten die Stadt. Dann sandte Kronprinz Wilhelm einen starken Trupp Kosaken, der ihm zur Verfügung stand, weiter nach Westen bis Fontette, wo diese auf französische Reiter der Kavallerie-Division Milhaud trafen. Die Franzosen griffen sofort an, und die Kosaken mussten wieder zurückweichen.



      Die Bewegungen des französischen Korps MacDonald

      Marschall MacDonald befahl am Morgen des 27. Februars 1814 seinen Truppen den Vormarsch auf Laferte-sur-Aube. Schon vor der Stadt trafen sie auf württembergische Verbände, die sich angesichts der großen Streitmacht der Franzosen immer weiter zurückzogen. Kronprinz Wilhelm wünschte kein Gefecht mit einem Fluss im Rücken und seine Truppe zogen sich folgerichtig aus der Stadt über die Aube nach Osten zurück und machten zuletzt die Brücke unpassierbar, indem sie den Belag von der Brücke nahmen.

      Die Franzosen besetzten alsbald Laferté unter dem Feuer der württembergischen Artillerie, die am anderen Ufer der Aube aufgefahren war. Eine steinerne Brücke in Silvarouvres wurde von den Franzosen ebenfalls besetzt, aber nicht zerstört.

      In seinen Stellungen an der Aube verblieb das Korps MacDonald bis zum nächsten Tage. Seine Stärke wird mit 18.000 Mann angegeben. Am Morgen des 28. Februar 1814 wollte Marschall MacDonald mit seinen Männern links der Aube nach Norden auf Bar-sur-Aube vorzurücken, doch überall stießen sie bereits auf Koalitionstruppen der Böhmischen Armee, woraus Marschall MacDonald den Schluss zog, dass auch Bar-sur-Aube von diesen besetzt sei. Daraufhin versuchte er mit seinen Truppen über Vitry-le-Croisé nach Vendeuvre zu gehen in der richtigen Einschätzung, dass Marschall Oudinot sich mit seinen Truppen dorthin zurückgezogen haben würde.



      Die Gefechte am 28. Februar 1814

      Am Vormittag des 28. Februar 1814 marschierten die Württemberger nach einigem Abwarten rechts der Aube nach Clairvaux und überschritten dort den Fluss, denn es stand ihnen keine andere Brücke mehr zur Verfügung. Dann stellten sie sich vor Champignol zum Gefecht auf. Ein Departement der Württemberger hatte zu dieser Zeit bereits Vitry-le-Croisé erreicht. Daher sah Marschall MacDonald den Weg nach Vendeuvre verlegt. Er orientierte sich sofort mit seinem Korps weiter süd-westlich und bezog nun zwischen Saint-Usage und Fontette eine günstige Gefechtsposition. So kam es, dass sich Württemberger und Franzosen in der Abenddämmerung auf 7 Kilometer Entfernung gegenüberstanden. Aber keine der beiden Seiten wagte noch einen Angriff, nur die württembergische Artillerie beschoss die französischen Stellungen bis tief in die Nacht hinein.

      Das Korps Gyulay war angewiesen worden, rechts der Aube über den Ort Créancey nach Norden zu ziehen und gegenüber Laferté-sur-Aube Stellung zu beziehen, dort wo noch am Morgen die Württemberger gestanden hatten. Das Wetter war schlecht und die Wege aufgeweicht, so dass die Österreicher nur langsam vorankamen und erst um 14:00 Uhr ihre Position vor Laferté erreichten. Um 16:00 Uhr befahl Gyulay den Angriff auf die steinerne Brücke von Silvarouvres. Unter deutlichen Verlusten mussten die Österreicher die Barrieren von der Brücke räumen, ehe sie das andere, linke Ufer der Aube stürmen konnten. Von dort vertrieben sie die Franzosen bis über das Dorf Villars-en-Azois hinaus nach Westen in die Wälder.

      Vor Laferté war es zu einem Artillerie-Duell gekommen. Als die österreichischen Geschütze die Oberhand gewannen, befahl Gyulay den Sturm über die Holzbrücke, die die Württemberger am Tage zuvor abgedeckt hatten. Die ersten Österreicher mussten auf den blanken Langsbalken über den Fluss balancieren, bis nachrückende Truppen wieder einen Belag auf die Brücke aufgebracht hatten, über den auch Pferde und Geschütze nachfolgen konnten.

      Am Abend hatten die Österreicher Laferté besetzt und sandten Truppen aus, um mit den Württembergern in Kontakt zu treten. Etwa um diese Zeit erfuhr MacDonald endlich durch Kuriere vom Verlauf und Ausgang des Gefechts bei Bar-sur-Aube am Vortage. Er beschloss sofort den Rückzug und in der Dunkelheit der Nacht zogen die Franzosen nach Bar-sur-Seione ab. Die Württemberger bemerkten die Bewegung und sandten den Franzosen ihre leichte Kavallerie nach, die unter denjenigen, die sich nicht schnell genug absetzen konnte, Gefangene machten.

      Beide Seiten verloren an diesem Tage etwa 600 Mann.


      Ende Teil 2

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      Teil 3


      Die nächsten Tage

      Am 1. März 1814 rückten das württembergische Korps und das österreichische Korps Gyulay der Böhmischen Armee weiter nach Westen bis an die Seine und besetzten in weitem Bogen das rechte Ufer des Flusses gegenüber der Stadt Bar-sur-Seine. In der Nacht ließ Marschall MacDonald alle Seine-Brücken zerstören oder unbrauchbar machen, was aber insbesondere bei den steinernen Brücken nicht vollständig gelang.

      Am Vormittag des 2. März 1814 konnten sowohl die Österreicher südlich von Bar-sur-Seine wie auch die Württemberger nördlich der Stadt eine Brücke erobern und den Übergang über den Fluss erzwingen. Bar-sur-Seine war damals von einer Mauer umgeben, innerhalb derer sich Franzosen unter General Brayer zur Verteidigung festgesetzt hatten. Den Österreichern gelang es bald, eines der Stadttore zu sprengen, worauf sich die französischen Truppen zur Flucht wandten. Nicht wenige von ihnen wurden noch gefangen genommen. Im Schutze der Dunkelheit zog das Korps MacDonald links des Seine nach Troyes ab. Die Koalitionstruppen hatten an diesem Tage 500 Mann verloren, die Franzosen eher mehr, wenn man die Gefangenen mitzählt.

      Marschall Oudinot hatte sich mit seinen Truppen in den Tagen seit dem 27. Februar 1814 bis vor Troyes zurückgezogen. Am 3. März 1814 kam es zu ernsthaften Gefechten um die Brücken über die Barse. Jedoch Marschall MacDonald, dem Napoleon das Oberkommando übertragen hatte, war in diesen Tagen ebenso wie Marschall Oudinot erkrankt und beschloss, mit seiner ganzen Armee, die etwa 30.000 Mann Infanterie und 10.000 Mann Kavallerie umfasste, bis Nogent-sur-Seine zurückzugehen. MacDonald selbst begründete diese Entscheidung damit, dass die Verbindung zu der französischen Armee unter Napoleon im Norden durch die Böhmische Armee bedroht gewesen sei.

      So kam es, dass die Koalitionstruppen am 4. März 1814 wieder in Troyes einziehen konnten. Danach gönnte Fürst Schwarzenberg seiner Böhmischen Armee eine Ruhepause von 8 Tagen bis zum 12. März 1814, in der sich die Korps nicht mehr bewegten. In der Zeit also, in der die Schlesische Armee unter Blücher in der Picardie gegen den von Napoleon persönlich geführten Teil der französischen Armee die blutigsten Schlachten des gesamten Feldzuges schlug, blieb die Böhmische Armee bewegungslos liegen und griff die Franzosen nicht mehr an.


      Orthez wäre meine 2. Wahl gewesen, ist aber auch eine größere Partie, so dass es den Rahmen des Daily Blogs sprengen würde, Orthez auch noch zu besprechen. Aber ein anderes Mal sicher.

      Und als dritte Wahl Majuba 1881 .......... wir brauchen noch einige Durchgänge, denke ich :whistling:



      was war sonst noch los:
      1545: Ancrum Moor
      1776: Moore's Creek Bridge
      1809: Action of 27 February 1809 (Naval)
      1814: Meaux
      1814: Boechout
      1814: Saca bei Mantua
      1814: Orthez
      1814: Saint-Etienne-d'Orthe
      1849: Kápolna (Tag 2)
      1881: Majuba Hill
      1942: Schlacht in der Javasee


      CU tomorrow ......

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      28.2.:
      the daily feature:
      1638: Rheinfelden (Double-feature beider Schlachten)


      Als Schlacht bei Rheinfelden werden zwei kriegerische Auseinandersetzungen (daher teilweise auch Doppelschlacht genannt) während des Dreißigjährigen Krieges bezeichnet, die sich innerhalb von vier Tagen in der Nähe der damals dem südlichen Breisgau zugehörigen Reichsstadt Rheinfelden zugetragen haben. Truppen des für die protestantische Seite kämpfenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar trafen auf kaiserlich-bayerische Söldner, die der belagerten Stadt zu Hilfe eilten. Das Kriegsglück wechselte zwischen beiden Schlachten, doch endlich am 3. März 1638 triumphierte die protestantische Seite.


      Belagerung von Rheinfelden

      Am 18. Januarjul./ 28. Januar 1638greg. (hernach nur 18./28.Januar etc.) brach Bernhard mit einer Vorausabteilung von 1000 Mann und 1000 Pferden auf, um die Waldstädte in seinen Besitz zu bringen. Bernhard umging Stellungen der Kaiserlichen im Elsass und in Hochburgund. Am 19./ 29. Januar setzte er mit 500 Musketieren und 500 Pferden zwischen Stein und Säckingen per Fähre über den Strom und nahm noch am selben Tag das Städtchen Säckingen und das „Kloster Picken“ ein (die Deutschritterkommende Beuggen). Dann marschierte die aufgeteilte Truppe auf beiden Seiten des Flusses weiter nach Laufenburg. Die Stadt fiel am 20./ 30. Januar an Bernhards Armee, denn sie verfügte mit lediglich 60 Mann nur über eine schwache Verteidigung. Zum Schutz der dortigen, strategisch vorteilhaften Rheinbrücke stationierte Bernard 100 Musketiere in der Stadt.

      Anschließend erhielten zwei Obristen den Auftrag, sofort mit ihren Einheiten weiterzuziehen, um Stadt und Festung Rheinfelden dies- und jenseits des Rheines zu blockieren. Am 21./ 31. Januar folgte ein weiterer Obrist mit einem Teil der Truppen auf der Schwarzwälder Seite nach, Bernhard selbst marschierte mit dem anderen Teil auf Fricktaler Seite rheinabwärts bis Rheinfelden. Die Stadt war gut bewehrt und wurde von 480 Mann unter Obristwachtmeister Röckel verteidigt. Bernhard ließ sodann den Rest seiner Leute aus dem Winterquartier nachrücken. Am 23. Januar machte sich dieser Teil des Heeres aus dem Bistum Basel zur Belagerung Rheinfeldens, der wichtigsten unter den Waldstädten, auf. Unterdessen nahmen die Voraustruppen noch die Stadt Waldshut.

      Am 26. Januar/ 5. Februar begann Bernhard mit der Belagerung und Kampfhandlungen gegen die Verteidiger Rheinfeldens. Am 31. Januar/ 10. Februar ließ er die Türme und Flanken der Stadt angreifen. Der Stadtkommandant war besorgt, denn ihm ging langsam die Munition aus. Er schickte einen Boten zur Festung Breisach mit der Bitte um Nachschub. Der Mann fiel in Feindeshand und wurde am 2./ 12. Februar vor einem Tor von Rheinfelden gehenkt. Sowohl am 5./ 15. Februar wie am 6./ 16. Februar wurde die Stadt von den Belagerern heftig beschossen. Es gelang ihnen, unter dem Außenwerk eine Mine zu legen und zu zünden. Durch die Bresche drangen Angreifer in den Verteidigungsring ein. Etliche von ihnen wurden durch Schüsse niedergestreckt oder erlitten durch Steinwürfe schwere Quetschungen. Am 13./ 23. Februar riss die Kanonade ein großes Loch in einen Turm und den Angreifern gelang es, eine zweite Mine am Zwinger zu platzieren.

      Nach ihrer Zündung entstand ein Gang bis zu diesem Turm, über den die protestantische Armee in die Stadt eindringen wollte. Doch gelang es den Verteidigern, einzelne Abschnitte des Ganges zu beherrschen. Sie warfen Sprengkörper und Steine auf die Eindringlinge. Den Turm zündeten die Städter an. Durch die Hitzeentwicklung war er nun nicht mehr zu gebrauchen und als Vorposten für die Angreifer ungeeignet. Diese gingen am 18./ 28. Februar daran, durch Beschuss in den links daneben liegenden Turm eine weitere Bresche zu öffnen und es gelang ihnen auch, den Turm zum Einsturz zu bringen. Wegen der beiden Schwachpunkte im Verteidigungsring hegten die Belagerer nun die Hoffnung, dass sich die Stadt bald zur Übergabe bereit erklären würde. Da nahm das Geschehen eine ungeplante Wende.

      In den Tagen davor hatte sich in Villingen ein kaiserlich-bayerisches Heer versammelt und war nach einem viertägigen Tages- und Nachtmarsch am Morgen des 18./ 28. Februar unbemerkt bis in die Nähe des Kriegsschauplatzes gelangt.



      Erster Waffengang am 28. Februar

      Die Kaiserlichen waren von den Erfolgen Bernhards am Hochrhein aufgeschreckt. Sie wollten Rheinfelden auf keinen Fall verlieren und rückten mit Truppen zum Entsatz der bedrängten Stadt heran. Das Korps des Kaiserlichen Feldzeugmeisters Federigo Savelli war um die Mannen des in bayerischen Diensten stehenden Reitergenerals Johann von Werth und Leute des Adrian Graf von Enkevort verstärkt. Sie griffen mit überlegener Macht den französisch-protestantischen Gegner am 18./ 28. Februar, einem Sonntag, an. Ihre Dragoner hielten sie zunächst in den Hecken verborgen und ließen erst das Fußvolk ein halbstündiges Scharmützel durchführen.

      In der Schlacht trafen sodann aufeinander:

      Auf kaiserlich-katholischer Seite:
      3 Regimenter Kürassiere
      8 Schwadronen und 5 Arkebusier-Regimenter
      10 Schwadronen der bayerischen Truppen
      2 Kompanien Kroaten
      1 Regiment Dragoner
      4 Regimenter zu Fuß

      Auf französisch-protestantischer Seite:
      6 Regimenter zu Pferde
      12 Schwadronen
      400 Musketiere
      1 Schwadron des Obristen Bodendorff

      Den rechten Flügel von Bernhards Truppen kommandierte General Georg Christoph von Taupadel, der sich gegen den von Johann von Werth befehligten linken Flügel der Kaiserlichen durchsetzte. Werths Männer ließen sich zerstreuen und ergriffen die Flucht, weit nachverfolgt von französisch-protestantischen Einheiten. Umgekehrt hingegen war die Situation am anderen Flügel. Hier konnten die von Savelli und Generalmajor Klaus Dietrich von Sperreuter geleiteten Einheiten Konfusion in den Reihen des Feindes auslösen und einige auf das Schloss Beuggen zutreiben, wo Musketiere sie unter Feuer nahmen. Weil in den Reihen der Kaiserlichen auch einige Kürassiere standen, kam das Fußvolk an Bernhards linkem Flügel nur wenig voran. Durch das Vordringen des rechten Flügels wurde Platz und die Reihen Bernhards getrennt. Beim Vorrücken erbeuteten die Angreifer die Regimentsgeschütze. Die Kaiserlichen stießen durch die entstandenen Lücken auf den feindlichen Tross und begannen die Wagen mit Nachschub zu plündern, wurden aber umgehend von ihren Obristen durch Befehle in diesem Tun gestoppt. Bernhard konnte dieses Durcheinander für das Wiederherstellen einer Schlachtordnung nutzen und mit seinen Leuten einen Angriff einleiten. In dieser Phase waren Bernhard und sein General Taupadel in gegnerische Gefangenschaft geraten. Weil ihre Bewacher ihre Aufmerksamkeit jedoch mehr darauf richteten, bei der Plünderung nicht zu kurz zu kommen, gelang beiden wieder die Flucht.

      Das kaiserliche Heer musste zunächst zurückweichen, doch unterstützt durch einen Ausfall der Besatzung in der Stadt gelang es, den protestantischen Gegner zu schlagen. Weitere Attacken wurden von den Kaiserlichen pariert und bei ihrem Vorpreschen etliche Gefangene, darunter der Herzog von Rohan, gemacht. Der am französischen Hof in Ungnade gefallene Duc Henri II. de Rohan, der sich Bernhard als Berater angeschlossen hatte, erlitt in dieser Schlacht eine Verwundung, an der er nach anfänglich positivem Genesungsverlauf am 13. April in Königsfelden starb. Ferner war Bernhard auf dem Schlachtfeld mit dem Tod des Generalmajors Johann Philipp, Wild- und Rheingraf aus dem Hause Salm in der Linie Salm-Kyrburg, eine weitere wichtige Stütze in seinem Heer genommen. Sein Schweizer Stabschef Johann Ludwig von Erlach geriet mit anderen Leuten zusammen in gegnerischen Gewahrsam.

      Die Kämpfe in dieser Schlacht hielten den ganzen Tag über bis zum Einbruch der Dunkelheit an. Dann erst sammelten sich die Truppen. Das Kriegsglück war in diesem Treffen lange gleich verteilt, doch durch ihre größere Anzahl Soldaten hatten die Kaiserlichen am Ende mehr Vorteile und konnten sich als Sieger betrachten. Sie lagerten in der Nacht in der Stadt Rheinfelden. Die Kaiserlichen setzten dem abziehenden Heer Bernhards nicht nach. Im Glauben, einen totalen Sieg errungen zu haben, erlaubte Savelli, gegen den Rat von Werths, in der Folge den Truppen, sich in den Ortschaften im größeren Umkreis bessere Verpflegung zu organisieren. Rheinfelden wurde mit benötigtem Nachschub versorgt.

      Bernhard schlug mit seiner Armee den nächtlichen Rückweg nach Laufenburg ein. Die jenseits des Rheines liegenden französisch-protestantischen Einheiten hatten untertags die Stadt Rheinfelden unter Beschuss genommen, beendeten aber am Ende des Tages die Belagerung. Die Artillerie rückte am Abend ebenfalls auf der anderen Rheinseite ab. Auf dem Weg nach Laufenburg nahm Bernhard am Montag, dem 19. Februar/ 1. März, das auf einer Anhöhe zwischen Säckingen und Laufenburg gelegene feindlich besetzte „Schloss Rothenhaus“ ein, wo er 150 Gefangene machte. Möglicherweise ist hier Rothaus nahe Murg gemeint. Am Abend vereinigten sich in Laufenburg die auf beiden Rheinseiten zurückmarschierten Verbände. Schon am nächsten Tag, den 20. Februar 2. März, brach Bernhard mit seinen Truppen gegen 14:00 Uhr wieder auf. Den General Taupadel mit seiner Kavallerie schickte er auf einen Anmarschweg durch das Wehratal im Schwarzwald. Er selbst zog mit dem übrigen Heer – Fußvolk, Kanonen und Regimentern zu Ross – in Richtung Säckingen und lagerte bei Oberschwörstadt. Am 21. Februar/ 3. März vereinigte er sich um 7:00 Uhr wieder mit der Kavallerie Taupadels bei Beuggen.


      Ende Teil 1

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      Teil 2


      Zweiter Waffengang am 3. März

      Unbemerkt gelangte Bernhard in die Nähe seiner Gegner. Diese wähnten ihn auf dem Rückzug und waren der Meinung, einen glänzenden Sieg erfochten zu haben. Herzog Savelli schickte eine solche Nachricht an den Kaiser Ferdinand III. Ein Teil der Kaiserlichen war nach Breisach unterwegs, um von dort Kanonen zu besorgen, mit denen sie Laufenburg, das vermeintliche Lager Bernhards, beschießen wollten.Als die Kunde kam, dass die französisch-protestantische Streitmacht schon inder Nähe sei, wurden eilig die vorhandenen Kräfte zur Schlacht aufgestellt. EinTeil des Fußvolks wurde neben Rheinfelden im Buschwerk am Rheinufer versteckt,ein weiterer Teil in einem vor dem Schlachtfeld verlaufenden Graben platziert.Ein Regiment wurde in den Wald beim Dorf Nollingen gelegt. Die anderen Kräfteerwarteten hinter dem Graben den Feind, die Reiterei wurde neben oder hinter das Fußvolk gestellt.

      Bernhard rückte mit seinen Leuten schnurstracks auf das Schlachtfeld hinter dem Graben vor, er befehligte den linken Flügel, Taupadel wieder den rechten, erhielt aber nach Sichtbarwerden der feindlichen Aufstellung die Order, sich stärker links zu halten. Die Schlacht begann mit dem blutigen Vertreiben der in den Büschen am Rhein positionierten Musketiere durch eine Kampfeinheit des Weimaraner Heeres. Dabei gelang es auch, die am Sonntag verloren gegangenen Regimentskanonen zurückzuerobern. Bernhard ließ mit Kanonen dreimal auf die Reihen der Kaiserlichen schießen und zwar mit solchem Geschick, dass die Artillerie ständig weiter nach vorne gerückt werden konnte, am Schluss bis auf Pistolenschlussentfernung an die feindliche Infanterie heran. Die Wirkung der Salven in die Reihen des Gegners war schlimm.

      Nach der dritten Kanonensalve erhielten die Obristen den Befehl, mit den Fußtruppen über den Graben hinweg anzugreifen, Taupadel sollte zugleich mit seinen Reitern das im Wald liegende gegnerische Regiment ausschalten. In Bernhards Reihen starben vom Führungsstab der Obrist Bodendorff und zwei Rittmeister schon beim ersten Angriff, als sie den Graben überwinden wollten. Die Fußtruppen waren bei ihrem Angriff einer scharfen Infanteriesalve und Beschuss durch die im Graben liegenden kaiserlichen Musketiere ausgesetzt. Anschließend gelang es ihnen gleichwohl, mit großer Tapferkeit über den Graben in die feindlichen Reihen einzudringen, die ins Wanken gerieten. Als einige Kaiserliche ihre Gewehre wegzuwerfen begannen und ihre Kavallerie dies sah, flüchteten viele kaiserliche Reiter und stürzten sich nicht in das Kampfgetümmel.

      Johann von Werth hatte sich mit seinem Regiment im Wald in dieser Schlacht am längsten gehalten. Als auch seine Leute sich zum Durchgehen entschlossen hatten, verlegte ihnen Taupadel mit einer Schwadron den Fluchtweg. Das ganze Regiment musste sich gefangen nehmen lassen. Dabei waren neben Johann von Werth auch Herzog Savelli, die Generalmajore Adrian Graf von Enkevort und Claus Dietrich von Sperreuth und fast das ganze Offizierskorps. Die meisten zur Flucht gewandten Reiter und die ganze Infanterie wurden gleichfalls gefangen genommen. Die bei Rheinfelden stationierten Kaiserlichen schlugen sich, als sie der Niederlage ihres Heeres gewahr wurden, auf der eidgenössischen Seite nach Breisach durch und brachten sich in Sicherheit. Entkommen konnte unter anderem Oberstleutnant Georg von Lamboy, der Bruder des Generals Guillaume de Lamboy. Ihm gelang es, 400 Pferde einzusammeln, er wurde auf der Flucht aber nochmals bei Pratteln angegriffen und verlor weitere 150 Mann an Gefangenen.

      Der zurückgekehrte Bernhard von Sachsen-Weimar hatte den sorglosen Heerführer Savelli an diesem Tag vollständig besiegt. Die Befehlshaber Savelli und Johann von Werth reagierten auf seinen Angriff mit unglücklichen Aktionen. Die eine Hälfte der kaiserlichen Truppen, darunter der Dragonerführer John Henderson, floh, die andere Hälfte ergab sich. Das französisch-protestantische Heer machte 3.000 Gefangene. Bernhard konnte seine am Sonntag von der Gegenseite gefangenen Leute durch den Sieg befreien, unter ihnen der ihm wichtige General Johann Ludwig von Erlach.


      Übergabeverhandlungen und Übergabe von Rheinfelden

      Am 23. Februar/ 5. März 1638 feierten auf dem Schlachtfeld die Protestanten einen Dankgottesdienst. Einen Tag später wurden, begleitet von Bernhard, die Gefangenen nach Laufenburg gebracht und dort auf die weiteren Haftorte Benfeld, Hohentwiel und Mömpelgard verteilt. Am 26. Februar/ 8. März bekam der Stadtkommandant von Rheinfelden eine erneute Aufforderung zur Übergabe des Ortes, nachdem auf eine ihm vor drei Tagen übermittelte Botschaft noch keine Antwort vorlag. Er erhielt ein Ultimatum, sich schleunigst zu erklären und mit der Bemerkung versehen, dass alle kaiserlichen Offiziere entweder gefangen oder tot wären. Er könne sich durch eine Person von der Wahrheit überzeugen lassen. Am folgenden Tag schickte der Kommandant einen Trommler vor die Stadt mit dem Auftrag der Überprüfung. Er erhielt die Gefangenen zu Gesicht. Am nächsten Tag wurde dieser Bote zusammen mit einem Begleiter in die Stadt zurückgeschickt, welcher Übergabebedingungen zur Unterschrift dabei hatte. Doch der Kommandant bat um weitere drei Tage Aufschub. Bernhard hatte von der Verzögerungstaktik nun genug und befahl, die Arbeiten zur Einnahme der Stadt fortzuführen. Inzwischen waren auch schwere Kanonen von Hohentwiel und Benfeld herbeigeschafft worden. Das Minieren und Graben von Gängen blieb nicht unbemerkt und am 12./ 22. März wurde schließlich der Übergabevertrag geschlossen. Die in der Stadt befindlichen Gefangenen wurden auf freien Fuß gesetzt, die auf 1.600 Mann angewachsene Garnison gefangen abgeführt, unter ihnen auch Kaiserliche, die sich in die Stadt hinein gerettet hatten.


      Bilanz
      Nach der Schlacht bei Rheinfelden waren zu bilanzieren:

      18./28. Februar:
      Truppen Bernhards: etwa 100 Tote und Verwundete
      Kaiserliche: über 300 Tote und Verwundete

      21. Februar/3. März:
      Truppen Bernhards: etwa 20 Tote
      Kaiserliche: etwa 500 bis 600 Tote


      Am 23. Februar hat Bernhard seine Armee nach der Schlacht mustern lassen und dabei als Ergebnis eine Anzahl von 3.000 Mann und 4.000 Pferden mitgeteilt erhalten. Taupadel und seine Leute wurden anschließend in Richtung Breisach und Freiburg im Breisgau kommandiert.


      Nach der Schlacht

      Johann von Werth wurde zunächst nach Laufenburg gebracht und am 12. März in die Festung Benfeld verlegt. Am 7. Mai wurde er in Marsal den Franzosen übergeben und am 27. Mai in die Festung Vincennes transportiert. Auf Verlangen Richelieus wurde er später zeitweise nach Paris gebracht und dort in ehrenvoller Haft gehalten. Johann von Werth wurde in einem Gefangenentausch am 24. März 1642 in Dinglingen gegen den schwedischen Feldmarschall Gustaf Graf Horn ausgewechselt. Graf Enkevort teilte weitgehend dasselbe Los wie von Werth.

      Richelieu wollte der Eitelkeit des Volkes durch den Anblick so berühmter Gefangener schmeicheln und das öffentliche Elend durch das Schaugepränge der erfochtenen Siege vergessen lassen. Auch die eroberten Standarten und Fahnen wurden in dieser Absicht in einer feierlichen Prozession in die Kirche Notre Dame de Paris gebracht, dreimal vor dem Altar geschwenkt und der Kirche in Verwaltung gegeben.

      Savelli wurde nach Laufenburg gebracht. Dort gelang ihm in einer Verkleidung die Flucht. Er sammelte seine geflohenen und neue Leute um sich und verstärkte damit die Streitmacht des bayerischen Generals Graf Johann von Götzen, der die bedrängte Festung Breisach versorgen und unterstützen sollte. (Die Flucht Savellis wurde gerächt, Bluttat von Lauffenburg).

      Sperreuter blieb bis 1640 in Gefangenschaft und wurde dann gegen Taupadel ausgetauscht, welcher der Gegenseite durch eine unvorsichtige Attacke nach der Schlacht bei Wittenweiher in die Hände geraten war. Die Gefangenen der Schlacht von Rheinfelden wurden unter anderem auf der Festung Hohentwiel inhaftiert. Den Söldnern wurde jedoch die Wahl gelassen, künftig in Diensten Bernhards von Sachsen-Weimar ihr Kriegshandwerk fortzusetzen, wovon viele Gebrauch machten.


      In Köln und dem Umland erzählt man sich folgende Sage aus dem Leben des Johann von Werth: Jan war ein armer Knecht, der sich in die Magd Griet verliebt hatte. Da sich Griet aber eine bessere Partie als den armen Knecht Jan vorstellen konnte, lehnte sie sein Werben und seinen Heiratsantrag ab. Jan, von der Ablehnung schwer getroffen, ließ sich von einem Werber, der gerade im Ort war, für die Armee anwerben und zog in den Krieg. Da Jan ein tüchtiger Soldat und das Glück ihm hold war, konnte er bis zum General aufsteigen und mehrere Siege erringen. Nach dem Sieg über die Feste Hermannstein zog er im Triumphzug durch das Severinstor mit seinen Truppen in Köln ein. Dabei entdeckte er auf dem Markt seine einstige große Liebe Griet, die dort an einem Bauernstand Obst feilbot. Er lenkte sein Pferd auf ihren Stand zu, stieg ab, zog seinen Hut und sagte zu ihr: „Griet, wer et hätt jedonn!“ (Griet, wer es getan hätte!). Und sie antwortete ihm: „Jan, wer et hätt jewoss!“ (Jan, wer konnte das wissen!). Er stieg daraufhin wieder auf sein Pferd und ritt davon.



      was war sonst noch los:
      509 v. Chr.: Silva Arsia
      1246: Ende der Belagerung von Jaén
      1568: Beginn der Belagerung von Chartres
      1653: Seeschlacht bei Portland
      1710: Helsingborg
      1728: Palkhed
      1793: Gefechte bei Lucéram, Belvédère und Saint-Martin-Vésubie (dauern bis 2. März)
      1796: La Chauvière (Vendée)
      1797: Sover
      1804: Swileuwa
      1814: Congis-sur-Therouanne und Le Gue a Tresmes
      1847: Battle of the Sacramento River
      1862: Beginn der Schlacht von Island Number Ten (oder New Madrid)
      1942: Beginn der Schlacht in der Sunda-Strasse


      CU tomorrow ......

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      Danke für den täglichen informativen Lesestoff
      und auch für die vielen inspirierenden Infos, da kommen Idee für Spiele auf
      LG Andreas
      Kugelhagel Veteran ACW CSA
      “Look at Jackson’s brigade! It stands there like a stone wall”
      Steinhagel Einsteiger Römer und Ritter
      BA Einsteiger US Army & US Airborne, Deutsche Infantrie
      "Guten Morgen Sergeant Major." - "Woher wissen Sie was das heute fürn verdammter Tag wird?"
      SAGA Einsteiger Wikinger und Sarazenen

      Spiele zum Spaß um mit netten Menschen eine schöne, entspannte Zeit zu erleben

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      1.3.:
      the daily feature:
      222 v. Chr.: Clastidium


      Die Schlacht von Clastidium (heute Casteggio) wurde 222 v. Chr. Zwischen einer römisch-republikanischen Armee unter der Führung des römischen Konsuls Marcus Claudius Marcellus und den Insubres ausgetragen. Florus schreibt, dass die Insubrer von Viridomarus (auch Vertomarus oder Britomartus). Die Römer gewannen die Schlacht, und Marcellus erhielt dabei die Spolia Opima, eine der höchsten Auszeichnungen im alten Rom, indem er den König im Einzelkampf tötete. Clastidium war auch bemerkenswert als eine der wenigen Schlachten, die die römische Kavallerie ohne Hilfe der Legionen gewann.

      Nach dem erfolgreichen Feldzug der Konsuln Publius Furius Philus und Gaius Flaminius im Jahr 223 v. Chr. gegen die Insubres sandten diese Botschafter aus, die den römischen Senat um Frieden baten. Die neuen Konsuln Marcus Claudius Marcellus und Gnaeus Cornelius Scipio Calvus drängten jedoch nachdrücklich darauf, ihnen keinen Frieden zu gewähren. Als die Insubres auf Ablehnung stießen, beschlossen sie, bis zuletzt zu kämpfen, und heuerten eine Truppe von dreißigtausend Gaesatae-Söldnern an, um ihre Sache zu unterstützen. Als die Kriegssaison kam, fielen die römischen Konsuln mit ihren Legionen in das Gebiet der Insubres ein und belagerten die Stadt Acerrae, heute in der Gegend von Pizzighettone, zwischen Cremona und Lodi (südlich von Mailand).

      Die Insubres konnten den Belagerten nicht zur Hilfe kommen, da die Römer alle vorteilhaften Positionen um die Stadt besetzt hatten. Aber mit dem Ziel, die Römer zur Aufhebung der Belagerung aufzuheben, überquerten sie mit einem Teil ihrer Streitkräfte den Po, betraten das Gebiet der Anares (oder Anamares, oder Marici, welche allerdings Ligurer waren) und belagerten dort eine Stadt namens Clastidium (bekannt für seine Getreidespeicher). Als die Konsuln davon erfuhren, machte sich Marcellus in Eile mit zwei Dritteln seiner Kavallerie (etwa 3.200 Mann, vorausgesetzt eine vollständige Besetzung von 4.800 für zwei konsularische Armeen) und einem kleinen Teil seiner stärksten Infanterie auf den Weg, um die Belagerten zu entlasten. Er ließ Gnaeus mit dem größten Teil der Armee zurück, um die Belagerung von Acerrae aufrechtzuerhalten.

      Sobald die Kelten von der Ankunft des Feindes erfuhren, hoben sie die Belagerung auf und zogen ihnen entgegen, aufgestellt in Schlachtordnung. Als Reaktion Marcellus führte seine Schwadronen der Kavallerie nach vorn und versuchte, sie zu überflügeln, indem er seine Flügel in einer dünne Linie ausdehnte, bis er nicht weit vom Feind war. Sein Pferd wurde jedoch vorübergehend von Panik erfasst und wandte sich von der gallischen Linie ab, die er glücklicherweise in ein Spektakel der Hingabe an die Götter verwandeln konnte. Dann schwor er, Jupiter Feretrius die schönste Rüstung der Gegner zu weihen.

      In der Zwischenzeit war Viridomarus vor seine Männer hinausgeritten und hatte den römischen Konsul zum persönlichen Zweikampf herausgefordert. Marcellus akzeptierte, galoppierte sofort auf seinen Gegner zu und stieß ihn bei seinem ersten Stoß mit seiner Hasta (Speer oder Lanze) vom Pferd. Dann erledigte er Viridomarus mit zwei weiteren Stößen seiner Hasta, bevor er abstieg, um seinem gefallenen Feind seine prächtige Juwelenbesetzte Rüstung abzunehmen. Dafür die erhielt der Konsul später die Spolia opima.

      Dadurch ermutigt attackierte die römische Kavallerie die gallische Reiterei und auch das Fußvolk, welches zunächst standhielt, danach aber sowohl im Rücken als auch in der Flanke angegriffen in die Flucht geschlagen wurde. Tausende Gallier wurden bei der Verfolgung getötet, viele ertranken im Po.

      Ermutigt durch den Sieg nahmen die Römer kurz darauf Acerrae ein, während sich die demoralisierten Gallier nach Mediolanum, der größten Stadt der Insubres, zurückzogen. Gnaeus folgte ihnen dicht auf den Fersen und erschien plötzlich vor Mediolanum. Die Gallier reagierten zunächst nicht, aber als er sich wieder auf dem Rückweg zurück nach Acerrae machte, griffen sie ihn im Rücken an, und konnten nur schwer abgeschlagen werden. Gnaeus folgte ihnen, verwüstete das Land und eroberte Mediolanum selbst durch einen Angriff, auf den hin die Häuptlinge der Insubres alle Hoffnung verloren und sich bedingungslos ergaben. So gelang es den Römern, den größten unabhängigen keltischen Stamm Italiens zu besiegen und ihre eigene Vorherrschaft über die Poebene, damals die produktivste landwirtschaftliche Region der Halbinsel, fest zu etablieren.


      Noch einige Hintergrundinformationen:

      Die Insubrer (lateinisch Insubri) waren ein keltischer Stamm, der sich in der frühen Eisenzeit nördlich des Po, also im von den Römern Gallia Cisalpina genannten Gebiet, niederließen. Die Einwanderung erfolgte um 400 v. Chr., als das Gebiet von den Etruskern beherrscht wurde. Das Stammesgebiet wurde dabei im Westen vom Ticino, im Osten vom Serio begrenzt. Keltische Nachbarstämme waren im Westen die Tauriner, im Osten die Boier und Lingonen, im Norden die Lepontier, während im Süden die Ligurer lebten, welche von den Kelten in Richtung Küste zurückgedrängt wurden. Nach Livius waren die Insubrer ein Gau der Häduer. Hauptort des Stammes war Mediolanum, das heutige Mailand. Die Insubrer erhielten 49 v. Chr. das römische Bürgerrecht; seit 42 v. Chr. zählte ihr Gebiet zu Italien.

      Spolia opima (lateinisch für reiche Beute, Nominativ Plural zu lateinisch spolium, Beute, Raub und opimus, fett, reich, übertr. (erbeutete) Feldherrnrüstung) ist in der Zeit der Römischen Republik die Bezeichnung für eine durch den römischen Heerführer eigenhändig im Zweikampf erbeutete Rüstung eines besiegten feindlichen Feldherrn. Die Beutestücke wurden unterteilt in prima, secunda und tertia spolia, also Beutestücke ersten, zweiten und dritten Ranges, die dementsprechend entweder dem Jupiter Feretrius, dem Mars oder dem Quirinus geweiht wurden. Der Name Jupiter Feretrius („der Edelbeuteträger“) geht darauf zurück, dass in diesem Tempel die Spolia opima, die „reiche Beute“, dem Gott geweiht wurde. Sein Tempel befand sich auf dem Südgipfel des Kapitol.

      In der römischen Geschichte gelang das Erbeuten der Rüstung eines feindlichen Anführers durch einen römischen Heerführer nur Romulus gegen Acron, Aulus Cornelius Cossus gegen Lars Tolumnius und Marcus Claudius Marcellus gegen Viridomarus. Den Anspruch des Marcus Licinius Crassus (eines Enkels des gleichnamigen Triumvirs), nach einem Sieg über den Anführer der Bastarner im Jahr 29 v. Chr. ebenfalls die spolia opima zu weihen, wies Augustus zurück, weil Crassus nicht der oberste Befehlshaber gewesen sei, sondern nur Unterfeldherr des Augustus.


      Aus Anlass des "Ancients-Hypes" im Comitatus habe ich heute diese Schlacht gewählt. Mit DaMoitis Kelten, meinen Ligurern und den diversen Römern im Comitatus könnte man auch so ein Projekt angehen .....


      was war sonst noch los:
      86 v.Chr.: Eroberung von Athen (Mithridatischer krieg)
      1576: Toro (Kastilischer Erbfolgekrieg)
      1713: Fort Neoheroka (Tuscarora War)
      1793: Aldenhoven, Jülich, Düren und Weisweiler
      1795: Gefechte am Fluvia bei Besalú, Serinyá und Orriols
      1810: Sarrion und Manzanera
      1814: Courtrai
      1815: Napoleon landet im Golf San Juan bei Cannes mit 900 Mann
      1870: Cerro Corá (Paraguayan War)
      1896: Adua (oder Adwa, 1. Italo-Äthiopischer Krieg)
      1941: Kufra


      CU tomorrow ......

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      El Cid wrote:

      Die Insubrer (lateinisch Insubri) waren ein keltischer Stamm, der sich in der frühen Eisenzeit nördlich des Po, also im von den Römern Gallia Cisalpina genannten Gebiet, niederließen. Die Einwanderung erfolgte um 400 v. Chr., als das Gebiet von den Etruskern beherrscht wurde.


      Im städtischen archäologischen Museum in Mailand gibt es auch einen kleinen aber feinen Ausstellungsteil, der den Etruskern gewidmet ist. (Die Gallier kommen kaum vor.)
      museoarcheologicomilano.it/le-…-museo/collezione-etrusca
      greetings from good old Simmering
      Manuel (19), Jus-Student - by Kurier :D (das waren noch Zeiten...)
      Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen. Ex 22,17
      Ich weiß, wo du wohnst; Offb 2,13a

      WoW/Keepers-Altpräsident und für die Idee begeistert, eine Carrerabahn im ganzen Clublokal zu installieren