Sticky THE DAY - in wargaming history

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      Das war doch, als die Sachsen von herabstürzenden Felsen, die von den Tiroler Schützen losgetreten wurden, in eine Schlucht geworfen wurden oder? Denke das hab ich im Berg Isel Museum gelesen.
      Boltaction: Deutsche, Franzosen, FFI
      Battlegroup: US, Deutsche, Briten
      Northag Österreicher

      Kugelhagel:
      Napo: Österreicher 28mm (Division Jellachich von 1809)
      ACW: Union und CS 15mm
      AWI: Continentals 15mm

      Chosen Men: Österreicher, Franzosen

      Mortal Gods: Spartaner
      Steinhagel: Thraker 15mm
      Saga/Dux Bellorum: Angelsachsen, Wikinger, Mutahawara

      sonstige Systeme: Jugula, Cruel Seas, BFaS, Chicago 1930, Dead Mans Hand

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      5.8.:
      the daily feature:
      371 v. Chr.: Leuktra

      Mit der Schlacht bei Leuktra begann der Thebanische Krieg zwischen Sparta mit seinen Verbündeten und Theben mit seinen Verbündeten im Jahre 371 v. Chr. In ihr schlug der thebanische Feldherr Epaminondas durch erstmalige Anwendung der Schiefen Schlachtordnung das bis dahin als unbesiegbar geltende spartanische Heer. Die Heere trafen bei Leuktra, einer kleinen böotischen Stadt in der Nähe von Thespiai und ca. 10 km von Theben entfernt, aufeinander. Der entscheidende thebanische Sieg brach die seit dem Peloponnesischen Krieg bestehende Vorherrschaft der Spartaner über Griechenland. Jedoch war auch die anschließende Machtstellung Thebens nur von
      kurzer Dauer. Unter Philipp II. setzte sich Makedonien mit einem Sieg in der Schlacht von Chaironeia über ein verbündetes Heer von Athen und Theben an die Spitze der griechischen Staaten.

      Zwischen 395 und 387 v. Chr. kämpfte Sparta im Korinthischen Krieg um die Vorherrschaft in Griechenland gegen eine Allianz aus Theben, Athen, Korinth und Argos, die von Persien finanziell unterstützt wurde. Das erste Scharmützel dieses Krieges konnte Theben bei Haliartos gegen eine spartanische Eingreiftruppe für sich entscheiden, bevor das spartanische Bürgerheer eintraf. In den weiteren Schlachten schlug Sparta die Heere der Verbündeten und konnte somit seine Vormachtstellung im Frieden des Antalkidas (=Königsfrieden) behaupten. Die Folgezeit war von steten Spannungen zwischen Theben, das die Oberhoheit in Böotien beanspruchte, und Sparta, das diesen Konkurrenten nicht dulden wollte, überschattet. 382 besetzte der spartanische Truppenführer Phoibidas ohne Weisung die Kadmeia, die Zitadelle Thebens, und legte eine Besatzung hinein. Dies hatte eine Stärkung des Patriotismus in Theben zur Folge. Drei Jahre später, 379, wurde die Garnison von den Thebanern wieder vertrieben. Als eine Gruppe böotischer Städte Sparta bat, sie von der politischen Kontrolle Thebens zu befreien, und Sparta daraufhin den Abzug der thebanischen Garnisonen aus diesen böotischen Städten forderte, kam es erneut zum Krieg.

      Einer der beiden spartanischen Könige, Kleombrotos I., befand sich zu Kriegsbeginn mit einer Armee in Phokis nahe Delphi. Statt die gewöhnliche Pass-Strecke nach Böotien zu nehmen, entschied sich Kleombrotos, durch die Berge über das etwa 50 km entfernte Thisbe zu marschieren und den befestigten Hafenplatz Kreusis der Thebaner, 7 km von Thisbe, inklusive 12 thebanischer Schiffe zu nehmen. Diese Bewegungen führte er so rasch aus, dass die Thebaner erst durch die Einnahme Kreusis von seiner Anwesenheit erfuhren. In der richtigen Annahme, dass Kleombrotos nunmehr direkt gegen Theben marschieren werde, versammelte Epaminondas die Truppen Thebens und
      seiner Alliierten bei dem kleinen Ort Leuktra, etwa 9 km südwestlich von Theben, an der Straße nach Thisbe. Nach einem Marsch von 25 km traf Kleombrotos ebenfalls dort ein.

      Nachdem sich die Heere bei Leuktra entwickelt hatten und gegeneinander vorgingen, eröffneten die spartanischen Peltasten und Plänkler die Schlacht. Anschließend entwickelte sich ein Gefecht zwischen der spartanischen Reiterei, die Kleombrotos, vielleicht um einen Flankenmarsch abzuschirmen, vor seine Front gestellt hatte, und den böotischen Reitern. Wie zu erwarten war, wurde die spartanische Reiterei vom Feld gejagt, brachte aber bei ihrer Ausweichbewegung durch die schmalen Gassen zwischen den spartanischen Abteilungen die Phalanx in Unordnung, und die begonnene Flankierungsbewegung konnte nicht zu Ende geführt werden. Die thebanische Phalanx ging planmäßig vor, hielt also den rechten Flügel gestaffelt zurück, während die tiefe Kolonne links unweigerlich auf den rechten Flügel der Spartaner stieß und diesen besiegte. Bei dem Zusammenprall wurden zwei spartanische Abteilungen mit insgesamt 1000 Mann nahezu völlig vernichtet, König Kleombrotos, seine Stellvertreter und vierhundert Spartiaten fielen. Als der Rest des spartanischen Heeres sah, dass der rechte Flügel geschlagen war, überließ er das Feld den Thebanern. Auf eine Verfolgung des geschlagenen Feindes verzichtete Epaminondas.

      Durch den glänzenden Sieg der Thebaner war Sparta der Nimbus der Unbesiegbarkeit genommen. Epaminondas nutzte den Sieg, griff Sparta auf der Peloponnes an und schwächte es so entscheidend, dass es seine Vormachtstellung in Griechenland verlor.

      Taktische Bedeutung
      Die Schlacht von Leuktra ist die erste Schlacht, für die der Gebrauch der Schiefen Schlachtordnung nachgewiesen ist. Die Schiefe Schlachtordnung gilt bis heute als hohe Kunst der Taktik.
      Epaminondas war der erste europäische Feldherr, der durch bewusste Schwächung an anderer Stelle einen Schwerpunkt an der Stelle bildete, wo er den Erfolg suchen wollte. Er wird daher als Schöpfer des taktischen Prinzips der Konzentration betrachtet.
      Durch die organische Verbindung der Kavallerie mit den Hopliten auf beiden Flügeln gilt Epaminondas auch als Begründer des taktischen Prinzips vom Gefecht der verbundenen Waffen in Europa.

      Wir hätten da einiges an 15mm Griechen/Makedonier/Seleukiden im Club, wär an der Zeit, das wieder mal auszugraben ....


      was war sonst noch los:
      135: Eroberung von Betar
      642: Maserfield
      939: Alhandic
      1068: Beginn der Belagerung von Bari
      1278: Beginn der Belagerung von Algeciras
      1388: Otterburn
      1421: Brüx
      1506: Kletsk
      1689: Lachine
      1716: Peterwardein
      1763: Bushy Run
      1781: Doggerbank
      1796: Castiglione (Castiglione delle Stiviere)
      1824: Samos
      1861: Athens
      1862: Baton Rouge
      1864: Utoy Creek
      1864: Mobile Bay: passing the Forts
      1873: Massacre Canyon
      1916: Romani

      CU tomorrow ......

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      6.8.:
      the daily feature:
      1284: Meloria

      Die Seeschlacht bei Meloria, am 6. August 1284 zwischen Genua und Pisa ausgetragen, war die größte Seeschlacht des Mittelalters. Die kleine Felseninsel Meloria liegt nur wenige Seemeilen vor der italienischen Stadt Livorno. Knapp 100 Schiffe der Seerepublik Genua schlugen dort unter dem Kommando Oberto Dorias die etwa 120 Schiffe umfassende pisanische Flotte, die vom venezianischen Admiral Alberto Morosini geführt wurde.

      Im Mittelalter entstanden in Italien und Dalmatien die sogenannten „Seerepubliken“, Republik Venedig, Republik Genua, Republik Pisa, Herzogtum Amalfi, Republik Ancona, Republik Ragusa, Gaeta und die kleine Republik Noli. Zunächst bekämpften sie, manchmal auch gemeinsam, die Sarazenen, die Mauren und andere arabische Völker, die im Mittelalter das Mittelmeer und insbesondere auch die Küsten Italiens unsicher machten. Sie nahmen auch an den Kreuzzügen teil und bauten nach und nach ein dichtes Netz von Handelsniederlassungen im gesamten Mittelmeerraum auf, wodurch sie zu großem Reichtum kamen und jeweils zu verschiedenen Zeiten das Mittelmeer beherrschten. Da sie vor allem wirtschaftlich, aber auch militärisch in ein und demselben Raum operierten, entwickelte sich sehr bald ein starkes Konkurrenzverhältnis zwischen den vier Republiken. Die teils heftigen Spannungen entluden sich wiederholt in blutigen Kriegen.

      Die Seerepublik Pisa hatte bereits im 12. Jahrhundert ihren Widersacher Amalfi ausgeschaltet. Im Auftrag des Papstes befreite Pisa zusammen mit Genua die von den Sarazenen besetzten Inseln Sardinien und Korsika, die dann von beiden Republiken gemeinsam verwaltet werden sollten, was jedoch wegen permanenter Streitigkeiten zu Kriegen zwischen Pisa und Genua führte. Der Papst belehnte schließlich das spanische Haus Aragon mit beiden Inseln, das ab 1323 den Pisanern Sardinien abnahm, jedoch in Korsika seinen Herrschaftsanspruch gegen die Genuesen nicht durchsetzen konnte.

      Nach wiederholten kleineren Seeschlachten zwischen Pisa und Genua kam es am 6. August 1284 zur Entscheidungsschlacht. Pisa unterlag Genua dabei. Später versandete auch der pisanische Hafen an der Arnomündung. Schließlich verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit an Florenz.

      Die pisanische Flotte hatte im Juli 1284 die Stadt Rapallo geplündert und war dann vor dem Hafen Genuas aufgetaucht. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt schutzlos, da die genuesische Flotte vor Sardinien kreuzte. Die Pisaner schossen einige Pfeile mit provokativen Botschaften auf Genua ab. Manche behaupten, die Pisaner hätten sich aus Respekt vor der schutzlosen Stadt auf diese Aktion beschränkt, andere meinen, sie hätten sich vor der Rückkehr der genuesischen Flotte gefürchtet. Einige genuesische Schiffe verfolgten die Pisaner auf ihrer Weiterfahrt. Als sich beide Flotten vier Seemeilen vor der toskanischen Küste trafen, ließen sie sich bewusst auf eine Entscheidungsschlacht ein.

      Der 6. August war der Sankt-Sixtus-Tag, der pisanische Nationalfeiertag, an dem die Stadt mehrfach Seeschlachten und Kriege (so gegen die Mauren auf den Balearen und gegen andere Araber im Heiligen Land) gewonnen hatte. Mit diesem Ansporn und der Sicherheit der zahlenmäßigen Überlegenheit zogen die Pisaner mit ihren drei Geschwadern in den Kampf und fochten mit wilder Entschlossenheit gegen die beiden Geschwader Oberto Dorias und Corrado Spinolas. Zunächst beschoss man sich mit Pfeilen und Steinen, dann wurden die gegnerischen Schiffe geentert. Doch während des Kampfes erschien ein weiteres genuesisches Geschwader unter Benedetto Zaccaria, das sich hinter einem Felsvorsprung an der Küste versteckt hatte, und hielt auf die Flanke der Pisaner zu. Zaccaria eroberte das pisanische Flaggschiff und nahm Morosini gefangen. 20 pisanische Schiffe unter Graf Ugolino della Gherardesca griffen danach nicht mehr in den Kampf ein.

      Der Sieg der Genuesen war deutlich. Sie hatten sieben pisanische Schiffe versenkt und 28 erobert. 5.000 Pisaner starben bei der Schlacht, 11.000 blieben als Kriegsgefangene lange Zeit in genuesischen Kerkern, darunter Rustichello da Pisa, der in Gefangenschaft Marco Polo traf und dessen Autobiografie Il Milione schrieb, was die Welt langfristig für immer veränderte. Die Genuesen waren der Ansicht, man könne die Bevölkerung Pisas durch Entzug der Männer langfristig schrumpfen lassen. Pisas Rivalen in der Toskana antworteten auf die Frage, wo man Pisaner finden könne, lange Zeit höhnisch: „in Genua“. 13 Jahre nach der Schlacht kam es zu einem Friedensabkommen zwischen den beiden Städten, das auch eine Rückkehr der Gefangenen vorsah. Von den ehemals 11.000 pisanischen Kriegsgefangenen kehrten etwa 1.000 lebend in ihre Heimat zurück.

      Was die zunächst stärkere Republik Genua angeht, konnte sie zwar für lange Zeit eine der vorherrschende Seemächte im Mittelmeer sein, unterlag aber später dem weiter aufstrebenden Venedig 100 Jahre später im Chioggia-Krieg.

      Nach einem mündlichen Bericht Polos wurde sein Reisebericht von Rustichello da Pisa (auch Rusticiano da Pisa) in altfranzösischer Sprache aufgezeichnet. Als der Venezianer Marco Polo nach der Schlacht bei Curzola (8.September 1298) zwischen den Flotten Venedigs und Genuas zu seinem Mitgefangenen wurde, schrieb Rustichello zwischen September 1298 und Juli 1299 die Reiseberichte des Marco Polo in dem als Gefängnis genutzten Palazzo San Giorgio nieder.

      Spicheren oder Wörth wären sicher auch eine gute Wahl gewesen, aber Meloria, obwohl als größte Seeschlacht des Mittelalters eine eher unbekannte, habe ich für wichtiger gehalten sie euch zur Kenntnis bzw. näher zu bringen.
      Seeschlachten im Mittelalter wäre auch mal eine interessante Variante für unsere Naval-Fraktion, aber Schiffsmodelle in einem sinnvollen Maßstab sind da schwer zu finden .....


      was war sonst noch los:
      686: Khazir
      1003: Civitavecchia
      1063: Palermo
      1087: Eroberung von Pantelleria
      1119: Porto Venere
      1135: Eroberung von Amalfi
      1282: Porto Venere II
      1566: Beginn der Belagerung von Szigetvár
      1605: Täbris
      1623: Stadtlohn
      1644: Freiburg im Breisgau
      1777: Oriskany
      1780: Hanging Rock
      1813: Eroberung von Caracas
      1824: Junín
      1862: Kirksville
      1870: Spicheren
      1870: Wörth (oder Reichshoffen, oder Fröschwiller)
      1915: Sari Bair
      1915: Suvla Bay (bis 15.8.)
      1915: Mărășești
      1943: Vella-Golf

      1945: Bombardierung von Hiroshima (zum Gedenken)

      CU tomorrow ......

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      7.8.:
      the daily feature:
      1796: Forchheim

      Bei den Gefechten bei Bamberg und Forchheim, vom 4. bis 7. August 1796, handelte es sich um Rückzugsgefechte der österreichischen Armee unter dem Feldzeugmeister Wilhelm Graf von Wartensleben. Die beiden Angriffe wurden von der französischen Armée de Sambre-et-Meuse unter dem Oberbefehl von General Jourdan während seiner zweiten Invasion Deutschlands im Ersten Koalitionskrieg vorgetragen.

      Die Einheiten der Österreicher wurden entlang des Mains angegriffen und im Juli von der Reichsstadt Frankfurt bis zunächst ins Fürstbistum Bamberg verfolgt und aufgrund des weiteren Verlaufs weiter bis in die Oberpfalz abgedrängt.

      Getrieben vom Eifer, die Stadt Bamberg als erste zu nehmen, trafen die verfolgenden Vorhutdivisionen der Generäle Grenier und Championnet am 4. August überraschend auf eine zahlenmäßig überlegene Nachhut der österreichischen Armee bei Bamberg. Die Hauptarmee der Österreicher verlegte zu diesem Zeitpunkt bereits nach dem kleinen Ort Altendorf im Süden. Nur das Eintreffen der französischen Hauptstreitmacht konnte verhindern, dass die beiden französischen Divisionen aufgerieben wurden, dennoch erlitten die Franzosen vor der Einnahme Bambergs schwere Verluste. Nach dem Gefecht setzte sich die österreichische Nachhut weiter entlang der Regnitz
      bis auf Höhe der Aisch ab und ging bei Altendorf gemeinsam mit den dortigen Einheiten in eine defensive Position.

      In den darauf folgenden Tagen verlegte Graf von Wartensleben seine Hauptverteidigungslinie weiter südlich nach Forchheim und ließ Stellungen an der Regnitzfurt bei Sassanfahrt sowie fünf Infanteriebataillone und 22 Kavallerieschwadronen des Generals Kray entlang der Linie Weppersdorf und Willersdorf etwa zehn Kilometer nördlich von Forchheim entlang der Aisch vorlagern.

      Die rechte Front der Österreicher bildete der Fluss Wiesent, an dem Einheiten in Stellung gingen. Die gesamte Front verlief nun von Neustadt und Höchstadt an der Aisch über die Festung Forchheim in östlicher Richtung und reichte bis nach Ebermannstadt.

      Wartensleben hatte Befehl den Vormarsch der Franzosen zu verzögern und sich mit der Armee von Erzherzog Karl zu vereinen, die sich bereits am 5. August 1796 etwa 100 Kilometer südlich von Forchheim im Anmarsch befand. Da auf französischer Seite zwischenzeitlich der Oberbefehlshaber General Jourdan in Bamberg erkrankte, übernahm General Kleber kurzzeitig das Kommando der Sambre-Maas-Armee.

      Die Armee Wartensleben war durch die Stellung mit Forchheim in der Mitte und somit durch den Fluss Regnitz zwar in zwei Flügel geteilt, jedoch nutzte Kleber die Chance nicht, die feindlichen Flügel getrennt voneinander anzugreifen, und ließ daher allgemein, auf breiter Front, um sieben Uhr am 7. August gegen Forchheim vorrücken. Die französische Armee ging entlang beider Regnitzufer vor. General Lefebvre sendete auf der linken Seite ein Kommando über die Berge der Fränkischen Schweiz ins Wiesenttal und bedrängte erfolgreich den rechten Flügel der Österreicher.

      General Collaud leitete den Vormarsch auf der französisch rechten Seite, seine Vorhut wurde von Generaladjutant Ney geführt, dessen Einheiten bald in Gefechten mit überlegenen österreichischen stand. Ney konnte mit Verstärkungen seine Position halten und wurde nach dem Kampf wegen seiner Leistung zum Brigadegeneral befördert.

      General Greniers Einheiten drängten die Österreicher unter FMl Kray über die Aisch zurück und konnten sich mit den Einheiten Championnets vereinigen und noch mehr Druck ausüben.

      Als General Bernadotte bei Höchstadt an der Aisch noch mit seiner Kavallerie die Positionen Krays umging, musste dieser süd-östlich bei Hausen über die Regnitz zurückweichen. Da nun auch die Positionen der rechten
      österreichischen Seite nicht nur Gefahr liefen in Unterzahl zu geraten, sondern auch ebenfalls überflügelt zu werden, gab FZM Wartensleben seine Stellungen und somit Forchheim auf und ließ die Gefechte abbrechen. Die Österreichische Armee zog sich nun rasch in Richtung der Reichsstadt Nürnberg zurück.

      Bei Eintreffen der Franzosen in Forchheim ergab sich die Festungsgarnision nach deren ersten Aufforderung und die Armee erbeutete zudem sechzig Kanonen der Festung.

      Am 17. August lieferte sich bei Sulzbach-Rosenberg die Sambre-Maas-Armee eine weitere Schlacht mit den zurückweichenden österreichischen Truppen, aus der sich Wartensleben erneut zurückziehen musste, um sich dann am 22. August erfolgreich mit den kaiserlich-österreichischen Streitkräften von Erzherzog Karl zu vereinen. So erfolgte die Schlacht bei Amberg (24. August) und die Wende im Krieg in der Oberpfalz und in Franken.

      Mit „BAMBERG“ befindet sich eine Inschrift am „Pilier NORD“ der geführten 128 Schlachten der französischen Armeen für die Republik und das Kaiserreich am Arc de Triomphe in Paris.

      Wieder mal was Unbekannteres aus der Rubrik "Napoleonics".


      was war sonst noch los:
      626: Blachernae (Goldenes Horn, Ende der Belagerung von Konstantinopel)
      1078: Mellrichstadt
      1427: Po (Zerstörung der Visconti-Flotte durch die Venezianer)
      1588: Calais
      1631: Werben
      1636: Einnahme von Corbie
      1714: Gangut (oder Hanko)
      1720: Grönham (oder Grengam)
      1791: Kenapacomaqua (oder Old Town)
      1819: Boyacá

      1864: Moorefield (eine reine Kavallerie-Schlacht, etwas für die ACW- und Kavallerie-Buffs)
      en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Moorefield

      1942: Lunga Point (Guadalcanal)

      CU tomorrow ......

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      8.8.:
      the daily feature:
      1918: Amiens (3.Picardie-Schlacht)

      Die erste der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 an der Somme („Operation Michael“) war im April vor Arras sowie bei Albert und Vollers-Bretonneux zum Erliegen gekommen, ohne das Ziel Amiens zu erreichen. Weitere deutsche Offensiven wie die Vierte Flandernschlacht hatten ebenfalls zwar Geländegewinne, aber keine entscheidenden Erfolge gebracht. In der Zweiten Schlacht an der Marne von Mitte Juli bis Anfang August hatten die französischen und verbündeten Truppen einen deutschen Angriff bei Reims aufgehalten und waren zur Gegenoffensive übergegangen.

      Der anfängliche Plan des britischen Feldmarschalls Douglas Haig für die Offensive bei Amiens sah den Angriff der britischen 4.Armee unter General Henry Rawlinson zu beiden Seiten der Somme vor. Der alliierte Oberbefehlshaber
      Marschall Ferdinand Foch setzte durch, dass die südlich stehende französische 1-Armee unter Marie-Eugène Debeney ebenfalls im Raum Moreuil an der Offensive teilnahm. Der Angriff sollte nach dem von den Australiern unter General John Monasch am 4. Juli in der Schlacht von Hamel erfolgreich erprobten Muster des überraschenden und koordinierten Vorgehens von Infanterie und Panzern folgen, von denen etwa 580 bereitstanden.

      Hinzu kam, dass die im Verband der deutschen 2.Armjee eingesetzten Truppen abgekämpft waren. Die Grabenstärke der Infanteriebataillone war teilweise auf unter 300 abgesunken, beim Infanterie-Regiment 18 (41.Division) beispielsweise auf 255 Gewehre. Die deutschen Stellungen in diesem Sektor waren zudem nicht vollständig ausgebaut. Der Erfolg des Plans hing vom Überraschungseffekt ab; der Gegner wurde nicht durch das übliche vorbereitende Artilleriefeuer vor der bevorstehenden Offensive gewarnt. Stattdessen war der Einsatz einer Feuerwalze vor den vorrückenden Truppen vorgesehen.

      Auf der alliierten Seite nahmen 29 Divisionen an der Offensive teil; dagegen standen 10 deutsche Divisionen in erster Linie und 5 Eingreifdivisionen dahinter.

      Nördlich der Somme zwischen Dernancourt und Sailly setzte das britische III. Korps unter Richard Butler die 47. (Gorringe), 12. (Higginson), 18. (Lee) und 58. Division (Ramsay) an. Das 10. Tank-Bataillon unterstützte mit 36 Mark V
      Tanks.

      Als Reserve diente das Kavalleriekorps unter General Kavanagh das mit ihren drei Divisionen nach geglücktem Durchbruch nachzustoßen hatte. Die Armee-Reserve bildete die 17., 32. und 63. Division und dazu die 3. Tank-Brigade
      mit 72 kleineren Whippet Tanks.

      Im Hauptangriffsgelände südlich der Somme trat das australische Korps (Monash) mit der australischen 3. (Gellibrand) und 2. Division (Sinclair-Maclagan) an der Linie Corbie-Hamel-Villers-Bretonneux (einschließlich) an. In diesem
      Abschnitt war die 5. Tank-Brigade mit 108 Mark V und das 15. Tank-Bataillon mit 36 Mark V zum Durchbruch angesetzt. Als Reserve wurde dahinter die australische 1., 4. und 5. sowie eine amerikanische Division bereitgestellt.

      Südlich von Villers-Bretonneux bis zur Luce war das kanadische Korps unter Arthur Currie von Nord nach Süd mit der kanadischen 2. (Burstall), 1. (Macdonell) und 3. Division (Lipsett) aufmarschiert. Dahinter lag die 4. Division (Watson) als Reserve bereit. Die 4. Tank Brigade führte hier 144 Mark V zum Angriff.

      Zwischen dem Lucebach und Montdidier führten zwei Korps der französischen 1. Armee ihren Angriff durch. Das französische XXXI. Armeekorps unter General Toulorge setzte zwischen Berteaucourt und Morisel von Nord nach Süd die 42., 37. und 66. Division im ersten und dahinter im zweiten Treffen die 126. und 153. Division zum Durchbruch nördlich von Moreuil ein. Die Franzosen schickten etwa 200 Tanks in die Schlacht, darunter viele Renault FT. Südlich davon verlängerte das französische IX. Armeekorps unter General Garnier-Duplessis mit der 15. Kolonial-Division und der 3. Division die Schlachtfront bis Montdidier.

      Der Angriff begann am 8. August um 05:20 Uhr Ortszeit.

      Nördlich der Somme konnte das Generalkommando 54 (General Larisch) den von ihm verteidigten Gruppenabschnitt erfolgreich gegen die Angriffe des britischen III. Korps verteidigen. Bei diesen Abwehrkampf stand die 233. Division in Albert, südlicher entlang der Ancre die 54. Reserve-Division bei Dernancourt und die am stärksten durch das britische III. Korps attackierte 27.Division von Morlancourt bis zur Somme bei Cerisy.

      Südlich der Somme lag gleichzeitig das deutsche Generalkommando 51 unter General von Hofacker zusammen mit dem XI.Armee-Korps unter General Kühne im Hauptangriffsfeld der britischen 4. Armee. Während der Südflügel des
      Generalkommandos 51 gegenüber den Franzosen bei Moreuil noch standhielt, brach der nördliche Abschnitt, die 192. Division und die 14. Bayerische Division zusammen.

      Bis 11 Uhr war im kanadischen und australischen Sektor auf einer Breite von über 20 Kilometern ein Einbruch von 5 Kilometern Tiefe erzielt, der bis zum Abend auf durchschnittlich 10 Kilometer anwuchs. Der Durchbruch gelang den Australiern und Kanadiern an der Front der 13., 41., 117. und 225. Division beiderseits von Villers-Bretonneux. Die australische 5. Division unter General Hobbs, die hinter der 2. Division folgte, wurde nach vorne gezogen und erzwang die Einnahme von Harbonnières.

      Die deutschen Verluste am 8. August betrugen rund 30.000 Mann, davon etwa die Hälfte Gefangene. Der Erste Generalquartiermeister der deutschen OHL Erich Ludendorff bezeichnete diesen Tag später als „Schwarzen Tag des deutschen Heeres“.

      Die Offensive wurde an den folgenden drei Tagen fortgeführt, brachte aber aufgrund der nun fehlenden Unterstützung durch Artillerie und Panzer nur noch begrenzte Erfolge. Am 21. August begann die 3. britische Armee zwischen Albert und Arras einen ähnlichen Angriff, der ebenfalls erfolgreich war.

      Der Australier Monash wurde für seinen Erfolg in der Schlacht am 12. August von König Geirg V. auf dem Schlachtfeld zum Ritter geschlagen.

      Durch die erfolgreiche Offensive konnten die Alliierten in diesem Frontabschnitt und nachfolgend an der gesamten Front die Initiative übernehmen. Ende August und Anfang September wurden die deutschen Truppen im Sommeabschnitt auf ihre Ausgangsstellungen vor der Frühjahrsoffensive (Hindenburglinie) um St. Quentin zurückgedrängt. Ende September begann, eingeleitet durch die amerikanische Meuse-Argonne-Offensive,
      der Angriff auf diese letzte deutsche Verteidigungslinie, mit deren Fall im Oktober der Krieg für Deutschland verloren war.

      Eine interessante Schlacht, die man, hätte Battlefront seine 15mm-WW1-Pläne weitergesponnen, in Teilen nachspielen könnte. Vielleicht mit adaptierten Battlegroup-Regeln ...... ;)


      was war sonst noch los:
      484: Antiochia
      1220: Lihula
      1264: Rückeroberung des Alcázar von Xerez de la Frontera
      1588: Gravelines
      1657: Dungan's Hill
      1775: Gloucester
      1780: Pekowee (oder Piqua)
      1782: Hudson Bay Expedition - Rupert's Land
      1888: Saganèiti
      1916: Bitlis (Ende der Schlacht)
      1941: Ende der Kesselschlacht bei Uman

      CU tomorrow ......

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