Diverse Spielberichte für CoC, BGK etc.

      Diverse Spielberichte für CoC, BGK etc.

      Vor einer knappen Woche habe ich mit Annatar eine Partie Battlegroup Kursk gespielt.
      Als Szenario haben wir Attack/Counterattack gewählt.

      Ich hatte als Truppe ein HQ, ein Platoon Infanterie mit einem Infanteriegeschütz (76mm), eine Batterie SU-76, eine Batterie 82mm Mörser , einen Munitions-LKW und statt einem geplanten Ba-64 (da ich Honk das Modell zuhause vergessen habe) ein Scout Squad Infanterie.

      Annatar hatte das HQ mit Sdkfz 251 mit Artilleriespotter, zwei Squads Panzergrenadiere in Sdkfz 251, einen Panzer IV (ich glaube G), ein Aufklärungssquad im sdkfz 250 und ein Aufklärungsfahrzeug 250/9

      In diesem Szenario beginnen am Tisch nur die Aufklärungseinheiten, davon hatte ich eine und Annatar sogar zwei. Wir bestimmten die Objectives und es ging auch schon los. Ich schickte meine Aufklärer rasch in das einzige "richtige" Gebäude und Annatar nutzte die Mobilität seiner Truppe (für so manchen stellt es ein Novum dar ;) ) um zwei andere Ziele zu besetzen.
      Nach und nach kamen die anderen Truppen aufs Feld, wobei die Deutschen mit den SdKfz rasch das Spielgeschehen erreichen konnten. Ich zog meine Su-76 Batterie um ein Objective herum vor (was alle SdKfz. ein wenig einschränkte da diese die "Suka"s fürchteten) und lieferte mir ein Beschussduell mit dem Panzer IV. Dieser blieb nichts schuldig und zerstörte eines meiner Geschütze. Drei mal konnte der deutsche Panzer zwar getroffen werden doch die Panzerung hielt allem stand (auch wenn er einmal gepinnt wurde). Nachdem die beiden übrigen Su-76 sich leer geschossen haben rückten sie von ihrer Stellung ab um sich aufzumunitionieren. Derweil kamen auch die restlichen russischen Truppen aufs Feld aber der sowjetische Kommandant hatte keine Zeit sich mit ihnen zu beschäftigen (sprich: hatte keine Order über ;) )
      Inzwischen gingen einige deutsche Panzergrenadiere gegen meine Aufklärer im Haus vor. Die Russen ließen viel Feuer über sich ergehen ohne mit der Wimper zu zucken, deshalb starteten die Grenadiere einen Sturmangriff. Der ging anfangs unblutiger aus als erwartet (da man cover bekommt) doch schlussendlich wurden die Aufklärer aufgerieben. Ich warf die restliche Infanterie vorwärts doch diese konnte dann nicht mehr viel ausrichten da die deutschen Maschinengewehre ihre Wirkung entfalteten. Somit erging der Sieg an die Deutschen.

      Fazit: Auch wenn wir nicht alles zu 100% korrekt gespielt haben (1-2 Regeln haben wir etwas falsch gespielt aber nichts wirklich gravierendes) konnte man erkennen dass es bei Battlegroup sehr taktisch zugeht. Die Kunst ist es die Truppen gut zusammenarbeiten zu lassen (das ist jetzt kein Eureka, aber in diesem System scheint es sehr sehr wichtig zu sein) und das Gelände sinnvoll zu nutzen (die "saves" sind eher hoch angesetzt). Die erwürfelte Anzahl der Befehle sowie die zwei unterschiedlichen Feuerarten (man kann Flächenfeuer abgeben um den Gegner zu pinnen oder gezieltes, welches schwieriger ist, um diesen zu erledigen) und das Battlerating-System haben uns beiden sehr gut gefallen. Das mit dem Observierungswurf beim gezielten Feuer muss man sich glaube ich ein wenig anders vorstellen (ich vermute es soll nicht nur das sehen sondern auch das rechtzeitige "aufs Korn-nehmen" damit dargestellt werden) als es der Name selbst sagt. Auch in den anderen Battlegroup-Büchern gibt es interessante Zusatzregeln wie zb. den Beschuss von Gebäuden welche man übernehmen kann. Es war bestimmt szenarioabhängig doch es war sehr schön zu sehen dass die Mobilität der deutschen Panzergrenadiere sowie deren Schützenpanzer eine entscheidende Rolle gespielt haben.

      Wir haben vor, falls es terminlich klappt, im Jänner noch ne Partie anzusetzen.

      Das Battlerating - System :
      man zieht verdeckt counter wenn man eine Einheit verliert/Gegner mehr scout-einheiten hat/Gegner ein Objective einnimmt/usw. und diese können den Wert 1 bis 5 haben. Ziel ist es dem Gegner dazu zu bringen über seinen Battlerating-Wert zu kommen welcher durch die Einheitenwahl bei der Listenzusammenstellung ermittelt wird. Es können aber auch zufällige Ereignisse wie Minenexplosion, Fliegerangriff etc. gezogen werden.

      Spielfeldübersicht. Die Matten sind richtig toll, wir bräuchten einzig mehr flache Hügel



      Ein deutscher Aufklärer rückt vor



      Die russischen Aufklärer besetzen das Gebäude und nehmen Position bei den Fenstern ein.



      Die russische Infanterie passiert eine brennende Su-76 und rückt vor.




      Annatars Fotos (mehr und besser):
      dropbox.com/sh/4lxtdjeu45kj72t…F4rFquwm_sAXsj8G8rIa?dl=0
      Eusebio schrieb:
      "Das Bier subventioniert die niedrigen Getränkepreise"
      Ich habe mit Shlomi zwei Szenarien von Chain of Command gespielt um dieses System mal anzutestenl. Einmal haben wir "The Probe" (ich war Angreifer) und einmal "A delaying Action" (Shlomi war Angreifer).
      Ich hatte als Truppe beim ersten Szenario ein reguläres britisches Motor Rifle Platoon mit einem Medic und Forward Observer einer 3" Mörser Batterie. Beim zweiten rüstete ich es nur auf ein normales Rifle Platoon auf (mehr Mann im Rifle Team in jeder Section).
      Shlomi führte beim ersten Szenario ein reguläres Grenadierplatoon mit einem Adjutanten und beim zweiten Szenario verstärkte er sich mit einem Beobachter einer 8cm Mörser Batterie, einem leichten Infanteriegeschütz und einem zweiten Senior Leader.

      Beim "The Probe" war es meine Aufgabe mit einem Team die gegnerische Seite zu erreichen. In der Patrol Phase rückte ich zentral meine Marker vor um dann ein wenig links abzufallen. Dafür konnten die Deutschen einen Jump Off Punkt relativ stark in meiner rechten Flanke aufstellen.
      Ich konnte recht rasch eine Vielzahl von Truppen ins Spiel bringen da ich gleich von Anfang an 2mal hintereinander dran gekommen bin. Mein leichter Mörser nebelte ein zentral liegendes Gebäude ein um dort den deutschen Verteidigern gleich die Position unschmackhaft zu machen.


      Früh sind fast alle Briten am Feld


      Shlomi warf dann schnell zwei Gruppen im Zentrum auf die Linie und ein Feuergefecht begann.



      Rasch probierte er es mit einem Sturmangriff welcher zwar eine Riflesection auslöschte jedoch auch bei den Angreifern keinen am Leben ließ. Um die Linie zu halten wurde die letzte Gruppe auf diesem Abschnitt ins Spiel gebracht während ich die links platzierte Gruppe vorrücken lies und rechts eine Gruppe sich zum Erobern eines deutschen Jump off points in Bewegung setzte.
      Mein Forward Observer ließ die Mörser über den Deutschen einen Granatenregen fabrizieren welche das Bombardement recht gut überstanden. Es wird ein Gebiet von 18" x 18" bombardiert wogegen die in FoW verwendete "Pizzaschachtel" klein erscheint :)



      Erneut gingen die Grenadiere zentral zum Angriff über konnten sogar in der Mitte einen britischen Unteroffizier erlegen (der jedoch 2 der Teutonen noch mitnehmen konnte). Meine Force Moral hielt jedoch ausreichend lange dass meine rechte Gruppe die Kante erreichen konnte.
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      Beim "A delaying Action" musste Shlomi über die kürzere Tischekante angreifen und wir erkannten den Sinn weshalb man auch 3 statt 4 Patrol Marker nehmen kann (weil man diese 3 dann auch öfter bewegen kann) was kein Vorteil sein muss, aber kann. Ich konnte relativ weit vorne zwei Jump off points anlegen welche sich beide auch in Gebäuden befanden. Der dritte Jump off Punkt, der auch das Ziel des deutschen Angriffs war, stand recht weit hinten.
      Shlomi brachte zwei Gruppen Grenadiere, setzte eine zum Sperrfeuer ein und rückte mit der anderen recht rasch vor, direkt ins Verderben. Die Gruppe wurde von zwei britischen Gruppen zusammengeschossen.

      Eine andere Gruppe eröffnet das Feuer auf Briten im Haus. Unterstützt werden sie von einigen Unteroffizieren und einem Geschütz.



      Um Entlastung für den Squad im Haus zu bringen feuert der leichte Mörser Rauch. Nach diesem Schuss war jedoch Schluss da er keine Munition mehr hatte.



      Noch können sich die Briten halten



      Während ein Squad eine Flanke recht souverän hielt, waren die Briten im Haus auf verlorenem Posten. Das vereinte Feuer der Deutschen forderte immer mehr Opfer, und ein Mörserbeschuss tat dann sein übriges. Die Briten flohen und ich musste den letzten Squad auch im Haus aufstellen.


      Die Reserve bezieht im Haus Stellung.




      Wir haben danach das Spiel aus Zeitgründen beendet. Nach einem starken Beginn für die Briten wandelte sich das Schlachtenglück zugunsten der Deutschen. Im Moment als wir aufhörten war ein deutscher Erfolg recht wahrscheinlich da der Forward Observer der Briten keinen Kontakt mehr aufnehmen konnte mit seiner Batterie während der deutsche Beobachter noch immer mit seinen Mörsern in Verbindung stand.



      Fazit: Ein sehr taktisches System, im kleinerem Maßstab als Battlegroup angesetzt. Die Nutzung der Command Dice ist recht schnell erklärt (verschiedene Resultate aktivieren verschiedene Truppenteile) und das Spiel erlaubt viele Möglichkeiten. Nahkampf ist sehr sehr blutig, es werden auch deutlich mehr marker und würfel verwendet als in so manch anderen Systemen was nicht unbedingt falsch sein muss sondern nach einigen interessanten optischen Lösungen ruft. Man kann (zumindest bis dahin) hinter jeder Regel einen Sinn erkennen und es ist viel durchdacht. Das nächste mal könnte man es mit einem oder anderen Fahrzeug versuchen ist aber nicht notwendig, es gibt noch genug zu entdecken. Wie sehr ich mich auf die Testspiele gefreut habe sieht man daran dass ich bereit war gegen unbemalte und teilweise geproxte Figuren zu spielen :)
      Enttäuscht wurde ich nicht, macht Lust auf mehr und ich freue mich schon auf den 8.1.2016
      Eusebio schrieb:
      "Das Bier subventioniert die niedrigen Getränkepreise"

      Post was edited 1 time, last by “slowik” ().

      Cooler Bericht und sehr hübscher Tisch. Bei genügend langer Vorwarnung würde ich mir die nächste Partie gerne anschauen.

      Edit: der BGK-Bericht war vornehmlich gemeint, Slowik hat mir dazuwischengefunkt mit dem nächsten Beitrag. Der Lauser
      "Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit."

      Post was edited 2 times, last by “virago” ().

      Cooler Bericht und sehr hübscher Tisch. Bei genügend langer Vorwarnung würde ich mir die nächste Partie gerne anschauen.


      Sehr gerne. Wenn wir einen Termin haben werde ich es hier reinschreiben. Ich warne nur vor dass wir auch noch in der Lern-Phase sind, also das Regelbuch wird nicht selten geöffnet ;)
      Eusebio schrieb:
      "Das Bier subventioniert die niedrigen Getränkepreise"
      Super Bericht! Danke das du das übernommen hast!
      Mir taugen beide Systeme extrem (obwohl sich die Erfahrung auf 1,5 Spiele beschränkt, dafür aber auf Stunden in den Regelbüchern schmökern).

      @virago und Slowik: Vielleicht können wir ja ein 2 vs. 2 Platoon Spiel organisieren im Jänner.
      Ich finde das Battlegroup-Regelsystem auch nicht schlecht. Zumindest nach dem was ich bei den zwei Testspielen erlebt habe...

      Btw. echt tolles Geländesetup. Bei den historischen Sachen wird erfreulicherweise sehr viel Wert auf die Optik gelegt !

      Die Infanteristen sind 15mm auf 1 Cent Münzen nehme ich an ?
      Gerechtigkeit trieb meinen hohen Schöpfer



      Patrick Wagesreither (geboren 6.Juni 1985 in Krems, gestorben 12.August 2012 in Wien) Österreichischer Spaziergangswissenschaftler, Heiratsschwindler und Erfinder des Dramas, Schöpfer des expressionistischen Musicals "Horus Heresy"
      ​Ich finde das Battlegroup-Regelsystem auch nicht schlecht. Zumindest nach dem was ich bei den zwei Testspielen erlebt habe...

      Finde ich auch gelungen, dadurch dass es um eine Ebene höher angesetzt ist was die Truppenmengen angeht als Chain of Command ist es nicht so detailliert, aber trotzdem sinnvoll spielbar. Mir gefallen beide Systeme, schwer für mich jetzt einen Favoriten auszumachen.

      ​Btw. echt tolles Geländesetup. Bei den historischen Sachen wird erfreulicherweise sehr viel Wert auf die Optik gelegt !

      Das stimmt, das war aber seitdem ich mich erinnern kann nie anders. Die Matten stocken das ganze noch ein wenig auf, wir brauchen aber meiner Meinung nach noch ein wenig mehr Buschwerk, Unterholz etc., schöne Wald-Grundflächen und flache Hügeln. Ich bestelle in den nächsten Tagen ein paar Telegraphenmasten weil die wirken auch schön.
      Eusebio schrieb:
      "Das Bier subventioniert die niedrigen Getränkepreise"
      Neulich habe ich mit Grim und Lynx Chain of Command angespielt, als setting wählten wir Nord Afrika.

      Szenario 1: The Patrol
      Ich bzw. wir (Lynx bestritt das Gefecht auf meiner Seite), hatten 5 Punkte support, daraus wurde eine Recce Section (2 universal carrier).
      Grim wählte einen Adjutanten und eine Satchel Charge.

      Spielfeldübersicht :



      Nach der Patrol-Phase hatten die Briten leichte Vorteile, die Deutschen wurden ein wenig in die Defensive gezwungen. Da unser Tisch eine Menge Gebäude hatte war der Vorteil von gepanzerten Fahrzeugen zwar gegeben aber nicht entscheidend.


      Die erst Gruppe der Briten bezieht Stellung



      Der 2" Mörser der Briten erschafft einen Rauchvorhang als eine deutsche Gruppe diesen aufs Korn nehmen wollte.





      Der deutsche Offizier teilt zwei Gruppen ein um in allen Richtungen Feuerbereiche zu schaffen.


      Auch die letzte Gruppe der Deutschen formiert sich auf einem Gebäudedach.



      Die Universal Carrier rasen auf einen gegnerischen Jump off point zu um diesen einzunehmen.



      Eine Section der Deutschen rückt ein wenig vor um...




      ...sich mit den Briten im Haus gegenüber einen Nachbarschaftsstreit zu liefern. Auf der obersten Etage des Hauses sieht man unsere hochentwickelten "Covering Fire" Marker.




      Die Maschinengewehre laufen Amok, Granaten fliegen durch die Luft, am Schluss gehen die Briten als Sieger hervor.



      Währenddessen konnten die Universal Carrier ein Infanterieteam schwächen und ein weiteres beinahe Auslöschen. Eine Gruppe der Briten rückt vor und macht mit einer Granate dann alles klar.
      Schlussendlich müssen sich die Deutschen den Briten beugen, durch den Einsatz der Rauchmunition des leichten Mörsers, der Bren Carrier und der Infanterie selbst konnten die Briten oft stellenweise eine Überzahl kreieren. War eine Partie wo Grim seinen tollen Würfelwürfen alle Ehre machte und trotzdem (und das gefällt mir gut an Chain of Command) konnte auch als es schlimm um die Deutschen aussah auch wieder kurz Spannung aufkommen.
      Was uns ein wenig sauer aufstieß war die Tatsache das rein regeltechnisch ein HMG beim Covering Fire ein genauso große Fläche abdeckt wie ein einzelnes Gewehr. Das könnte man etwas cleverer regeln (evtl. pro Firepower-Würfel ein cm oder zoll zb.)


      Szenario 2 : Probe
      Ich hatte als Aufgabe mit den Briten einen Vorstoß der Deutschen zu unterbinden. Da ich 4 Punkte support hatte wählte ich einen MKVI Panzer.
      Grim hatte einen Punkt der für einen Adjutanten ausgegeben wurde.

      Gleich in der Patrol Phase habe ich einen Jump-off Aufstellungsfehler gemacht (zu nah am Feind) der den Anfang vom Ende bedeutete. Grim konnte gleich in der ersten Runde mit einer doppelsechs eine weitere Runde erwürfeln und rückte mutig vor. Gleichzeitig bezog er Stellung auf einem dahinterliegendem Haus.

      Ich warf prompt eine Gruppe und den Sergeant entgegen und im ersten Moment konnte der Vorstoß abgebremst werden.



      Doch der Preis war hoch, prompt wurde die Gruppe durch die Deutschen aus dem Haus unter Feuer genommen.
      Ich brachte eine andere Gruppe weiter links doch diese konnte nicht für ausreichend Entlastung sorgen.



      Nachdem die erste Gruppe verscheucht wurde, musste ich die letzte Gruppe ebenfalls in den Fleischwolf werfen. Ein deutsches Team konnte gepinned und ein Anführer verletzt werden, aber damit war es vorbei mit den erfreulichen Nachrichten.



      Den Gnadenstoß versetzte mir ein Ambush der Deutschen der in der Flanke auftauchte,...




      ...die Briten in die Flucht schoss und dann unbehelligt über die Kante spazieren konnte.





      Grundsätzlich kam ich über das Lückenstopfen nicht hinaus, der Fehler mit der Platzierung des Jump off Points rächte sich das ganze Spiel über. Unter Druck habe ich auf wichtige Instrumente wie das covering fire sowie den Einsatz des leichten Mörsers vergessen/nicht beachtet was die Situation unter Umständen hätten erleichtern können. Der MK VI Panzer kam dann zwar noch aufs Feld, aber zu spät um mitwirken zu können. Alles in allem eine sehr schnelle Partie. Macht Lust auf mehr.
      Eusebio schrieb:
      "Das Bier subventioniert die niedrigen Getränkepreise"
      Mit der zu simplen Regelung für Covering Fire habe ich auch ein Problem. Ich hatte die gleiche Idee wie du und glaube auch, daß ein Zoll Breite pro FIrepower-Würfel eine sehr sinnvolle Lösung wäre.
      "Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit."
      Das Spiel hat so nen guten Ersteindruck hinterlassen, dass die nächste Truppe samst Support schon am Basteltisch steht.
      Es ist halt ein System zum miteinander Spielen, dadurch lassen sich aber auch event. Regelunklarheiten schnell klären. :)
      Annatar und ich haben eine "pint sized campaign" von den toofatlardies, Operation Martlet, begonnen.
      Ich übernehme die Seite der Briten, Annatar die der Deutschen.
      Operation Martlet war ein Vorbereitungsunternehmen für Operation Epsom (das Ziel war es die Westflanke von Epsom zu sichern) und dauerte zwei Tage lang.
      Die Kampagne dauert bis zu 11 Kampagnenrunden an und kann sich über 6 Szenarien erstrecken. Die Briten beginnen das Spiel mit einem Zug Infanterie und erhalten, da sie der Angreifer sind, relativ viel Support. Die Deutschen haben in der Grundtruppe sogar einen Panzer IV, doch Ihre Mannstärke ist begrenzt, sie haben recht wenig Support und nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten Verluste auszugleichen.


      Spiel1, Szenario 1, PROBE INTO FONTENAY, 25 Juni, 04:00


      Angriffsgebiet der Royal Scots in Richtung Fontenay. Im Hintergrund sieht man die weiße Nebelwand...



      Verdammter Nebel! Lt. Sean Murphy konnte seine Männer kaum sehen, geschweige die Angriffsrichtung bestimmen noch irgendwelche Befehle erteilen...
      Er konnte auch nirgends die Gruppe ausmachen die seinem Kommando unterstellt wurde (grundsätzlich gehörte die unterstellte Gruppe zu Grants' Zug. Dessen Männer hatten in den letzten Tagen das Angriffsvorfeld patrouilliert weshalb sie heute den anderen Zügen als Späher dienen sollten). Sie sollten zur Kreuzung vorrücken, Feindkontakt herstellen und Feuer provozieren damit die deutschen Stellungen leicht lokalisiert werden können.

      Corporal Doyle rückte mit seiner Gruppe Richtung Fontenay vor und hatte dabei kein gutes Gefühl. Seine Männer wurden Lt. Murphys Zug untergeordnet und sollten seinem Zug den Weg weisen und die Deutschen Positionen auskundschaften. Wie vorgesehen bezog seine Gruppe Stellung bei einem Denkmal des vorherigen Krieges und wartete auf Murphys Männer. "Hoffentlich treibt der Junge seine Männer an und verliert sich nicht im Nebel, sonst sitzen wir hier am Präsentierteller.."

      Cpl. Doyles Gruppe ging bei einem Denkmal in Deckung




      Eine andere Gruppe der Briten, Corporal Boyds Soldaten, konnte sich geordnet in Angriffsrichtung bewegen. Sie bezogen Stellung in einem Haus und warteten auf den Rest des Zuges. Sie konnten Doyles Gruppe bei der Kreuzung sehen, na zumindest haben die Jungs die vor Ihnen sein sollten es ebenfalls aus dem Nebel geschafft.


      "Boyds Haus" und im Hintergrund Doyles Gruppe




      Neben Lt.Murphy irrten auch die beiden anderen Gruppen sowie die Unterstützungswaffen seines Zuges planlos im Nebel herum. Orientierungspunkte waren nicht auszumachen, sogar ein Churchill AVRE rückte blind und langsam vorwärts, doch ob das vorwärts auch den Panzer in Richtung Fontenay brachte, das konnte niemand sagen. Von irgendwo her konnte man MG-Salven und das Explodieren von Sprenggranaten hören, doch der verfluchte Nebel erlaubte es nicht die Richtung genauer zu bestimmen.

      Der Nebel wurde für viele Soldaten zum Irrgarten.




      Kugeln flogen Cpr. Doyle um die Ohren und das gleich mal aus zwei Richtungen. Es war mehr Feindkontakt als ihm lieb war, auch musste er mit ansehen wie das Bren Team seiner Gruppe, alles brave Jungs, dem deutschen Beschuss zum Opfer fiel. Dann schossen ihm zwei Sachen durch den Kopf: "Wo bleibt der kleine Bastard aus Belfast!" und ein Splitter einer Sprenggranate die inmitten seiner Gruppe hochging.

      Aus diesem Haus wurden Doyles Männer stark unter Beschuss genommen...



      ...und von hier kam das Verderben in Form eines Panzer IV



      Boyd konnte das Massaker von Doyles Männern großteils nur hilflos mit ansehen, der Hauptteil der Deutschen die die armen Schweine erwischten konnten von seiner Position nicht eingesehen werden. Er konnte zwar das Haus gegenüber unter Beschuss nehmen, aber von dort kam nur ein Teil des Kugelhagels der Doyles Gruppe zerstörte. Die Verwundeten krochen davon und suchten im Nebel ihr heil in der Flucht. Da noch immer vom Rest des Zuges keine Spur zu sehen war gab auch Boyd seinen Männern das Zeichen in Deckung zu bleiben und sich den Deutschen nicht zu zeigen. Alleine auf sich gestellt gab es keine Aussicht auf Erfolg, die Deutschen haben trotz der Artillerievorbereitung schnell die Positionen bezogen, zu schnell...


      Spiel 2, Szenario 1, PROBE INTO FONTENAY, 25 Juni, 08:05

      Verzweifelt über das durch den Nebel hervorgerufene Chaos brauchte Lt. Murphy ganze Stunden um seine Truppen sowie die Angriffsrichtung zu finden. "Immer dem Kanonendonner nach" hat mal ein kluger Kopf gesagt, aber bei solch nem Nebel werden solche Weisheiten schnell nutzlos. Das Schicksal von Doyles Gruppe wirkte nicht gerade aufbauend, trotzdem wurde Murphy eine weitere Gruppe (Cpl.Cochrane) aus Grants' Zug zugewiesen. Diesmal wollte Murphy ganz vorne mit vorrücken um keine Unordnung aufkommen zu lassen. Der Nebel wurde nicht besser aber man konnte nicht mehr warten, der Weg nach Fontenay musste gefunden und hinter sich gebracht werden!

      Lt. Murphy ließ sich von Cpl. Boyd den Weg zum Haus zeigen von wo dieser die Kreuzung einsehen konnte, doch erneut wurde der Nebel unterschätzt. Sofort ging der Sichtkontakt unter den Gruppen verloren, die Soldaten waren schon wieder zerstreut. Es war zum Verzweifeln!
      Doch immerhin war diesmal Boyd mit seinen Männern nicht alleine. Murphy und die beiden Unterstützungsteams des Zuges haben rasch zu ihm aufgeschlossen. Der 2" Mörser legte einen kleinen aber ausreichenden Rauchvorhang und so konnte Cpl. Boyd und ein Teil seiner Gruppe (das Bren Team blieb im Haus zurück um im Notfall Feuerunterstützung zu geben) und das PIAT Team des Zuges die Straße queren und dahinter in Deckung gehen.

      Cpl. Boyd rückt vor, die Deutschen erkennen den Ernst der Lage spät.



      Anders als vor wenigen Stunden konnte Murphy die Lage nun richtig einschätzen. Sein Zug war noch immer im Nebel verteilt, aber er war jetzt direkt am Ort des Geschehens und zumindest konnte Cpl. Boyd mit Hilfe der Unterstützungswaffen über die Straße setzen. Die Deutschen hatten in der Nähe der Kreuzung einen Panzer versteckt, diesem sollte man möglichst umgehen. Murphy konnte sich auf Sgt. Campbell verlassen, der sollte am Schluss des Zuges gehen und verirrte Gruppen aufsammeln und nach vorne schicken.

      Offensichtlich funktionierte das gut denn kurz darauf tauchten Cpl. Cochranes und Cpl. Douglas' Gruppen bei Boyd auf und stießen vor. Cochranes Gruppe wurde zwar von Deutschen unter Feuer genommen, doch dieses erwies sich als nicht wirklich treffsicher und seine Männer erwiderten das Feuer während Douglas mit Handgranaten gegen die Jerrys vorging.
      Gleichzeitig tauchte ein Churchill AVRE aus dem Nebel und feuerte auf den Panzer IV bei der Kreuzung. Das deutsche Fahrzeug wurde getroffen, jedoch nicht zerstört.

      Der getroffene Panzer IV ging zwar nicht in Flammen auf, der Treffer zeigte jedoch Wirkung.


      Cpl. Cochrane rückt vor!



      Die Deutschen nahmen ihre Verwundeten und zogen sich ob des aggressiven Vorgehens der Briten zurück. Der Panzer IV fuhr ebenfalls langsam davon, doch die Geräusche die er dabei von sich gab ließen vermuten dass er nicht unbeschädigt war.

      Lt. Sean Murphy war mit seiner Leistung zufrieden, der zweite Angriff hat praktisch ohne Opfer die Deutschen zurückgedrängt und der Nebel hat sich inzwischen gelichtet. Man hat trotzdem mehr Zeit verloren als notwendig, und nun heißt es weiter Richtung Fontenay vorstoßen...und diesmal sollte auch Cpl. Frasers Gruppe zum Einsatz kommen.

      Beim Rückzug ließ einer der Deutschen seine Kamera fallen, hier der Link zu seinen Fotos :
      dropbox.com/sh/oi9di5j4rwynzqe…mn5rCpMTOYL7JkNf7A5a?dl=0
      Eusebio schrieb:
      "Das Bier subventioniert die niedrigen Getränkepreise"

      Post was edited 2 times, last by “slowik” ().

      Sehr schön, stimmige Sache. Ein kurzer Abriss wie es mit Verlusten u. Co. aussieht wäre noch interessant.

      Dann schossen ihm zwei Sachen durch den Kopf: "Wo bleibt der kleine Bastard aus Belfast!" und ein Splitter einer Sprenggranate die inmitten seiner Gruppe hochging.
      lol

      Freu mich schon am nächsten Teil.